TÜV Kosten 2026: Preise, Fristen und wo ihr wirklich spart

Die Hauptuntersuchung kostet 2026 im Bundesdurchschnitt rund 163 Euro für HU und AU zusammen — 2020 waren es noch 112 Euro. Der TÜV ist damit in sechs Jahren um rund 46 Prozent teurer geworden, und die Preisunterschiede zwischen Prüforganisationen und Bundesländern sind kleiner, als die meisten vermuten. Wo ihr trotzdem sparen könnt, wann euer Auto überhaupt fällig ist und was passiert, wenn ihr den Termin verpasst — Stand: August 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • HU + AU kosten beim Pkw 2026 im Schnitt rund 163 Euro, die Nachuntersuchung etwa 30 Euro.
  • Neuwagen müssen nach 36 Monaten zum ersten Mal, danach alle 24 Monate.
  • Ab zwei Monaten Verzug wird es teurer, ab acht Monaten kostet es 60 Euro und einen Punkt.
  • Der echte Spar-Hebel sind Gutschein-Aktionen der Werkstattketten, nicht der Prüfstellen-Preis.

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Was kostet der TÜV 2026 wirklich?

Pruefingenieur begutachtet Auto auf der Hebebuehne bei der Hauptuntersuchung

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Für einen normalen Pkw bis 3,5 Tonnen zahlt ihr 2026 im Bundesdurchschnitt rund 163 Euro für Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung zusammen — das hat der ADAC in seiner Kostenauswertung ermittelt (Stand: 2026). 2020 lag derselbe Wert noch bei 112 Euro.

„TÜV“ ist dabei streng genommen der falsche Begriff. Die Hauptuntersuchung (HU) ist eine gesetzlich vorgeschriebene technische Prüfung nach § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, bei der ein amtlich anerkannter Sachverständiger Bremsen, Fahrwerk, Beleuchtung, Reifen, Karosserie und Umweltverhalten eines Fahrzeugs kontrolliert. TÜV ist nur eine von mehreren Organisationen, die diese Prüfung durchführen dürfen — DEKRA, GTÜ und KÜS dürfen es genauso.

Die Preise nach Fahrzeugart unterscheiden sich deutlich stärker als die Preise nach Anbieter:

  • Pkw bis 3,5 t: rund 163 Euro (HU + AU), Intervall 24 Monate
  • Krafträder: rund 90 Euro, Intervall 24 Monate
  • Anhänger bis 3,5 t: rund 60 Euro, Intervall 24 Monate
  • Fahrzeuge 3,5 bis 7,5 t: rund 180 Euro
  • Wohnmobile über 7,5 t: rund 200 Euro, aber jährlich statt alle zwei Jahre

Wer ein schweres Wohnmobil fährt, zahlt also nicht nur mehr pro Termin, sondern auch doppelt so oft. Über vier Jahre gerechnet sind das rund 800 Euro statt rund 326 Euro beim Pkw.

Wie setzen sich die TÜV-Gebühren zusammen?

Der Betrag von rund 163 Euro besteht aus zwei getrennten Posten: der Hauptuntersuchung selbst und der Abgasuntersuchung (AU), die seit 2010 fester Bestandteil der HU ist. Beide werden auf einer Rechnung ausgewiesen, sind aber zwei eigenständige Prüfleistungen mit eigener Gebühr.

Dazu kommt ein Punkt, den viele übersehen: Auf die Prüfgebühr fällt Umsatzsteuer an. Manche Prüfstellen werben mit Nettopreisen, die Werkstatt nebenan mit Bruttopreisen — der Vergleich hinkt dann um 19 Prozent. Achtet in Preislisten immer darauf, welcher Wert genannt wird.

Was den Preis zusätzlich beeinflusst:

  • Fahrzeugart und Gewicht: der mit Abstand größte Hebel, siehe oben
  • Antriebsart: Reine Elektroautos brauchen keine Abgasuntersuchung — der AU-Anteil entfällt
  • Ort der Prüfung: Prüfstelle der Organisation oder Partnerwerkstatt
  • Bundesland: unterschiedliche Gebührensätze, aber nur mit geringer Spannweite
  • Zusatzleistungen: Änderungsabnahmen, Gasanlagenprüfung, Oldtimer-Gutachten

Für Halter eines reinen Elektroautos ist der Wegfall der AU ein spürbarer Vorteil. Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren am 1. Januar 2026 rund 2,03 Millionen reine Elektro-Pkw in Deutschland zugelassen — bei einem Gesamtbestand von 49,49 Millionen Pkw.

