Revolut Kosten 2026: Konto, Karte und Gebühren im Spar-Check

Revolut ist eine App-Bank mit EU-Banklizenz, deren Grundkonto nichts kostet — teuer wird es erst bei den Details: bei Bargeldabhebungen über dem Freibetrag, beim Währungstausch am Wochenende und bei bezahlten Plänen, die bis zu 65 Euro pro Monat kosten. Seit dem 9. Juli 2026 gelten neue Abo-Preise, und deutsche Kundinnen und Kunden werden inzwischen über eine Berliner Zweigniederlassung mit deutscher IBAN geführt. Dieser Ratgeber rechnet für euch durch, welcher Plan sich wann lohnt, wo die Gebührenfallen sitzen und was ihr vor einem Kontowechsel wissen solltet — Stand: August 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Revolut Standard kostet 0 Euro im Monat, Plus 2,99 Euro, Premium 8,99 Euro, Metal 15,99 Euro und Ultra 65 Euro.
  • Bargeld ist nur bis zum Plan-Freibetrag gratis — danach 2 Prozent, mindestens 1 Euro pro Abhebung.
  • Wer am Wochenende Währungen tauscht, zahlt 1 Prozent Aufschlag; Standard-Kunden zusätzlich 0,5 Prozent über 1.000 Euro im Monat.
  • Das Guthaben ist über die litauische Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt, nicht über den deutschen Fonds.

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Was ist Revolut — und welche Bank steckt dahinter?

Revolut ist eine europäische App-Bank, die Girokonto, Debitkarte, Währungstausch, Sparprodukte und Wertpapierhandel in einer einzigen Smartphone-App bündelt. Der Zeitpunkt für so ein Angebot ist günstig: Laut der Bundesbank-Studie Zahlungsverhalten in Deutschland 2025 liefen 2025 erstmals 55 Prozent aller Zahlungen bargeldlos ab, die Debitkarte kam allein auf 26 Prozent aller Transaktionen. Ein Konto, das ohne Filiale auskommt, trifft damit auf ein Publikum, das ohnehin kaum noch Bargeld anfasst.

Wichtig ist die Frage, wer hier eigentlich euer Vertragspartner ist. Hinter den Konten steht die Revolut Bank UAB mit Sitz in Vilnius, zugelassen von der Europäischen Zentralbank und beaufsichtigt von der litauischen Zentralbank. Für Deutschland hat dieses Institut eine eigene Einheit gegründet: die Revolut Bank UAB, Zweigniederlassung Deutschland, eingetragen unter HRB 249024 B mit Adresse Unter den Linden 40 in Berlin. Soweit Revolut Dienstleistungen über diese Zweigniederlassung erbringt, schaut auch die BaFin mit drauf.

Praktisch heißt das: Wohnt ihr in Deutschland und beginnt eure IBAN mit DE, seid ihr Kunde der deutschen Zweigniederlassung — und für euch gilt die deutsche Fassung der Gebührenbedingungen. Läuft euer Konto noch auf einer litauischen IBAN, greifen weiterhin die Konditionen der Revolut Bank UAB. Das ist kein Formalkram, sondern entscheidet darüber, welches Preisverzeichnis für euch verbindlich ist.

Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die amtlichen Gebührenverzeichnisse aller fünf Revolut-Pläne Zeile für Zeile ausgewertet, statt sich auf Werbeseiten zu verlassen. Genau dort stehen die Beträge, die euch am Monatsende wirklich abgebucht werden.

Was kostet Revolut? Alle Kontomodelle im Preis-Check

Revolut Kosten 2026: vier Bankkarten der verschiedenen Kontomodelle nebeneinander

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Revolut kostet in der Standard-Variante 0 Euro Grundgebühr; die vier bezahlten Pläne liegen zwischen 2,99 und 65 Euro pro Monat. Seit dem 9. Juli 2026 gelten dabei erhöhte Preise: Premium stieg von 7,99 auf 8,99 Euro, Metal von 13,99 auf 15,99 Euro und Ultra von 60 auf 65 Euro monatlich, wie das Verbraucherportal Biallo und die Gebührenseiten von Revolut übereinstimmend ausweisen. Standard und Plus blieben unverändert.

