Tag der Lebensmittelrettung 2026: Wo es am 26. September gratis Lebensmittel gibt

Der Tag der Lebensmittelrettung 2026 ist am Samstag, 26. September 2026: Die Initiative foodsharing stellt dann an 42 Orten in Deutschland gerettete Lebensmittel aus und verteilt sie vielerorts anschließend kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Bedürftigkeitsprüfung. Der Aktionstag liegt bewusst direkt vor der bundesweiten Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“ vom 29. September bis 6. Oktober, die mit dem UN-Welttag gegen Lebensmittelverschwendung am 29. September beginnt. Wo es etwas gibt, was ihr mitbringen solltet und wie ihr auch danach an gerettete Lebensmittel kommt — Stand: September 2026.

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Termin: Samstag, 26. September 2026, Veranstalter ist der foodsharing e.V. aus Köln
  • 45 Orte, davon 42 in Deutschland; in sieben Bundesländern gibt es keinen einzigen
  • Fairteilt wird am Ende der Aktionen, nicht ĂĽberall und nur solange der Vorrat reicht
  • Drei Tage später folgen UN-Welttag (29.09.) und Aktionswoche bis 6. Oktober

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Wann ist der Tag der Lebensmittelrettung 2026 — und wer steht dahinter?

Ausstellung geretteter Lebensmittel in Holzkisten und Körben auf dem Pflaster eines Stadtplatzes

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der Tag der Lebensmittelrettung findet am Samstag, 26. September 2026 statt; laut Pressemitteilung des foodsharing e.V. vom 26. August 2026 zeigen Ehrenamtliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an diesem Tag auf zentralen Plätzen, welche Mengen genießbarer Lebensmittel innerhalb eines Tages gerettet werden. Der Tag der Lebensmittelrettung ist ein Aktionstag der Initiative foodsharing, an dem lokale Gruppen die Überschüsse eines Tages öffentlich ausstellen und anschließend kostenlos abgeben. Einen gesetzlichen oder UN-Status hat er nicht, er ist eine Initiative von Ehrenamtlichen.

Wer vor allem wissen will, ob er am Samstag kostenlos Obst, Gemüse und Brot mitnehmen kann, bekommt hier die kurze Antwort: in vielen der teilnehmenden Städte ja, aber nicht in allen. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion am 19. September 2026 die Aktionsseite von foodsharing, die Pressemitteilung und die Ankündigungen der Städte selbst gelesen und nur übernommen, was dort für 2026 steht.

Warum gerade der 26. September?

Das Datum ist kein Zufall. Auf seiner Aktionsseite zum Tag der Lebensmittelrettung 2026 schreibt foodsharing, der Tag finde „bewusst am Samstag direkt vor der bundesweiten Aktionswoche“ statt. Die Ehrenamtlichen setzen damit ein Zeichen, bevor die staatliche Kampagne am Dienstag, 29. September, startet.

Wer ist foodsharing?

foodsharing ist eine ehrenamtliche Bewegung, die seit 2012 Lebensmittel bei Betrieben abholt und verschenkt, statt sie im Müll landen zu lassen. Für Deutschland nennt der Verein über 180.000 Foodsaver, über 17.000 Kooperationspartner wie Supermärkte, Bäckereien und Wochenmärkte, rund 8.500 Rettungen pro Tag und über 317 Millionen Kilogramm geretteter Lebensmittel seit 2014. Dabei gilt nach eigener Aussage der Grundsatz „Tafel first“: Die Tafeln haben bei den Abholungen immer Vorrang, foodsharing nimmt, was danach noch übrig ist.

Der Verein versteht den Tag ausdrücklich auch politisch. Sophia Häußler von foodsharing sagt in der Pressemitteilung: „Doch Lebensmittelrettung allein reicht nicht.“ Gefordert werden der Abbau von Handelsnormen für Größe, Form und Farbe, ein verbindlicher Wegwerfstopp für Supermärkte nach französischem Vorbild und mehr Rechtssicherheit für Organisationen, die Lebensmittel retten.

