Spülmaschine reinigen: Sieb, Sprüharme & Hausmittel

Eine Spülmaschine reinigt ihr in drei Schritten: Sieb im Boden herausnehmen und ausspülen, Sprüharme auf verstopfte Düsen prüfen und anschließend einen Leerlauf im heißesten Programm starten. Das Sieb ist dabei der wichtigste Punkt — es ist die häufigste Ursache für schlechte Spülergebnisse und Geruch. Ebenso oft übersehen: Wasserenthärter und Salz müssen auf die örtliche Wasserhärte eingestellt sein, sonst hilft auch die beste Reinigung nichts. Dieser Ratgeber führt euch durch alle Schritte – Stand: August 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Sieb im Boden ist die Hauptursache für Geruch und Beläge — alle ein bis zwei Wochen ausspülen.
  • Sprüharme abnehmen und verstopfte Düsen freimachen, sonst wird nicht überall gespült.
  • Enthärtungsanlage auf die örtliche Wasserhärte einstellen — sonst verkalkt alles.
  • Kein Essig: Die Säure greift Gummidichtungen und Schläuche an.

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Warum muss die Spülmaschine gereinigt werden?

Geöffnete Spülmaschine mit Blick auf Sieb und Sprüharm

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Weil sich Speisereste, Fett und Kalk an drei Stellen sammeln: im Bodensieb, in den Düsen der Sprüharme und an der Türdichtung. Die Nachfrage ist entsprechend hoch — allein auf „spülmaschine reinigen“ entfallen laut DataForSEO 18.100 monatliche Suchen bei einer Keyword-Difficulty von 0 (Stand: August 2026). Anders gesagt: Das Problem betrifft praktisch jeden Haushalt, und niemand hat es bislang gut erklärt.

Die Folgen einer ungepflegten Maschine sind gut erkennbar:

  • Weiß-graue Beläge auf Gläsern: Kalk, meist wegen falsch eingestellter Enthärtung.
  • Sandiger Film auf dem Geschirr: Rückgespülte Speisereste aus dem verstopften Sieb.
  • Muffiger Geruch beim Öffnen: Fettfilm und Essensreste in Sieb und Dichtung.
  • Geschirr im Oberkorb bleibt schmutzig: Verstopfte Düsen im oberen Sprüharm.
  • Restwasser im Boden: Sieb oder Ablaufpumpe blockiert.

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Wie reinigt ihr das Sieb?

Sieb der Spülmaschine wird herausgenommen und unter Wasser ausgespült

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Das Sieb sitzt in der Bodenmulde, lässt sich meist per Vierteldrehung entriegeln und sollte alle ein bis zwei Wochen ausgespült werden. Es ist die mit Abstand häufigste Ursache für schlechte Spülergebnisse — und der Grund, warum viele Haushalte zu Reinigungsmitteln greifen, obwohl schlicht das Sieb voll ist. Für „spülmaschine sieb reinigen“ allein weist DataForSEO 480 monatliche Suchen aus (Stand: August 2026).

So geht ihr vor:

  • Unterkorb herausziehen, damit ihr an die Bodenmulde kommt.
  • Siebeinheit entriegeln — meist eine Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn.
  • In die Einzelteile zerlegen: Grobsieb, Feinsieb und Metallflächensieb lassen sich trennen.
  • Unter fließendem warmem Wasser abbürsten, bei Fettfilm mit etwas Spülmittel und einer alten Zahnbürste.
  • Bodenmulde auswischen, bevor ihr das Sieb wieder einsetzt — dort liegen oft Glassplitter.
  • Korrekt verriegeln. Ein lose eingesetztes Sieb lässt Speisereste in die Pumpe und ist der klassische Reparaturfall.

Tragt beim Ausräumen der Bodenmulde ruhig Handschuhe. Scherben und Zahnstocher-Splitter sind dort die Regel, nicht die Ausnahme.

Wie bekommt ihr die Sprüharme frei?

Sprüharme lassen sich in aller Regel werkzeuglos abnehmen — beim Oberkorb durch Abschrauben der Rändelmutter, unten durch schlichtes Abziehen nach oben. Verstopfte Düsen sind die zweithäufigste Ursache für schlechte Ergebnisse, weil das Wasser dann nicht mehr flächig verteilt wird.