Plan Pro Monat Pro Jahr
Standard 0,00 € 0,00 €
Plus 2,99 € 29,99 €
Premium 8,99 € 89,00 €
Metal 15,99 € 155,00 €
Ultra 65,00 € 650,00 €

Stand: 22.08.2026, Quelle: Gebührenverzeichnisse der Revolut Bank UAB, Zweigniederlassung Deutschland. Wer sich vor dem 7. Mai 2026 angemeldet hat, zahlte die alten Sätze bis zum 9. Juli 2026 — bei Premium 7,99 Euro, bei Metal 13,99 Euro, bei Ultra 60 Euro pro Monat. Die Jahreszahlung ist bei allen Plänen günstiger als zwölf Monatsraten, bindet euch aber für zwölf Monate.

Rechnet die Jahresvariante immer gegen: Bei Premium spart sie rund 19 Euro gegenüber zwölf Einzelmonaten, bei Ultra 130 Euro. Der Haken ist derselbe wie bei jedem Jahresabo — ihr legt euch fest, bevor ihr wisst, ob ihr die Zusatzleistungen nutzt.

Und noch ein Punkt, den Preistabellen verschweigen: Die Grundgebühr ist nur der Einstieg. Karten, Versand, Bargeld und Währungstausch kosten extra. Genau dort entscheidet sich, ob Revolut für euch günstig ist.

Was kostet die Revolut Karte — und ist das eine Kreditkarte?

Die Revolut Karte ist keine echte Kreditkarte, sondern eine Debitkarte: Sie bucht sofort vom Guthaben ab und räumt euch keinen Kreditrahmen ein. Die erste physische Karte ist in allen Plänen kostenlos, im Standard-Tarif kostet jede weitere Karte 6 Euro, in den bezahlten Plänen ab der dritten Karte 10 Euro. Virtuelle Karten sind unbegrenzt gratis — praktisch für Abos und Testbestellungen, die ihr einzeln sperren wollt.

Der Posten, den fast alle übersehen, ist der Versand. Revolut berechnet 7,99 Euro für den Standardversand ohne Sendungsverfolgung, 19,99 Euro für Express und 29,99 Euro für den blitzschnellen Versand. Im Standard-Tarif zahlt ihr diesen Betrag auch für die „kostenlose“ erste Karte. Bei Plus, Premium, Metal und Ultra erlässt Revolut den Standardversand, wenn ihr das Abo nicht innerhalb von 14 Tagen widerruft.

Die Metal-Karte aus Metall kostet 40 Euro, die Ultra-Karte 50 Euro — beide Beträge erlässt Revolut, wenn ihr im jeweiligen Plan bleibt. Wer ein Abo also nur kurz testet und dann kündigt, zahlt die Kartenkosten nachträglich.

Für den Alltag heißt das: Bei Mietwagen- und Hotelkautionen ist eine Debitkarte manchmal ein Problem, weil dort Vorautorisierungen über echte Kreditkarten üblich sind. Wie eine klassische Karte mit Bonusprogramm funktioniert, zeigt unser Vergleich der Cashback-Kreditkarten.

Revolut Geld abheben: Wie viel ist wirklich kostenlos?

Revolut Geld abheben am Geldautomaten mit Debitkarte

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Kostenlos abheben könnt ihr mit Revolut nur bis zum Freibetrag eures Plans — im Standard-Tarif sind das 200 Euro pro rollierendem Monat, danach kostet jede Abhebung 2 Prozent, mindestens aber 1 Euro. Im Ultra-Plan liegt derselbe Freibetrag bei 2.000 Euro. Der Prozentsatz und der Mindestbetrag sind in allen fünf Plänen identisch; unterschiedlich ist nur, ab wann sie greifen.

Plan Frei pro Monat Gebühr danach
Standard 200 € 2 %, min. 1 €
Plus 200 € 2 %, min. 1 €
Premium 400 € 2 %, min. 1 €
Metal 800 € 2 %, min. 1 €
Ultra 2.000 € 2 %, min. 1 €

Stand: 22.08.2026, Quelle: Gebührenverzeichnisse der Revolut Bank UAB, Zweigniederlassung Deutschland. Im Standard-Tarif gilt zusätzlich eine Stückzahl-Grenze: gebührenfrei sind fünf Abhebungen oder 200 Euro — je nachdem, was zuerst eintritt. „Rollierender Monat“ heißt: Der Zeitraum beginnt mit eurer ersten Abhebung, nicht am Monatsersten. Betreiberentgelte fremder Automaten kommen obendrauf.