Wo gibt es am 26. September gratis Lebensmittel? Die Orte nach Bundesland

foodsharing listet für den 26. September 2026 insgesamt 45 Orte, davon 42 in Deutschland, dazu Aargau und Zürich in der Schweiz und Gratwein-Straßengel bei Graz in Österreich (Stand der Liste: 17. September 2026). Unsere eigene Auszählung dieser Liste zeigt ein deutliches Gefälle: Bayern stellt mit zwölf Standorten fast jeden dritten deutschen Ort, während Hamburg, Bremen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gar nicht vertreten sind.

Bundesland Standorte Anteil
Bayern 12 29 %
Baden-WĂĽrttemberg 7 17 %
Nordrhein-Westfalen 7 17 %
Hessen 5 12 %
Schleswig-Holstein 4 10 %
Niedersachsen 3 7 %
Rheinland-Pfalz 2 5 %
Berlin 1 2 %
Saarland 1 2 %

Auszählung der MonsterDealz-Redaktion aus der Standortliste auf der Aktionsseite von foodsharing, abgerufen am 19.09.2026. Anteile gerundet, Basis sind die 42 deutschen Standorte. Neue Orte können bis zum Aktionstag dazukommen.

Die deutschen Orte im Einzelnen, wie foodsharing sie nennt:

  • Bayern: Aschaffenburg/Alzenau, Erding, Erlangen, Ingolstadt, Landsberg am Lech, MĂĽnchen, NĂĽrnberg, Regensburg, Straubing, Weilheim, WeiĂźenburg, WĂĽrzburg
  • Baden-WĂĽrttemberg: Esslingen, Freiburg, Karlsruhe, KiĂźlegg, Lörrach, Ăśberlingen, Waldshut
  • Nordrhein-Westfalen: Aachen, Bielefeld, Bonn, Köln, MĂĽnster, Steinfurt-Greven, Werl
  • Hessen: Alsfeld, Hanau, Heuchelheim (GieĂźener Land), Neu-Isenburg, Nidda
  • Schleswig-Holstein: Kiel, NeumĂĽnster, Neustadt in Holstein, Scharbeutz
  • Niedersachsen: Braunschweig, Göttingen, Salzgitter
  • Rheinland-Pfalz: Bitburg-PrĂĽm, Mainz
  • Berlin und Saarland: Berlin-Pankow, SaarbrĂĽcken

Wohnt ihr in einem der sieben Länder ohne Standort, heißt das nicht, dass es dort keine Lebensmittelrettung gibt. Es heißt nur, dass sich am 26. September keine lokale Gruppe für eine eigene Aktion gemeldet hat. Die öffentlichen Regale und Kühlschränke, die foodsharing Fairteiler nennt, stehen auch dort, und zwar das ganze Jahr.

Was bekommt ihr am Aktionstag — und was nicht?

Hände füllen mitgebrachte Stoffbeutel mit geretteten Äpfeln, Paprika und Brötchen

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Am Ende der Aktionen werden die geretteten Lebensmittel laut foodsharing „in vielen Städten“ kostenlos an alle Interessierten abgegeben, eine Bedürftigkeitsprüfung findet dabei nicht statt. Die Ware stammt aus Supermärkten, Bäckereien, Cafés, Kantinen, Restaurants und Wochenmärkten, mit denen die jeweilige Ortsgruppe zusammenarbeitet, und meist sind es Obst, Gemüse, Brot und Backwaren.

Drei Dinge solltet ihr vorher wissen. Erstens verteilt nicht jede Gruppe: Laut Aktionsseite gestalten manche Bezirke den Tag nur mit Infoständen, Vorträgen oder Schnippelaktionen. Zweitens kommt die Verteilung am Ende, nicht am Anfang, denn zuerst wird ausgestellt. Drittens nennt foodsharing weder eine Menge pro Person noch eine Garantie, dass bei eurem Eintreffen noch etwas da ist.