  • Sprüharm abnehmen und gegen das Licht halten, um verstopfte Düsen zu erkennen.
  • Düsen mit einem Zahnstocher freimachen — kein Draht, der weitet die Öffnungen.
  • Arm innen durchspülen, bis das Wasser an allen Düsen gleichmäßig austritt.
  • Auf Leichtgängigkeit prüfen: Nach dem Einsetzen muss sich der Arm frei drehen lassen.
  • Beladung kontrollieren: Hohe Teile im Unterkorb blockieren den oberen Sprüharm — ein Fehler, der wie ein Defekt aussieht.

Wenn das Geschirr nur im Oberkorb schmutzig bleibt, ist fast immer der obere Sprüharm die Ursache — entweder verstopft oder durch ein zu hohes Teil blockiert.

Wie stellt ihr Salz und Klarspüler richtig ein?

Regeneriersalz wird in den Vorratsbehälter der Spülmaschine gefüllt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Nach der örtlichen Wasserhärte — und die kennen die wenigsten. Sie steht auf der Website eures Wasserversorgers; die Verbraucherzentrale erklärt in ihrem Ratgeber zur Wasserhärte, wie ihr sie bestimmt. Ohne korrekte Einstellung verkalkt die Maschine, und keine Reinigung der Welt gleicht das aus.

Die drei Komponenten und ihre Aufgaben:

  • Regeneriersalz: Versorgt die eingebaute Enthärtungsanlage. Auch bei „Alles-in-1″-Tabs bei hartem Wasser weiter nötig.
  • Klarspüler: Sorgt dafür, dass Wasser abläuft statt zu trocknen — verhindert Flecken auf Gläsern.
  • Reiniger: Tab oder Pulver. Pulver lässt sich an den Verschmutzungsgrad anpassen, Tabs sind fest dosiert.
  • Härtegrad im Gerätemenü einstellen: Der entscheidende Schritt, den fast alle überspringen.
  • Salzbehälter nie mit Speisesalz füllen — es verklumpt und beschädigt die Anlage.

Ein häufiger Irrtum: Multitabs machen Salz und Klarspüler nicht generell überflüssig. Bei weichem Wasser stimmt das oft, bei hartem Wasser nicht — dort bleiben graue Schleier auf den Gläsern, bis Salz nachgefüllt und der Härtegrad korrekt eingestellt ist.

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Welche Hausmittel taugen etwas?

Zitronensäure und Natron als Hausmittel neben einem Spülmaschinenreiniger

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Zitronensäure zum Entkalken, Natron gegen Gerüche — und Essig gehört nicht in die Maschine. Die Säure im Essig löst zwar Kalk, greift aber Gummidichtungen und Schläuche an, die dadurch porös werden. Das gilt für Spülmaschine und Waschmaschine gleichermaßen; im Ratgeber zum Waschmaschine reinigen haben wir denselben Punkt ausführlicher belegt.

  • Zitronensäure: Zum Entkalken bei sichtbaren Ablagerungen. In den leeren Innenraum geben und ein heißes Programm ohne Geschirr laufen lassen.
  • Natron: Gegen Geruch, eingestreut in die Bodenmulde vor dem Leerlauf.
  • Spülmaschinenreiniger: Funktioniert, ist aber selten nötig, wenn Sieb und Sprüharme sauber sind.
  • Essig und Essigessenz: ⛔ Nicht verwenden — Materialschaden an Dichtungen und Schläuchen.
  • Leerlauf im heißesten Programm: Die eigentliche Grundmaßnahme, monatlich.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst Sieb und Sprüharme mechanisch säubern, dann den Leerlauf starten. Umgekehrt spült ihr den Schmutz nur im Kreis.

Was tun gegen den Geruch?

Geruch entsteht fast immer an einer von drei Stellen: im Sieb, in der Türdichtung oder im Ablaufschlauch. Da das Sieb mit Abstand am häufigsten die Ursache ist, lohnt es sich, in dieser Reihenfolge vorzugehen — statt zuerst zum Duft-Spüler zu greifen, der das Problem nur überdeckt.