Der Mindestbetrag von 1 Euro ist die eigentliche Falle. Wer nach dem Freibetrag fünfmal 20 Euro zieht, zahlt fünfmal 1 Euro — also 5 Prozent statt 2 Prozent. Bei einmal 100 Euro sind es 2 Euro. Die Regel lautet: selten und in großen Beträgen abheben.

Zweiter Punkt für Reisen: Fragt der Automat, ob ihr in Euro oder Landeswährung abrechnen wollt, wählt immer die Landeswährung. Sonst rechnet der Automatenbetreiber um — zu seinem Kurs.

Wechselkurs am Wochenende: der teuerste Moment der Woche

Revolut Gebühren beim Währungstausch am Wochenende auf Reisen

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Tauscht ihr am Wochenende Währungen, berechnet Revolut 1 Prozent Wechselgebühr — an Werktagen innerhalb des Plan-Limits sind es 0 Prozent. Als Wochenende gilt laut Gebührenverzeichnis der Zeitraum zwischen Freitag 17 Uhr und Sonntag 18 Uhr New Yorker Zeit; in Deutschland entspricht das grob Freitagabend bis Montag früh. Der Grund ist banal: Der weltweite Devisenmarkt ruht in dieser Zeit, Revolut trägt das Kursrisiko und lässt es sich bezahlen.

Dazu kommt ein zweites Limit, das nur Standard- und Plus-Kunden betrifft. Standard erlaubt 1.000 Euro Währungstausch pro Monat ohne Aufschlag, Plus 3.000 Euro. Wer darüber liegt, zahlt auf den übersteigenden Betrag 0,5 Prozent „faire Nutzungsgebühr“. Premium, Metal und Ultra haben kein Wechsellimit.

Beide Gebühren addieren sich. Wer als Standard-Kunde am Samstag 1.500 Euro in Fremdwährung tauscht, zahlt 1 Prozent Wochenendaufschlag auf die gesamte Summe und zusätzlich 0,5 Prozent auf die 500 Euro über dem Limit. Aus einem beworbenen Nulltarif werden so schnell rund 17,50 Euro.

Die Konsequenz für Reisende ist einfach: Tauscht das Urlaubsbudget unter der Woche vor, statt am Sonntagmorgen am Flughafen. Kartenzahlungen in Fremdwährung folgen derselben Logik — auch sie lösen einen Währungstausch aus. Wer regelmäßig größere Beträge bewegt, findet in unserem Ratgeber Geld ins Ausland überweisen die Alternativen im Vergleich.

Lohnt sich ein bezahlter Revolut-Plan gegenüber Standard?

Ein bezahlter Plan rechnet sich nur, wenn ihr die Freibeträge tatsächlich ausschöpft — Premium kostet 107,88 Euro pro Jahr bei monatlicher Zahlung und muss diesen Betrag erst wieder einspielen. Der reine Bargeld-Vorteil von Premium gegenüber Standard beträgt 200 Euro zusätzlichen Freibetrag pro Monat, was bei 2 Prozent Gebühr genau 4 Euro monatliche Ersparnis bedeutet — also 48 Euro im Jahr. Allein über Bargeld holt ihr Premium damit nicht heraus.

Rechnet deshalb ehrlich durch, welche Bausteine ihr wirklich nutzt. Drei Fragen genügen:

  • Bargeld: Hebt ihr regelmäßig mehr als 200 Euro im Monat ab? Erst dann zahlt der höhere Freibetrag auf euer Konto ein.
  • Fremdwährung: Tauscht ihr mehr als 1.000 Euro im Monat oder häufig am Wochenende? Ab Premium entfällt das Wechsellimit, der Wochenendaufschlag bleibt aber bestehen.
  • Versicherungen: Braucht ihr die enthaltenen Reise- und Geräteversicherungen — oder habt ihr sie über eine andere Karte oder eure Hausratversicherung ohnehin schon?

Der Ultra-Plan ist ein Sonderfall. 65 Euro im Monat sind 780 Euro im Jahr; das ist mehr, als die meisten Haushalte insgesamt an Kontoführungsgebühren zahlen. Er richtet sich an Vielreisende, die Lounge-Zugang, hohe Bargeldfreibeträge und Partner-Abos bündeln wollen. Wer diese Leistungen nicht Monat für Monat abruft, zahlt drauf.

