Pokémon-Karten graden lassen 2026: Ablauf, Kosten und ob es sich lohnt

PokĂ©mon-Karten graden zu lassen bedeutet, sie von einem Dienstleister auf Echtheit und Zustand prĂŒfen, benoten und in einem versiegelten Halter einschließen zu lassen — und es lohnt sich erst, wenn der Kartenwert die GebĂŒhren deutlich ĂŒbersteigt. Wer eine vielversprechende Karte gefunden hat, steht vor genau dieser Rechnung. Seit August 2026 lĂ€uft mit Frankfurt zudem erstmals eine große Grading-Anlage in Europa, was die Wege fĂŒr deutsche Sammler spĂŒrbar verkĂŒrzt. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in KĂŒrze

  • Grading heißt: Echtheit prĂŒfen, Zustand benoten, Karte versiegeln.
  • Die Skala hat zehn Stufen — zwischen den obersten liegt oft ein Vielfaches im Preis.
  • Unterhalb eines dreistelligen Kartenwerts lohnt es sich in der Regel nicht.
  • Seit 2026 gibt es mit Frankfurt erstmals eine europĂ€ische Anlage.

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Wie lasse ich meine Pokémon-Karten professionell graden?

Sammelkarte wird vor der Einreichung zum Grading in eine Schutzhuelle gelegt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

In vier Schritten, und der Ablauf ist bei allen großen Anbietern Ă€hnlich. Der MarktfĂŒhrer PSA beschreibt ihn auf seiner Seite zum Trading Card Grading so: Einreichung online zusammenstellen, Karten einsenden oder persönlich abgeben, PrĂŒfung durch mehrere Bewerter, anschließend die Versiegelung in einem manipulationssicheren Halter.

  • Schritt 1 — Auswahl treffen: Nur Karten einreichen, deren ungegradeter Wert die GebĂŒhren deutlich ĂŒbersteigt und deren Zustand aussichtsreich ist.
  • Schritt 2 — Einreichung anmelden: Über das Portal des Anbieters die Karten erfassen, Serviceklasse wĂ€hlen und den Wert angeben — davon hĂ€ngen GebĂŒhr und Versicherung ab.
  • Schritt 3 — Sicher versenden: Jede Karte in KlarsichthĂŒlle plus steife HartplastikhĂŒlle, dann gepolstert und versichert versenden.
  • Schritt 4 — Warten und prĂŒfen: Nach der Bewertung kommt die Karte versiegelt mit Note und Seriennummer zurĂŒck.

FĂŒr Privatsammler in Deutschland fĂŒhrt der Weg derzeit meist noch ĂŒber autorisierte HĂ€ndler und Partner, die Sammlungen bĂŒndeln und gemeinsam einreichen. Das spart Versandkosten und ist fĂŒr Einsteiger deutlich weniger fehleranfĂ€llig.

Was bedeuten die Noten auf der Grading-Skala?

Versiegelte Sammelkarte im Hartplastikhalter mit leerem Bewertungsetikett

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Skala reicht von eins bis zehn, und die SprĂŒnge oben sind die teuersten. Laut den Bewertungsstandards von PSA verlangt die Höchstnote eine praktisch makellose Karte: scharfe Ecken, saubere Kanten, unversehrte OberflĂ€che und eine mittige Zentrierung des Bildes im Rahmen.

Vier Merkmale entscheiden gemeinsam ĂŒber die Note:

  • Zentrierung: Wie mittig sitzt das Bild im Rahmen? Ein sichtbar breiterer Rand auf einer Seite kostet sofort Punkte.
  • Ecken: Vier scharfe Ecken sind Pflicht fĂŒr die Spitzennoten. Schon leichte Stauchung ist im Halter gut sichtbar.
  • Kanten: Ausfransungen oder helle Stellen an den Schnittkanten wirken sich direkt aus.
  • OberflĂ€che: Kratzer, Druckstellen, FingerabdrĂŒcke oder Wellen — im Streiflicht am besten erkennbar.

Warum ist der Unterschied zwischen den obersten Noten so groß?

Weil oben die StĂŒckzahlen zusammenbrechen. Von einer gefragten Karte existieren viele Exemplare in guten ZustĂ€nden, aber nur wenige in makellosem — und Sammler zahlen fĂŒr die Spitze ĂŒberproportional.

Wie extrem das ausfallen kann, zeigt der Weltrekord: Laut Guinness World Records erzielte am 16. Februar 2026 eine Pikachu-Illustrator-Karte in der Höchstnote 16.492.000 US-Dollar. Von dieser Karte gibt es 39 Exemplare — den Rekord hĂ€lt das einzige mit Höchstnote.

Lohnt sich Grading fĂŒr meine Karten?

Sammler vergleicht mehrere Karten und notiert Kosten und Nutzen auf einem Block

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Nur bei einem kleinen Teil einer typischen Sammlung — und das lĂ€sst sich vorher ausrechnen. Die GebĂŒhr fĂ€llt unabhĂ€ngig vom Ergebnis an: Auch eine Karte, die am Ende eine mittlere Note bekommt, kostet den vollen Betrag plus Hin- und RĂŒckversand.