Die Ursachen in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit:

  • Volles Sieb: Speisereste zersetzen sich in der stehenden Restfeuchte. Ausspülen löst das meist sofort.
  • Türdichtung und unterer Türfalz: Dort sammelt sich ein Fettfilm, den kein Programm erreicht — mit einem Tuch auswischen.
  • Maschine bleibt geschlossen: Nach dem Programm die Tür einen Spalt offen lassen, damit die Restfeuchte abzieht.
  • Zu selten benutzt: Wer nur alle paar Tage spült, sollte zwischendurch kurz durchlüften.
  • Ablaufschlauch oder Siphon: Wenn nach Sieb-Reinigung und Leerlauf weiter Geruch auftritt, sitzt er dort — dann hilft nur der Siphon unter der Spüle.

Ein Hinweis zu Duft-Spülern und Deos für die Maschine: Sie übertünchen den Geruch, beseitigen ihn aber nicht. Wenn nach einer gründlichen Sieb-Reinigung und einem Heißlauf noch etwas riecht, liegt ein mechanisches Problem vor — kein Duftproblem.

Wie beladet und betreibt ihr sie richtig?

Voll beladen, vorspülen nur im Ausnahmefall, und das Eco-Programm ist trotz längerer Laufzeit das sparsamste. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass sich beim maschinellen Spülen mit minimalem Einsatz das beste Ergebnis erzielen lässt — die Maschine ist dem Handspülen bei Wasser- und Energieverbrauch deutlich überlegen.

  • Nicht vorspülen: Grobes abklopfen genügt. Moderne Programme brauchen Schmutz, um die Sensorik richtig zu steuern.
  • Voll beladen starten, aber nichts stapeln — Wasser muss überall hinkommen.
  • Hohe Teile in den Unterkorb und darauf achten, dass sie den oberen Sprüharm nicht blockieren.
  • Eco-Programm nutzen: Es spült länger, aber kälter und damit sparsamer.
  • Tür nach dem Programm kurz öffnen, damit Restfeuchte abzieht und kein Geruch entsteht.

Wer über einen Neukauf nachdenkt, findet in der Verbraucherzentrale-Übersicht zum Spülmaschinen-Kauf die relevanten Kriterien zum Stromverbrauch.

So prüfen wir Deals

  • Vergleichspreis statt UVP: Wir prüfen jeden Preis gegen idealo und Geizhals — Referenz ist der reale Marktpreis, nicht die UVP.
  • Primärquellen: Die Empfehlungen stammen von Umweltbundesamt und Verbraucherzentrale, nicht von Herstellern von Reinigungsmitteln.
  • Unabhängig: Wir verkaufen keine Reiniger — unsere Einschätzung ist redaktionell.

Das zweite Gerät in der Küche, das regelmäßig übersehen wird, steht direkt daneben: Beim Kühlschrank entscheidet vor allem das Ablaufloch an der Rückwand darüber, ob es müffelt — die komplette Anleitung steht im Ratgeber Kühlschrank reinigen.

Vor- & Nachteile im Überblick

Sieb und Sprüharme regelmäßig Nur Reiniger einwerfen
Beseitigt die tatsächliche Ursache Spült den Schmutz nur im Kreis
Kostet nichts außer zehn Minuten Laufende Kosten für Spezialmittel
Verhindert Blockaden der Ablaufpumpe Verstopfte Düsen bleiben verstopft
Beugt Geruch dauerhaft vor Geruch kommt nach wenigen Tagen zurück

Häufige Fragen zur Spülmaschinen-Reinigung

Wie oft muss man die Spülmaschine reinigen?

Das Sieb alle ein bis zwei Wochen ausspülen, Sprüharme etwa monatlich prüfen und einen Leerlauf im heißesten Programm ebenfalls monatlich starten. Die Türdichtung wischt ihr am besten bei jeder Sieb-Reinigung mit ab — dort sammelt sich Fett, das später riecht.

Wo sitzt das Sieb in der Spülmaschine?

In der Bodenmulde unter dem Unterkorb. Zieht den Unterkorb heraus, entriegelt die Siebeinheit mit einer Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn und zerlegt sie in Grobsieb, Feinsieb und Metallflächensieb. Alle Teile unter warmem Wasser abbürsten und die Mulde auswischen.

Darf ich Essig in die Spülmaschine geben?