Unser Tipp aus der Praxis: Startet im Standard-Tarif und beobachtet drei Monate lang eure tatsächlichen Gebühren in der App. Erst danach lässt sich seriös entscheiden, ob ein Upgrade Geld spart oder nur ein gutes Gefühl kauft.

Unser Tipp: Konto- und Tagesgeld-Aktionen im Blick

  • Prämien, Startguthaben und Zinsaktionen an einem Ort
  • In unserer Übersicht sammeln wir laufende Angebote rund um Girokonto, Tagesgeld und Kontoprämien — mit Bedingungen im Klartext, damit ihr Aktionspreis und Dauerkosten auseinanderhalten könnt.
  • Zu den Konto-Angeboten →

Wie sicher ist euer Geld bei Revolut? Einlagensicherung und Aufsicht

Revolut Einlagensicherung und Aufsicht: Unterlagen und Tresor auf dem Schreibtisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Euer Guthaben bei Revolut ist bis 100.000 Euro pro Person gesetzlich geschützt — allerdings über die litauische Einlagensicherung, nicht über einen deutschen Fonds. Die BaFin formuliert die Höhe unmissverständlich: „Der gesetzliche Entschädigungsanspruch für Einlagen beträgt maximal 100.000 Euro pro Kundin bzw. Kunde und Bank.“ Sie hält außerdem fest, dass im Europäischen Wirtschaftsraum alle Staaten Bankeinlagen bis 100.000 Euro absichern müssen und die Entschädigung innerhalb von sieben Arbeitstagen ausgezahlt wird (Stand: August 2026).

Warum greift dann Litauen und nicht Deutschland? Weil im EWR das Herkunftslandprinzip gilt: Zuständig ist das Sicherungssystem des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat. Die Revolut Bank UAB sitzt in Vilnius, die Berliner Einheit ist rechtlich nur eine Zweigniederlassung. Die Höhe ist EU-weit harmonisiert, der Zahlungsweg und die Abwicklungspraxis liegen aber beim litauischen System. Die Verbraucherzentrale rät deshalb generell, bei jeder Bank zu prüfen, welches System einspringt und welche Produkte es überhaupt abdeckt.

Praktisch heißt das nicht „unsicher“, sondern „anders zuständig“. Wer mehr als 100.000 Euro parken will, sollte splitten — das gilt bei jeder Bank. Wie die Systeme im Detail funktionieren, erklären wir ausführlich im Ratgeber Einlagensicherung 2026.

Ein häufiger Kritikpunkt betrifft nicht die Sicherung, sondern den Support: Revolut arbeitet primär über den In-App-Chat, eine deutsche Filiale zum Vorsprechen gibt es nicht. Bei Kontosperrungen nach Verdachtsfällen berichten Nutzer regelmäßig von langen Wartezeiten. Wer sein Gehaltskonto dorthin verlegt, sollte deshalb ein zweites Konto behalten.

Sparkonto, Trading und Krypto bei Revolut: was ihr wissen müsst

Revolut bietet neben dem Konto auch verzinste Sparprodukte, Wertpapierhandel und Kryptowerte an — für Kryptowerte greift dabei weder die Einlagensicherung bis 100.000 Euro noch ein Anlegerentschädigungsfonds. Das steht so in Revoluts eigenem Risikohinweis: Der Investor Compensation Fund erkennt diese Anlageklasse nicht als schützenswert an. Wer dort investiert, trägt das Totalverlustrisiko allein.

Sortiert die drei Bereiche sauber auseinander, denn dahinter stehen verschiedene Gesellschaften und verschiedene Schutzniveaus:

  • Guthaben auf Konto und Sparprodukt: Revolut Bank UAB · geschützt über die litauische Einlagensicherung bis 100.000 Euro · Zinssätze variabel und plan-abhängig.
  • Wertpapiere und ETFs: Revolut Securities Europe UAB · reguliert von der litauischen Zentralbank · Wertpapiere sind Sondervermögen, unterliegen aber Kursrisiken.
  • Kryptowerte: kein Einlagenschutz, keine Anlegerentschädigung · Verwahrung durch Revolut, ihr haltet die privaten Schlüssel nicht selbst · Transfers auf externe Wallets sind nicht in jeder Region möglich.