Unterscheiden sich TÜV, DEKRA, GTÜ und KÜS im Preis?

Ja, aber weniger als erwartet: Die Spanne zwischen den Organisationen liegt beim Pkw meist im Bereich von rund 140 bis 170 Euro für HU und AU — gemessen am Bundesschnitt von 163 Euro (ADAC, Stand: 2026) sind das Unterschiede von wenigen Prozent, nicht von Hunderten Euro.

Alle vier Organisationen prüfen nach demselben gesetzlichen Katalog. Ein bei der GTÜ bestandener Wagen ist exakt so zugelassen wie einer, der beim TÜV Süd war. Die Plakette ist dieselbe, der Prüfbericht folgt derselben Systematik, und die Mängelkategorien sind bundesweit einheitlich definiert.

Praktisch unterscheiden sich die Anbieter eher in Verfügbarkeit und Komfort:

  • TÜV (Nord, Süd, Rheinland, Thüringen u. a.): dichtestes Netz eigener Prüfstellen, meist Online-Termin, Preise offen ausgewiesen
  • DEKRA: bundesweit einheitliche Preisstruktur, viele Partnerwerkstätten, positioniert sich als günstige Alternative
  • GTÜ: arbeitet überwiegend über selbstständige Sachverständige in Partnerwerkstätten, Preise oft nur auf Anfrage
  • KÜS: ebenfalls stark werkstattgebunden, Preisniveau nahe DEKRA

Der entscheidende Unterschied ist also nicht die Marke, sondern wo ihr prüfen lasst. Wer den Termin in einer Partnerwerkstatt macht, spart sich die zweite Fahrt — zahlt aber möglicherweise einen Aufschlag für die Vermittlung.

Warum kostet die Hauptuntersuchung je nach Bundesland unterschiedlich viel?

Die Gebühren werden nicht bundeseinheitlich festgelegt, sondern von den Prüforganisationen je Bundesland kalkuliert — die Spannweite bleibt aber überschaubar und liegt meist bei wenigen Euro, nicht bei zweistelligen Beträgen. Der ADAC hält dazu fest, dass „die Unterschiede der TÜV-Gebühren regional im überschaubaren Bereich“ liegen (Stand: 2026).

Hintergrund sind unterschiedliche Kostenstrukturen: Personalkosten, Mieten für Prüfstellen und die Dichte des Prüfnetzes fallen regional verschieden aus. In Ballungsräumen mit teuren Gewerbeflächen liegt das Niveau tendenziell höher als in ländlichen Regionen.

Praktisch heißt das: Eine Fahrt ins Nachbarbundesland lohnt sich nicht. Wer 40 Kilometer fährt, um 8 Euro zu sparen, hat die Ersparnis beim Sprit schon wieder ausgegeben. Der Preisvergleich lohnt sich lokal — zwischen der Prüfstelle im Ort und zwei, drei Werkstätten in der Umgebung.

Wann muss euer Auto zur Hauptuntersuchung?

Ein neu zugelassener Pkw muss erstmals nach 36 Monaten zur Hauptuntersuchung, danach alle 24 Monate — so steht es in Anlage VIII der StVZO (Stand: August 2026). Für andere Fahrzeugarten gelten abweichende Fristen.

Die wichtigsten Intervalle im Überblick:

  • Pkw (privat): erste HU nach 36 Monaten, danach alle 24 Monate
  • Pkw zur Personenbeförderung (Taxi): durchgehend alle 12 Monate
  • Krafträder: alle 24 Monate
  • Wohnmobile bis 3,5 t: erste HU nach 36 Monaten, danach alle 24 Monate
  • Wohnmobile 3,5 bis 7,5 t: in den ersten 72 Monaten alle 24 Monate, danach jährlich
  • Anhänger 3,5 bis 10 t: alle 12 Monate

Den Fälligkeitsmonat lest ihr an der Prüfplakette auf dem hinteren Kennzeichen ab: Die Zahl, die oben auf zwölf Uhr steht, ist der Fälligkeitsmonat. Die große Jahreszahl in der Mitte nennt das Jahr. Die Farbe wechselt jährlich im Sechserzyklus — sie hilft der Polizei, abgelaufene Plaketten schon im Vorbeifahren zu erkennen.