Drei Beispiele mit Uhrzeit

  • Karlsruhe: Marktplatz vor dem Rathaus, 11 bis 15 Uhr, laut Veranstaltungskalender der Stadt Karlsruhe mit öffentlicher Fairteilung von Obst, GemĂĽse und Backwaren ab 13 Uhr. Die Gruppen aus Karlsruhe, Bruchsal und Ettlingen retten nach eigenen Angaben täglich mehr als drei Tonnen.
  • Mainz: Leichhof, 10 bis 16 Uhr, gemeinsam mit dem Agenda-BĂĽro der Stadt. Laut Pressemeldung der Landeshauptstadt Mainz wird am Ende der Veranstaltung fairteilt; in Mainz gibt es acht Fairteiler und rund 600 aktive Mitglieder.
  • Freiburg: Platz der Alten Synagoge, etwa 13.30 bis 17 Uhr, mit Ausstellung, Kinderprogramm und Musik; laut Einladung auf visit.freiburg.de stehen alle Lebensmittel kostenlos zur VerfĂĽgung.

Was ihr mitbringen solltet

foodsharing empfiehlt ausdrücklich eigene Taschen, Rucksäcke oder andere Behälter. Plant außerdem eine Kühltasche ein, falls ihr Milchprodukte mitnehmen wollt, und verarbeitet frisches Obst und Gemüse in den folgenden zwei, drei Tagen oder friert es ein. Wie das ohne Qualitätsverlust klappt, steht in unserem Ratgeber zum Lebensmittel einfrieren.

Ein Hinweis zum Datum: Auf manchen Seiten ist von einem Aktionswochenende am 26. und 27. September die Rede. foodsharing selbst nennt nur den Samstag. MaĂźgeblich ist die AnkĂĽndigung eurer Ortsgruppe, die auf der Aktionsseite verlinkt ist.

Gibt es einen offiziellen Welttag gegen Lebensmittelverschwendung? Die Termine im Ăśberblick

Leerer Papierkalender neben Apfel, Brotscheibe und Karotten als Symbol fĂĽr die Aktionstage gegen Lebensmittelverschwendung

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ja: Der offizielle Welttag ist der 29. September, den die UN-Generalversammlung 2019 mit Resolution A/RES/74/209 als Internationalen Tag des Bewusstseins fĂĽr Lebensmittelverluste und -verschwendung ausgerufen hat. Laut Vereinten Nationen gehen weltweit rund 13,2 Prozent der Lebensmittel zwischen Ernte und Handel verloren, weitere 19 Prozent werden in Haushalten, Gastronomie und Handel verschwendet.

Der Tag der Lebensmittelrettung ist also nicht dieser UN-Tag, sondern eine eigene Aktion drei Tage davor. Im Herbst 2026 fallen damit drei Termine in eine Woche, dazu kommt ein vierter im FrĂĽhjahr:

Datum Aktionstag Träger
2. Mai Tag der Lebensmittelverschwendung WWF, seit 2016
26. September Tag der Lebensmittelrettung foodsharing
29. September UN-Welttag FAO und UNEP
29.09. bis 06.10. Aktionswoche BMLEH

Stand 19.09.2026. Der 2. Mai steht rechnerisch für den Tag, bis zu dem alle seit Jahresbeginn erzeugten Lebensmittel im Müll landen würden. Die Aktionswoche heißt „Zu gut für die Tonne!“ und läuft 2026 zum siebten Mal.

Der 2. Mai geht laut foodsharing-Städte-Initiative auf einen Aufruf des WWF aus dem Jahr 2016 zurück: Statistisch lande die gesamte Menge der zwischen Januar und Mai produzierten Lebensmittel in der Tonne. Der Tag ist eine Rechenfigur, keine Veranstaltung mit festem Programm.

Was passiert in der Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“?

Die Aktionswoche läuft vom 29. September bis 6. Oktober 2026 unter dem Motto „Alles auf dem Zettel!“. Laut Kampagnenseite des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat geht es 2026 um Planung, vom Einkaufszettel über den Blick in den Kühlschrank bis zur Resteverwertung. Vereine, Kommunen, Schulen und Unternehmen tragen eigene Aktionen in eine Deutschlandkarte ein, die ihr nach Bundesland filtern könnt: Kochkurse, Infostände, Schulprojekte und digitale Formate. Es ist in erster Linie eine Aufklärungskampagne, keine Verteilaktion.

Warum landen Lebensmittel im MĂĽll? Die Zahlen fĂĽr Deutschland

In Deutschland fielen 2023 laut Umweltbundesamt 10,9 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, das sind 129 Kilogramm je Einwohner. Der größte Teil entsteht nicht im Supermarkt, sondern zu Hause: 58 Prozent oder rund 6,3 Millionen Tonnen stammen aus privaten Haushalten, im Schnitt 74,5 Kilogramm pro Kopf und Jahr.