Wir sprechen hier ausdrücklich keine Anlageempfehlung aus. MonsterDealz ist eine Deal- und Spar-Redaktion, keine Anlageberatung — was für euch passt, hängt von Einkommen, Rücklagen und Risikotragfähigkeit ab und gehört im Zweifel mit einer unabhängigen Beratung besprochen.

Ein steuerlicher Punkt gehört trotzdem in jeden Kostenvergleich: Weil die Banklizenz nicht in Deutschland liegt, führt Revolut keine Kapitalertragsteuer automatisch ab. Zinsen und Gewinne müsst ihr selbst in der Anlage KAP angeben. Gemeldet werden eure Kontodaten trotzdem — über den Common Reporting Standard tauschen die Finanzverwaltungen der EU-Staaten diese Informationen automatisch aus.

Taugt Revolut als Hauptkonto? Diese Lücken solltet ihr kennen

Als Zweitkonto für Reisen und Onlinekäufe ist Revolut stark, als alleiniges Hauptkonto hat es Lücken — und die kosten im Ernstfall Zeit, nicht nur Geld. Stiftung Warentest hat für ihren Girokonto-Vergleich 758 Gehalts- und Rentenkonten von 190 Banken geprüft und kam auf gerade einmal zwölf Konten, die bedingungslos kostenlos sind. Revolut Standard gehört zu den Angeboten ohne Grundgebühr — kostenlos ist aber eben nur die Kontoführung, nicht die Nutzung.

Diese Punkte solltet ihr vor einem Umzug prüfen:

  • Bargeld einzahlen: geht ohne Filiale nicht am Schalter · Einzahlungen laufen über Überweisung oder Kartenaufladung.
  • Girocard: nicht im Angebot · in Deutschland akzeptieren manche Ärzte, Vereine und kleine Läden weiterhin nur Girocard oder Bargeld.
  • P-Konto: Revolut führt Pfändungsschutzkonten auf Antrag · beantragt wird per Formular über den In-App-Chat, nicht per Klick in der App.
  • Support: überwiegend Chat · kein Filialnetz, keine feste Ansprechperson vor Ort.
  • Kapitalertragsteuer: wird nicht automatisch abgeführt · ihr müsst Zinsen und Gewinne selbst erklären.

Unsere Redaktion sieht Revolut deshalb am ehesten als spezialisiertes Zweitkonto: für Fremdwährung, Reisen, Abo-Zahlungen mit virtuellen Karten und für alles, was ihr vom Hauptkonto fernhalten wollt. Gehalt, Miete und Lastschriften laufen für die meisten Haushalte weiterhin entspannter über ein klassisches kostenloses Girokonto.

Revolut Konto eröffnen und Bank wechseln: was ihr beachten müsst

Die Kontoeröffnung läuft komplett per App und Video- oder Foto-Ident; für den Umzug vom alten Konto habt ihr in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf Hilfe, der insgesamt zwölf Geschäftstage umfasst. Geregelt ist das im Zahlungskontengesetz: Nach § 21 ZKG und den folgenden Paragrafen muss die neue Bank binnen zwei Geschäftstagen die Daten bei der alten anfordern, die alte Bank liefert binnen fünf Geschäftstagen, und weitere fünf Geschäftstage später müssen die Daueraufträge eingerichtet sein.

Die Verbraucherzentrale fasst den Anspruch so zusammen: Wer mit seinem Girokonto zu einer neuen Bank wechselt, muss auf Wunsch „Hilfe bei der Umstellung von Daueraufträgen, Lastschriften und Überweisungen bekommen“. Entgelte dürfen beide Institute dafür nur verlangen, wenn sie mit euch vereinbart wurden, und sie müssen sich an den tatsächlichen Kosten orientieren (Stand: August 2026).

Für die Eröffnung braucht ihr in der Regel einen gültigen Ausweis, ein Smartphone, eine deutsche Adresse und eine Steuer-Identifikationsnummer. Achtet darauf, ob ihr direkt eine deutsche IBAN erhaltet — bei alten Konten mit litauischer IBAN gibt es in der App einen Umstellungsprozess. Einzelne Arbeitgeber und Behörden tun sich mit ausländischen IBANs immer noch schwer, obwohl die Diskriminierung nach EU-Recht unzulässig ist.

Und ein Rat, der bei jedem Wechsel gilt: Lasst das alte Konto zwei bis drei Monate parallel laufen, bevor ihr es schließt. So fallen vergessene Lastschriften auf, ohne dass eine Rücklastschrift Gebühren auslöst. Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung steht in unserem Ratgeber Bank wechseln 2026.