Ein verbreiteter Irrtum: Es gibt keine Kulanzfrist von einem Monat. Fällig ist der Monat auf der Plakette, und ab dem ersten Tag des Folgemonats fahrt ihr mit abgelaufener HU.

Welche Unterlagen müsst ihr zum TÜV mitbringen?

Zulassungsbescheinigung Teil I und Pruefbericht als Unterlagen fuer die Hauptuntersuchung

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Zwingend nötig ist genau ein Dokument: die Zulassungsbescheinigung Teil I, früher Fahrzeugschein. Ohne sie kann der Prüfer das Fahrzeug nicht eindeutig identifizieren und die Untersuchung nicht abschließen — bei rund 9,5 Millionen ausgewerteten Pkw-Hauptuntersuchungen pro Jahr (TÜV-Verband, Zeitraum 07/2024–06/2025) ist das der mit Abstand häufigste vermeidbare Fehlversuch.

Sinnvoll ist es, zusätzlich mitzunehmen:

  • Vorheriger Prüfbericht: bei einer Nachprüfung zwingend vorzulegen
  • Nachweise über Umbauten: ABE oder Teilegutachten für Felgen, Fahrwerk, Anhängerkupplung
  • Nachweis der letzten AU: falls separat durchgeführt
  • Bei Gasanlagen: die Gasanlagenprüfbescheinigung

Eine kurze Selbstkontrolle vor dem Termin spart oft die Nachprüfung: alle Leuchten durchschalten, Scheibenwischer und Wischwasser testen, Reifenprofil messen, Warndreieck, Verbandkasten und Warnweste prüfen. Wie tief das Profil sein muss und wie ihr es korrekt messt, steht in unserem Ratgeber zur Profiltiefe bei Winterreifen.

Was kostet eine Nachprüfung bei Mängeln?

Die Nachuntersuchung schlägt mit rund 30 Euro zu Buche (ADAC, Stand: 2026) — also mit etwa einem Fünftel der vollen HU. Das gilt aber nur, wenn ihr die Frist einhaltet.

Rechtlich ist die Sache klar geregelt. Nach § 29 Absatz 7 StVZO verlängert sich die Gültigkeit der alten Plakette um einen Monat, wenn bei der Hauptuntersuchung Mängel festgestellt werden, die vor der Zuteilung einer neuen Plakette zu beheben sind. Anlage VIII Nummer 3.1.4.3 präzisiert: Der Halter hat alle Mängel unverzüglich beheben zu lassen und das Fahrzeug „spätestens bis zum Ablauf von einem Monat nach dem Tag der Hauptuntersuchung wieder vorzuführen“.

Verstreicht dieser Monat, ist die Sache anders: Dann ist keine günstige Nachprüfung mehr möglich, sondern es wird eine komplette neue Hauptuntersuchung fällig — mit voller Gebühr. Aus 30 Euro werden so schnell wieder 163 Euro.

Wie häufig das überhaupt passiert, zeigt der TÜV-Report 2026: 21,5 Prozent aller geprüften Pkw fielen mit erheblichen oder gefährlichen Mängeln durch und bekamen keine Plakette. Weitere 12,3 Prozent hatten geringe Mängel, nur 66,1 Prozent waren mängelfrei — der niedrigste Wert seit neun Jahren.

Der TÜV-Verband ordnet das deutlich ein. Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des Verbands, sagt dazu: „Der Trend bei der technischen Fahrzeugsicherheit ist eindeutig negativ.“ (Stand: 2026).

Rechnerisch heißt das: Rund jedes fünfte Fahrzeug verursacht zusätzlich zu den 163 Euro noch die Reparatur plus 30 Euro Nachprüfung. Wer vorher selbst kontrolliert, spart hier am meisten.