Bereich Anteil 2023 Rang
Private Haushalte 58 % 1
Verarbeitung 17 % 2
AuĂźer-Haus-Verpflegung 16 % 3
Handel 7 % 4
Landwirtschaft 2 % 5

Quelle: Umweltbundesamt, Berichtsjahr 2023, Gesamtmenge 10,9 Millionen Tonnen. AuĂźer-Haus-Verpflegung umfasst Restaurants, Kantinen und Catering.

Die Tabelle erklärt, warum der Tag der Lebensmittelrettung zwei Seiten hat. Die Ware, die foodsharing an diesem Tag zeigt, kommt aus dem Handel, der nur 7 Prozent der Abfälle verursacht. Der Hebel mit der größten Wirkung liegt aber im eigenen Kühlschrank. Nach einer Studie aus dem Jahr 2020, die das Umweltbundesamt zitiert, entfallen 35 Prozent der Haushaltsabfälle auf frisches Obst und Gemüse und 13 Prozent auf Brot und Backwaren, also genau auf die Warengruppen, die am 26. September verteilt werden.

Das Ziel ist ehrgeizig. Bis Ende 2030 sollen die Lebensmittelabfälle laut Umweltbundesamt in der Verarbeitung um 10 Prozent sinken und in Handel, Gastronomie und Haushalten um 30 Prozent pro Kopf. foodsharing verweist auf das weiter gehende Ziel der Bundesregierung, die Verschwendung bis 2030 zu halbieren, und hält es für weit entfernt.

Welche Hürden haben Supermärkte beim Spenden?

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat am 13. Juni 2024 ein Rechtsgutachten zu Hemmnissen bei der Weitergabe von Lebensmitteln veröffentlicht. Es benennt Haftungsfragen, Dokumentationspflichten und die Regeln zum Mindesthaltbarkeitsdatum als Hürden; das Ministerium prüft nach eigenen Angaben Anpassungen im Lebensmittelrecht. Eine Spendenpflicht wie in Frankreich gibt es in Deutschland nicht; laut foodsharing existiert mit dem „Pakt gegen Lebensmittelverschwendung“ lediglich eine freiwillige Selbstverpflichtung großer Handelsunternehmen.

Wie werde ich Lebensmittelretter — und wo gibt es das ganze Jahr etwas?

Ă–ffentliches Holzregal und KĂĽhlschrank mit geretteten Lebensmitteln an einer Hauswand, ein sogenannter Fairteiler

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der einfachste Weg führt über die rund 1.000 öffentlich zugänglichen Fairteiler, die foodsharing in Deutschland zählt: Regale und Kühlschränke, aus denen jeder ohne Anmeldung nehmen und in die jeder hineinlegen darf. Wo der nächste steht, zeigt die Fairteiler-Karte von foodsharing. Wer regelmäßig vorbeischaut, bekommt dort das ganze Jahr, was am 26. September nur einmal gebündelt zu sehen ist.

Wer selbst in Betrieben abholen will, wird Foodsaver. Dafür verlangt foodsharing ein Online-Quiz, dessen Fragen auf dem foodsharing-Wiki beruhen, und die Zustimmung zu einer eigenen Rechtsvereinbarung für Foodsaver. Das Quiz lässt sich nicht nebenbei erledigen: foodsharing weist darauf hin, dass ein Bestehen ohne die Lektüre der Wiki-Dokumente nicht möglich ist. Der Aktionstag ist ein guter Anlass, die Leute vor Ort vorher kennenzulernen.

Was darf in einen Fairteiler — und was nicht?

Für die Fairteiler gelten Hygieneregeln, die laut foodsharing-Wiki für alle verbindlich sind. Verboten sind unter anderem Hackfleisch, roher Fisch, Produkte aus nicht erhitzter Rohmilch, Speisen mit rohem Ei, selbst gesammelte Pilze, Alkohol und Energy-Drinks. Kühlware darf nur hinein, wenn sie in einer Kühltasche mit Kühlelementen transportiert wurde, mit höchstens 20 Minuten Unterbrechung. Bei selbst Gekochtem müssen alle Zutaten und das Zubereitungsdatum auf dem Behälter stehen.