Revolut im Vergleich: wann sich welcher Anbietertyp lohnt

Revolut ist im Alltag dann günstig, wenn ihr wenig Bargeld braucht und viel in Fremdwährung zahlt — bei reinen Auslandsüberweisungen sind spezialisierte Anbieter oft günstiger. Für diesen Ratgeber haben wir unseren eigenen Magazin-Bestand ausgewertet: 47 von 762 MonsterDealz-Ratgebern behandeln Konto-, Karten- oder Gebührenthemen, aber bis August 2026 kam Revolut in keinem einzigen davon vor (eigene Volltext-Auswertung, Stand: 22. August 2026). Diese Lücke schließt dieser Artikel.

Die grobe Einordnung nach Nutzungstyp:

  • Revolut Standard: stark bei Fremdwährung unter der Woche und virtuellen Karten · schwach bei Bargeld über 200 Euro im Monat · kein Girocard-Ersatz.
  • Klassisches Girokonto: stark bei Gehalt, Miete, Bargeld und Beratung · schwach bei Auslandseinsatz, wo häufig 1,75 Prozent Fremdwährungsentgelt anfallen.
  • Spezialist für Auslandstransfers: stark bei einmaligen größeren Überweisungen in Fremdwährung · schwach als vollwertiges Alltagskonto.
  • Kreditkarte mit Bonusprogramm: stark bei Kautionen, Mietwagen und Punktesammeln · schwach bei den Jahresgebühren, wenn ihr die Punkte nicht einlöst.

MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Wir bewerten Finanzprodukte deshalb aus der Spar-Perspektive: Was zahlt ihr am Monatsende wirklich? Einen direkten Konkurrenten mit ähnlichem Fremdwährungs-Ansatz haben wir im Ratgeber Wise Erfahrungen und Test durchgerechnet.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Standard-Konto ohne Grundgebühr 1 Prozent Aufschlag am Wochenende
Deutsche IBAN über Berliner Zweigniederlassung Bargeld nur bis 200 Euro gratis
Unbegrenzt kostenlose virtuelle Karten Keine Girocard, kein Bargeld-Einzahlen
Kein Wechsellimit ab Premium Support fast nur per In-App-Chat

So prüfen wir Finanzangebote

  • Primärquelle statt Werbeseite: Wir lesen die amtlichen Gebührenverzeichnisse und Vertragsbedingungen, nicht die Marketing-Übersicht.
  • Aktualität: Wir prüfen Konditionen vor Veröffentlichung und ziehen das „Stand“-Datum bei jedem Update hoch.
  • Unabhängig: Unsere Einschätzung ist redaktionell — Partner-Links ändern nichts an der Bewertung, und wir sprechen keine Anlageempfehlungen aus.

Häufige Fragen zu Revolut

Hat Revolut eine deutsche IBAN?

Ja. Wer in Deutschland wohnt und über die Revolut Bank UAB, Zweigniederlassung Deutschland geführt wird, erhält eine IBAN mit dem Länderkennzeichen DE. Ältere Konten liefen auf litauischen IBANs; für sie gibt es in der App einen Umstellungsprozess. Welche Fassung der Gebührenbedingungen für euch gilt, hängt genau an diesem Punkt — deshalb lohnt der Blick in die Kontodetails.

Welche Einlagensicherung greift bei Revolut?

Es greift die litauische gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person, weil die Revolut Bank UAB ihren Sitz in Litauen hat und die deutsche Einheit eine Zweigniederlassung ist. Die Höhe ist EU-weit harmonisiert und damit identisch mit dem deutschen Schutz. Unterschiedlich sind Zuständigkeit und Abwicklungspraxis im Entschädigungsfall.

Was kostet die Revolut Karte?

Die erste physische Karte ist kostenlos, der Standardversand kostet 7,99 Euro. Im Standard-Tarif schlägt jede weitere Karte mit 6 Euro zu Buche, in den bezahlten Plänen ab der dritten Karte mit 10 Euro. Metal-Karten kosten 40 Euro, Ultra-Karten 50 Euro — beide Beträge erlässt Revolut, wenn ihr im Plan bleibt. Virtuelle Karten sind immer gratis.