Was passiert, wenn der TÜV abgelaufen ist?

Pruefplakette auf dem hinteren Kennzeichen zeigt den Faelligkeitsmonat der Hauptuntersuchung

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ab zwei Monaten Überziehung wird ein Verwarngeld von 15 Euro fällig, ab vier Monaten 25 Euro, und ab acht Monaten kostet es 60 Euro plus einen Punkt in Flensburg — so die Staffel im Bußgeldkatalog (Stand: 2026). Im ersten Monat nach Ablauf bleibt es in der Regel bei einer Ermahnung ohne Zahlung.

Teurer als das Bußgeld ist meist ein zweiter Effekt: Ab einer Überziehung von mehr als zwei Monaten führen die Prüforganisationen eine vertiefte Hauptuntersuchung durch. Sie ist aufwendiger als die reguläre Prüfung und wird entsprechend höher abgerechnet — der Aufschlag liegt üblicherweise bei rund einem Fünftel der normalen Gebühr.

Dazu kommt die behördliche Seite. § 29 Absatz 7 StVZO stellt klar: Befindet sich an einem Fahrzeug keine gültige Prüfplakette, so kann die zuständige Behörde „den Betrieb des Fahrzeugs im öffentlichen Verkehr untersagen oder beschränken“. Im Extremfall droht also die Stilllegung.

Und ein Punkt, der im Alltag am meisten weh tut: Bei einem selbst verschuldeten Unfall mit deutlich überzogener HU kann die Kaskoversicherung ihre Leistung kürzen, wenn der technische Zustand zum Schaden beigetragen hat. Die Haftpflicht zahlt dem Unfallgegner zwar weiterhin, kann euch aber in Regress nehmen.

Wer sein Fahrzeug ohnehin abgeben will, sollte den TÜV vorher durchrechnen: Ein Auto ohne gültige HU verliert im Verkauf oft mehr an Wert, als die Untersuchung gekostet hätte. Details dazu stehen in unserem Guide zum Auto verkaufen.

Wie lange dauert die Hauptuntersuchung?

Die reine Prüfung dauert bei einem unauffälligen Pkw in der Regel 30 bis 45 Minuten — bei 9,5 Millionen jährlich ausgewerteten Pkw-Untersuchungen (TÜV-Verband, Zeitraum 07/2024–06/2025) ist das ein gut eingespielter Routineablauf. Rechnet trotzdem mit ein bis zwei Stunden Zeitfenster inklusive Wartezeit und Papierkram.

Der Ablauf ist überall gleich aufgebaut:

  • Identifikation: Abgleich von Fahrzeugschein und Fahrgestellnummer
  • Sichtprüfung außen: Karosserie, Beleuchtung, Reifen, Scheiben, Kennzeichen
  • Prüfung auf der Hebebühne: Bremsleitungen, Achsen, Lenkung, Auspuff, Korrosion
  • Bremsen- und Stoßdämpferprüfstand: Messung der Bremswirkung
  • Abgasuntersuchung: Auslesen des Steuergeräts, bei Verbrennern zusätzlich Endrohrmessung
  • Prüfbericht und Plakette: Dokumentation und Zuteilung

Wichtig für die Terminplanung: Findet der Prüfer erhebliche Mängel, verlängert sich der Termin nicht — er beendet die Prüfung und stellt einen Mängelbericht aus. Die Reparatur macht ihr danach, die Nachprüfung ist ein eigener Termin innerhalb eines Monats.

Wer den Termin in einer Werkstatt mit angeschlossenem Prüfdienst legt, kann kleinere Mängel direkt beheben lassen und die Nachprüfung am selben Tag erledigen. Das spart eine komplette Fahrt.

Wo könnt ihr bei den TÜV-Kosten wirklich sparen?

Preisvergleich fuer die Hauptuntersuchung am Laptop mit Fahrzeugschein und Taschenrechner

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der größte Hebel ist nicht der Prüfstellen-Preis, sondern die Gutschein-Aktion einer Werkstattkette. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion das eigene Deal-Archiv seit 2019 ausgewertet: In 13 dokumentierten HU/AU-Aktionen zwischen Juli 2019 und Januar 2025 lief der Rabatt achtmal über einen Gutschein oder Coupon zwischen 20 und 50 Euro — und nur dreimal über einen echten Aktionspreis (Stand: August 2026).