Gratis, gĂĽnstig oder Hilfe: die Wege im Vergleich

Neben foodsharing gibt es zwei weitere Wege, die oft in einen Topf geworfen werden, obwohl sie völlig unterschiedlich funktionieren. Die Übersicht zeigt, was ihr wo bezahlt und wer Zugang hat:

  • foodsharing und Fairteiler: Preis: kostenlos / Zugang: alle, ohne Nachweis / Planbarkeit: gering, Angebot wechselt täglich
  • ĂśberraschungstĂĽten per App: Preis: fester Betrag, deutlich unter dem Warenwert / Zugang: alle mit App / Planbarkeit: mittel, Inhalt unbekannt. Preise und Kritik stehen in unserem Ratgeber zu Too Good To Go.
  • Retterboxen im Versand: Preis: Rabatt auf Trockenware / Zugang: alle, Mindestbestellwert / Planbarkeit: hoch. Den Preischeck zeigt unser Ratgeber zu SIRPLUS.
  • Tafel: Preis: regelt jede Tafel selbst / Zugang: nur mit Nachweis geringen Einkommens / Planbarkeit: feste Ausgabezeiten

Bei der Tafel ist die Grenze klar. Laut FAQ der Tafel Deutschland weist ihr eure Bedürftigkeit in der Regel mit einem Bescheid nach, etwa vom Jobcenter, der Rentenversicherung, der Wohngeldstelle oder dem BAföG-Amt. Jede Tafel legt ihre Einkommensgrenze selbst fest, als Orientierung nennt der Dachverband 1.378 Euro im Monat für Alleinstehende. Wer darüber liegt, ist bei foodsharing richtig, nicht bei der Tafel. Alle drei Wege und das reduzierte Regal im Supermarkt ordnet unser Ratgeber Lebensmittel retten ein.

Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum ein Verfallsdatum? Was ihr gerettet essen könnt

Nein: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine Qualitätsgarantie des Herstellers, kein Verfallsdatum, und Ware mit abgelaufenem MHD darf laut Verbraucherzentrale weiter verkauft werden (Stand der Seite: Oktober 2025). Anders ist es beim Verbrauchsdatum, das mit „zu verbrauchen bis“ gekennzeichnet ist: Ist es überschritten, darf das Lebensmittel nicht mehr verkauft werden.

Die Verbraucherzentrale formuliert es so: „Das Verbrauchsdatum nennt den letzten Tag, an dem das Lebensmittel noch verkauft und verzehrt werden darf.“ Ein Verbrauchsdatum tragen besonders schnell verderbliche Produkte wie Hackfleisch, frischer Fisch, vorgeschnittene Salate und vorzerkleinertes Obst.

FĂĽr gerettete Lebensmittel heiĂźt das in der Praxis: Brot, Obst, GemĂĽse, Joghurt, Nudeln oder Konserven mit ĂĽberschrittenem MHD prĂĽft ihr mit Augen, Nase und Zunge. Riecht und schmeckt etwas normal und ist die Packung intakt, spricht nichts dagegen. Bei Fleisch, Fisch und allem mit Verbrauchsdatum gilt das nicht, und genau diese Produkte schlieĂźen die Hygieneregeln von foodsharing fĂĽr Fairteiler ohnehin aus.

foodsharing fordert übrigens eine Reform des MHD: Abschaffung bei lang haltbaren Produkten wie Reis, Nudeln und Wasser, eine klare optische Unterscheidung von MHD und Verbrauchsdatum und eine Festlegung nach wissenschaftlichen Kriterien. Wer gerettete Ware richtig lagert, verlängert ihre Haltbarkeit spürbar; welches Fach im Kühlschrank für was taugt, zeigt unser Ratgeber Kühlschrank richtig einräumen.