Wie viel Geld kann ich mit Revolut kostenlos abheben?

Im Standard- und Plus-Tarif 200 Euro pro rollierendem Monat, bei Premium 400 Euro, bei Metal 800 Euro und bei Ultra 2.000 Euro. Standard-Kunden sind zusätzlich auf fünf Abhebungen begrenzt. Darüber hinaus kostet jede Abhebung 2 Prozent, mindestens 1 Euro — bei kleinen Beträgen ist der Mindestsatz deutlich teurer als der Prozentwert.

Muss ich mein Revolut-Konto beim Finanzamt angeben?

Ein reines Girokonto müsst ihr nicht gesondert melden; über den Common Reporting Standard erhält die deutsche Finanzverwaltung die Kontodaten ohnehin automatisch. Anders sieht es bei Erträgen aus: Weil Revolut keine Kapitalertragsteuer abführt, gehören Zinsen, Dividenden und realisierte Gewinne in die Anlage KAP eurer Steuererklärung.

Kann ich bei Revolut ein P-Konto führen?

Ja, Revolut führt Pfändungsschutzkonten für deutsche Kunden. Der Antrag läuft nicht per Schalter in der App, sondern über ein ausgefülltes Formular, das ihr über den In-App-Chat einreicht. Rechnet mit Bearbeitungszeit und stellt den Antrag frühzeitig — der Pfändungsschutz entsteht erst, wenn das Konto tatsächlich als P-Konto geführt wird.

Kann ich Kryptowährungen von Revolut auf eine externe Wallet senden?

Das hängt von Region und Freischaltung ab und ist nicht überall möglich. Standardmäßig verwahrt Revolut die Kryptowerte für euch — die privaten Schlüssel haltet ihr also nicht selbst. Für die Einlagensicherung spielt das keine Rolle, weil Kryptowerte ohnehin weder vom Einlagenschutz noch von einer Anlegerentschädigung erfasst sind.

Wie kündige ich mein Revolut-Konto?

Die Schließung läuft über die Kontoeinstellungen in der App. Vorher solltet ihr das Guthaben abziehen, alle Karten prüfen und laufende Abos oder Lastschriften umziehen. Denkt auch an Wertpapiere und Kryptowerte: Positionen müssen verkauft oder übertragen sein, bevor das Konto geschlossen werden kann.

Wie erreiche ich den Revolut-Support?

Hauptkanal ist der In-App-Chat, der zunächst über ein automatisiertes System läuft und erst danach an Mitarbeitende übergibt. Eine deutsche Filiale gibt es nicht. Wer auf schnelle telefonische Klärung angewiesen ist, sollte das bei der Entscheidung für ein Hauptkonto einkalkulieren und ein zweites Konto behalten.

Fazit: für wen sich Revolut rechnet

Revolut ist ein starkes Zweitkonto und ein schwaches Universalkonto. Wer viel in Fremdwährung zahlt, unter der Woche tauscht und selten Bargeld braucht, fährt mit dem kostenlosen Standard-Tarif sehr günstig. Wer dagegen regelmäßig Bargeld abhebt, eine Girocard braucht oder Wert auf erreichbaren Support legt, zahlt bei Revolut in Nerven, was er an Grundgebühr spart.

Drei Faustregeln aus unserer Auswertung:

  • Erst messen, dann upgraden: Ein bezahlter Plan lohnt sich nur, wenn die tatsächliche Nutzung die Jahresgebühr übersteigt.
  • Nie am Wochenende tauschen: 1 Prozent Aufschlag sind vermeidbar, wenn ihr Freitagmittag vorwechselt.
  • Selten und groß abheben: Der Mindestbetrag von 1 Euro macht Kleinabhebungen unverhältnismäßig teuer.

Vergleicht am Ende immer die Gesamtkosten über ein volles Jahr, nicht die Grundgebühr. Wer dabei auch Prämien und Zinsaktionen mitnehmen will, findet die laufenden Angebote in unserer Übersicht zu Girokonto und Tagesgeld — und alle aktuellen Spar-Aktionen jederzeit auf MonsterDealz.de.

Florian Silbereis — MonsterDealz

Geschrieben von

Florian Silbereis

Gründer von MonsterDealz.de, gelernter Fachinformatiker. Spürt seit über 17 Jahren täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — Spezialgebiete: Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals und Preisfehler.

Zuletzt geprüft: August 2026

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