Diese drei Festpreis-Aktionen lagen bei 89,99 Euro, 99 Euro und 99,99 Euro — allesamt unter der 100-Euro-Marke und damit rund 40 Prozent unter dem heutigen Bundesschnitt von 163 Euro. Solche Preise sind heute die Ausnahme; das übliche Muster ist der Coupon, der erst beim Folgeauftrag eingelöst werden kann.

Genau das ist der Haken, auf den ihr achten solltet: Die neueste dokumentierte Aktion aus unserem Archiv (Januar 2025) gab 40 Euro Coupon — aber nur für Folgeaufträge ab 150 Euro Mindestauftragswert. Wer danach keine Reparatur braucht, hat effektiv null gespart.

Was in der Praxis funktioniert:

  • Werkstatt-Aktionen abwarten: Ketten wie A.T.U oder Euromaster fahren HU-Aktionen typischerweise im Frühjahr und im Herbst
  • Coupon-Bedingungen lesen: Mindestauftragswert, Gültigkeitsdauer und Einlösbarkeit entscheiden über den echten Wert
  • Kombitermin legen: HU zusammen mit Inspektion oder Ölwechsel spart einen kompletten Werkstattbesuch
  • Selbst vorprüfen: Licht, Reifen, Wischwasser, Verbandkasten — spart im Zweifel 30 Euro Nachprüfung plus Reparatur
  • Nicht überziehen: ab zwei Monaten Verzug wird die vertiefte Prüfung teurer als jede Aktion es je war
  • Kostenvoranschlag verlangen: bei Reparaturen vor der HU immer schriftlich

Beim letzten Punkt lohnt ein Blick auf eure Rechte: Nach ständiger Rechtsprechung darf die Endrechnung einen Kostenvoranschlag nur um etwa 15 bis 20 Prozent überschreiten, und die Werkstatt muss euch vorher informieren. Was ihr tun könnt, wenn eine Reparatur zu teuer oder mangelhaft ausfällt, erklärt der ADAC in seinem Werkstatt-Ratgeber.

MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. HU-Aktionen der Werkstattketten landen dort regelmäßig, sobald sie starten.

Unser Tipp: Auto-Kosten im Blick behalten

  • Reifen, Versicherung, Werkstatt — alle Spar-Ratgeber an einem Ort
  • Die Hauptuntersuchung ist nur einer von mehreren festen Posten im Autojahr. In unserem Magazin sammeln wir laufend aktualisierte Ratgeber zu Reifenkauf, Versicherungswechsel und Fahrzeugbewertung.
  • Zu den Auto-Ratgebern →

Vor- & Nachteile im Überblick

Prüfstelle der Organisation Partnerwerkstatt
Preise transparent ausgewiesen Preis oft nur auf Anfrage
Online-Termine meist kurzfristig frei Termin an Werkstattauslastung gebunden
Keine Interessenkollision bei Mängeln Reparaturempfehlung kommt vom Verkäufer
Reine Prüfleistung ohne Zusatzangebote Mängel direkt vor Ort behebbar

Häufige Fragen zu den TÜV-Kosten

Was kostet der TÜV 2026 für einen Pkw?

Für einen Pkw bis 3,5 Tonnen zahlt ihr 2026 im Bundesdurchschnitt rund 163 Euro für Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung zusammen. 2020 lag der Wert noch bei 112 Euro. Je nach Prüforganisation, Bundesland und Fahrzeug bewegt sich der Preis meist zwischen 140 und 170 Euro.

Sind die TÜV-Preise bundesweit gleich?

Nein. Die Gebühren werden je Bundesland und Organisation kalkuliert, die Unterschiede bleiben laut ADAC aber im überschaubaren Bereich. Praktisch reden wir über wenige Euro Differenz — eine weite Anfahrt lohnt sich dafür nicht. Der Vergleich zwischen zwei bis drei Anbietern vor Ort bringt mehr.

Was kostet die HU bei der DEKRA im Vergleich zum TÜV?