Nein. Die Säure löst zwar Kalk, greift aber Gummidichtungen und Schläuche an, die dadurch porös werden und im schlimmsten Fall undicht. Nehmt für Kalkablagerungen Zitronensäure und lasst damit ein heißes Programm ohne Geschirr laufen.

Warum wird mein Geschirr nicht sauber?

In den meisten Fällen wegen eines vollen Siebs oder verstopfter Sprüharmdüsen. Bleibt nur das Geschirr im Oberkorb schmutzig, ist fast immer der obere Sprüharm blockiert — entweder durch Kalk in den Düsen oder durch ein zu hohes Teil im Unterkorb. Ein grauer Film deutet dagegen auf falsch eingestellte Wasserhärte hin.

Brauche ich Salz, wenn ich Multitabs benutze?

Bei hartem Wasser ja. Multitabs decken die Enthärtung nur bis zu einer bestimmten Wasserhärte ab. Prüft die Härte bei eurem Wasserversorger und stellt den Härtegrad im Gerätemenü ein — ohne das bleiben graue Schleier auf den Gläsern, egal welches Mittel ihr nehmt.

Muss ich Geschirr vorspülen?

Nein, grobes Abklopfen genügt. Moderne Maschinen messen den Verschmutzungsgrad und steuern das Programm danach — bei vorgespültem Geschirr laufen sie unnötig schwach. Vorspülen kostet zusätzlich Wasser und bringt kein besseres Ergebnis.

Ist das Eco-Programm wirklich sparsamer?

Ja, trotz längerer Laufzeit. Es spült mit niedrigerer Temperatur und gleicht das über die Dauer aus. Da der Großteil der Energie fürs Aufheizen des Wassers draufgeht, ist die längere, kühlere Variante die sparsamere — genau wie beim Waschen.

Warum riecht meine Spülmaschine?

Meist wegen eines vollen Siebs oder eines Fettfilms in der Türdichtung. Spült zuerst das Sieb aus, wischt Dichtung und unteren Türfalz mit einem Tuch aus und startet dann einen Leerlauf im heißesten Programm. Lasst die Tür danach einen Spalt offen. Riecht es weiterhin, sitzt die Ursache im Ablaufschlauch oder im Siphon unter der Spüle.

Warum sind meine Gläser blind?

Entweder Kalk oder Glaskorrosion. Kalkbeläge lassen sich mit Zitronensäure lösen und verschwinden dauerhaft, sobald Wasserhärte und Salz korrekt eingestellt sind. Bleiben die Gläser auch danach matt, ist das Glaskorrosion — sie ist irreversibel und entsteht durch zu heiße Programme bei empfindlichen Gläsern.

Was tun, wenn Wasser im Boden stehen bleibt?

Zuerst das Sieb prüfen und die Bodenmulde von Speiseresten befreien. Bleibt das Wasser stehen, ist meist die Ablaufpumpe blockiert — häufig durch Glassplitter oder Obstkerne, die am Sieb vorbeigekommen sind. Ein lose eingesetztes Sieb ist die typische Vorgeschichte.

Fazit: Sieb zuerst, Reiniger zuletzt

Die meisten Spülmaschinen-Probleme lösen sich mechanisch, nicht chemisch. Drei Regeln reichen:

  • Sieb alle ein bis zwei Wochen ausspülen — das ist die eigentliche Maßnahme.
  • Wasserhärte einstellen und Salz nachfüllen, auch bei Multitabs.
  • Kein Essig — er kostet euch die Dichtungen.

Dieselbe Logik gilt für die Waschmaschine: Auch dort ist der monatliche Heißlauf wirksamer als jedes Spezialmittel — nachzulesen im Ratgeber Waschmaschine reinigen. Wie viel Strom eure Großgeräte ziehen, steht im Ratgeber zum Stromverbrauch im Haushalt. Aktuelle Angebote sammeln wir laufend auf MonsterDealz.de.

Florian Silbereis — MonsterDealz

Geschrieben von

Florian Silbereis

Gründer von MonsterDealz.de, gelernter Fachinformatiker. Spürt seit über 17 Jahren täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — Spezialgebiete: Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals und Preisfehler.

Zuletzt geprüft: August 2026

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