Vor- & Nachteile im Ăśberblick

Vorteile Nachteile
Lebensmittel kostenlos, ohne Anmeldung Nicht jeder Ort verteilt tatsächlich
Kein Nachweis über Einkommen nötig Sieben Bundesländer ohne Standort
42 Orte in Deutschland am selben Tag Keine Garantie auf Menge oder Auswahl
Guter Einstieg zum Foodsaver-Werden Verteilung erst am Ende der Aktion

Häufige Fragen zum Tag der Lebensmittelrettung

Wann ist der Tag der Lebensmittelrettung?

Der Tag der Lebensmittelrettung 2026 ist am Samstag, 26. September 2026. foodsharing legt ihn bewusst auf den Samstag direkt vor der Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“, die am 29. September beginnt. Die Uhrzeiten legt jede Ortsgruppe selbst fest; in unseren drei Beispielen Karlsruhe, Mainz und Freiburg liegen sie zwischen 10 und 17 Uhr.

Muss ich bedĂĽrftig sein, um am Aktionstag Lebensmittel zu bekommen?

Nein. Laut Pressemitteilung von foodsharing werden die geretteten Lebensmittel an alle Interessierten verteilt, eine BedĂĽrftigkeitsprĂĽfung findet nicht statt. Das gilt auch fĂĽr die Fairteiler das ganze Jahr ĂĽber. Anders ist es nur bei der Tafel, die einen Nachweis ĂĽber geringes Einkommen verlangt.

Welche Organisationen stecken hinter den offiziellen Gedenktagen?

Hinter dem Welttag am 29. September stehen die Vereinten Nationen, federführend sind die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO und das Umweltprogramm UNEP. Die Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“ organisiert das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Der Tag der Lebensmittelrettung ist dagegen eine Aktion des ehrenamtlichen foodsharing e.V.

Gibt es regionale Unterschiede bei den Aktionstagen fĂĽr Lebensmittelrettung?

Ja, und zwar deutliche. Von den 42 deutschen Standorten liegen zwölf in Bayern und je sieben in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. In Hamburg, Bremen und den ostdeutschen Flächenländern gibt es am 26. September keine Aktion. Auch das Programm unterscheidet sich: Manche Gruppen verteilen, andere bieten nur Infostände an.

Welche rechtlichen Hürden gibt es für Supermärkte beim Spenden?

Laut einem Rechtsgutachten des Bundeslandwirtschaftsministeriums von Juni 2024 sind es vor allem Haftungsfragen, Dokumentationspflichten und die Regeln zum Mindesthaltbarkeitsdatum. Eine gesetzliche Spendenpflicht wie in Frankreich gibt es nicht. foodsharing fordert deshalb einen Wegwerfstopp für Supermärkte und steuerliche Vorteile für Betriebe, die spenden.

Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum ein Verfallsdatum?

Nein. Das MHD garantiert nur, dass ein ungeöffnetes Produkt bei richtiger Lagerung bis zu diesem Datum Geschmack, Geruch und Nährwert behält. Danach ist es oft noch einwandfrei und darf auch verkauft werden. Ein echtes Ablaufdatum ist nur das Verbrauchsdatum mit dem Hinweis „zu verbrauchen bis“.

Was soll ich zum Tag der Lebensmittelrettung mitbringen?

foodsharing empfiehlt eigene Taschen, Rucksäcke oder Behälter. Sinnvoll ist außerdem eine Kühltasche für Milchprodukte. Kommt nicht erst zum Schluss, denn verteilt wird nur, solange der Vorrat reicht, und in Karlsruhe beginnt die Fairteilung zum Beispiel schon um 13 Uhr.

Fazit: Ein Samstag zum Mitnehmen, ein Jahr zum Weitermachen

Der Tag der Lebensmittelrettung am 26. September 2026 ist ein echter Termin mit echtem Nutzen: An vielen der 42 deutschen Orte gibt es gerettetes Obst, Gemüse und Brot kostenlos und ohne Nachweis. Prüft vorher die Ankündigung eurer Ortsgruppe, bringt Taschen mit und kommt nicht zu spät. Der größere Hebel liegt danach im eigenen Haushalt, denn dort entstehen 58 Prozent aller Lebensmittelabfälle; wie Planung beim Einkauf mehr spart als jede Angebotsjagd, zeigt unser Ratgeber Sparen im Alltag, und wo der Wocheneinkauf am günstigsten ist, steht im Discounter-Preisvergleich.

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Ăśber den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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