Beide bewegen sich im selben Korridor von grob 140 bis 170 Euro für HU und AU. DEKRA positioniert sich mit bundesweit einheitlicher Preisstruktur, die TÜV-Gesellschaften liegen regional etwas gestreuter. Geprüft wird bei beiden nach demselben gesetzlichen Katalog, die Plakette ist identisch.

Was kostet eine Nachprüfung bei Mängeln?

Die Nachuntersuchung kostet rund 30 Euro, sofern ihr sie innerhalb eines Monats nach der Hauptuntersuchung durchführen lasst. Verstreicht dieser Monat, wird eine komplette neue Hauptuntersuchung mit voller Gebühr fällig. Den vorherigen Prüfbericht müsst ihr zur Nachprüfung mitbringen.

Was passiert, wenn die HU-Plakette abgelaufen ist?

Bis zu einem Monat Überziehung bleibt es meist bei einer Ermahnung. Ab zwei Monaten werden 15 Euro fällig, ab vier Monaten 25 Euro, ab acht Monaten 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. Zusätzlich wird ab mehr als zwei Monaten eine vertiefte Hauptuntersuchung durchgeführt, die teurer ausfällt.

Welche Unterlagen muss ich zur Prüfung mitbringen?

Zwingend ist die Zulassungsbescheinigung Teil I. Bei einer Nachprüfung kommt der vorherige Prüfbericht dazu. Habt ihr Umbauten am Fahrzeug, bringt die passende ABE oder das Teilegutachten mit, bei Gasanlagen die Gasanlagenprüfbescheinigung.

Wie oft muss ein Auto zum TÜV?

Ein neu zugelassener Pkw muss erstmals nach 36 Monaten zur Hauptuntersuchung, danach alle 24 Monate. Taxen müssen jährlich, Krafträder alle 24 Monate. Schwere Wohnmobile über 3,5 Tonnen haben nach den ersten 72 Monaten ein jährliches Intervall.

Brauche ich für die HU immer eine AU?

Bei Verbrennern und Hybriden ja — die Abgasuntersuchung ist seit 2010 fester Bestandteil der Hauptuntersuchung und in der Gebühr enthalten. Reine Elektroautos brauchen keine AU, für sie entfällt dieser Kostenanteil komplett.

Wo ist die Hauptuntersuchung am günstigsten?

Verlässlich günstiger wird es nicht über die Wahl der Organisation, sondern über Aktionen der Werkstattketten. In unserem Deal-Archiv liefen acht von 13 dokumentierten HU-Aktionen seit 2019 über Gutscheine zwischen 20 und 50 Euro. Prüft dabei immer Mindestauftragswert und Gültigkeitsdauer.

Fazit: Vorher prüfen spart mehr als jeder Anbietervergleich

Die Hauptuntersuchung ist ein Fixpreis-Posten, an dem sich wenig drehen lässt: rund 163 Euro im Schnitt, bundesweit ähnlich, bei allen vier Organisationen im selben Korridor. Wer stundenlang Prüfstellen vergleicht, holt am Ende ein paar Euro heraus.

Deutlich mehr Geld liegt an drei anderen Stellen:

  • Selbst vorprüfen — jedes fünfte Fahrzeug fällt durch, das kostet Reparatur plus 30 Euro Nachprüfung
  • Frist einhalten — ab zwei Monaten Verzug wird die vertiefte Prüfung teurer als jede Aktion
  • Auf Werkstatt-Aktionen warten — aber nur, wenn der Coupon ohne Mindestauftragswert einlösbar ist

Wer den Termin ohnehin plant, legt ihn am besten mit der nächsten Inspektion oder dem Reifenwechsel zusammen. Weitere laufend aktualisierte Spar-Ratgeber rund ums Auto findet ihr im Winterreifen-Ratgeber und auf der MonsterDealz-Startseite.

Florian Silbereis — MonsterDealz

Geschrieben von

Florian Silbereis

Gründer von MonsterDealz.de, gelernter Fachinformatiker. Spürt seit über 17 Jahren täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — Spezialgebiete: Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals und Preisfehler.

Zuletzt geprüft: August 2026

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