Drei Bedingungen sollten zusammenkommen, bevor ihr einreicht:

  • Ausreichender Grundwert: Als Faustregel lohnt es sich selten unterhalb eines dreistelligen Kartenwerts.
  • Aussichtsreicher Zustand: Sichtbare KantenschĂ€den oder ein deutlich außermittiger Druck schließen die Spitzennoten aus.
  • Verkaufsabsicht oder SammlerstĂŒck: FĂŒr Karten, die im Ordner bleiben, Ă€ndert die Note nichts am Nutzen.

Rechnet ehrlich gegen: Was bringt die Karte ungegradet, was kostet die Bewertung samt Versand, und wie wahrscheinlich ist eine Note, die den Aufwand rechtfertigt? MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die tĂ€glich geprĂŒfte SchnĂ€ppchen kuratiert und aktive Mitglieder ĂŒber das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt — dieselbe nĂŒchterne Rechnung, die wir an jeden Deal anlegen, gehört auch vor jede Einreichung.

Was passiert, wenn die Karte eine schlechte Note bekommt?

Sie kommt trotzdem versiegelt zurĂŒck — mit der niedrigen Note auf dem Etikett. Das ist der eigentliche Nachteil einer voreiligen Einreichung: Eine dokumentierte schwache Note lĂ€sst sich nicht mehr verbergen und drĂŒckt den Verkaufspreis oft unter das Niveau der ungegradeten Karte.

Deshalb ist die Vorauswahl der wichtigste Schritt. PrĂŒft die vier Merkmale bei Tageslicht und im Streiflicht, und reicht im Zweifel lieber nicht ein. Eine ungegradete Karte behĂ€lt alle Möglichkeiten, eine schlecht benotete nicht.

PSA Europe in Frankfurt: Was sich fĂŒr deutsche Sammler Ă€ndert

Zum ersten Mal steht eine große Grading-Anlage auf europĂ€ischem Boden, und sie liegt in Deutschland. Laut einer Mitteilung von PSA vom 11. Juni 2026 nimmt die neue Frankfurter Einrichtung seit Juli Einreichungen von autorisierten HĂ€ndlern und Partnern aus Kontinentaleuropa und Irland an; Authentifizierung und Bewertung vor Ort sollten im August beginnen.

Der Standort ist damit Teil eines grĂ¶ĂŸeren Ausbaus: PSA betreibt nach eigenen Angaben nun sechs Bewertungsstandorte auf drei Kontinenten. Bei der ursprĂŒnglichen AnkĂŒndigung im September 2025 formulierte Matthias Peuckert, General Manager von PSA Europe, das Ziel so: „I am truly excited to make collectors‘ lives much easier across Europe by bringing PSA’s trusted grading standards closer to them.“

Praktisch bedeutet das fĂŒr deutsche Sammler kĂŒrzere Transportwege, geringeres Versandrisiko und perspektivisch schnellere Bearbeitung. Wichtig fĂŒr die Erwartung: Der Zugang lĂ€uft zunĂ€chst ĂŒber autorisierte HĂ€ndler und Partner — der breitere Zugang fĂŒr Sammler war laut derselben Mitteilung fĂŒr den weiteren Jahresverlauf angekĂŒndigt. Wer einreichen möchte, prĂŒft deshalb am besten den aktuellen Stand direkt beim Anbieter.

Was Àndert sich beim Versand und beim Zoll?

Der wichtigste Unterschied ist, dass die Sendung die EU nicht mehr verlassen muss. Bei einer Einreichung außerhalb der EU fallen bei der RĂŒcksendung Einfuhrabgaben an, die sich am angegebenen Wert bemessen — bei wertvollen Karten schnell ein spĂŒrbarer Betrag, der die Rechnung kippen kann.

Dazu kommt das Risiko: Jede zusĂ€tzliche Grenze bedeutet mehr Umschlagstationen und lĂ€ngere Laufzeiten. Ein Standort innerhalb der EU verkĂŒrzt beides und macht die Versicherung gĂŒnstiger. FĂŒr deutsche Sammler ist das der eigentliche praktische Gewinn — mehr als die reine Bearbeitungszeit.

Sollte ich jetzt schon einreichen oder warten?

Wer nicht verkaufen will, hat keinen Grund zur Eile. Der Zugang fĂŒr Privatsammler wurde fĂŒr den weiteren Jahresverlauf angekĂŒndigt, und erfahrungsgemĂ€ĂŸ pendeln sich AblĂ€ufe und Bearbeitungszeiten an einem neuen Standort erst nach einigen Monaten ein.

Wer dagegen ohnehin ĂŒber einen autorisierten HĂ€ndler einreicht, kann den Weg schon jetzt nutzen. Fragt dort nach den aktuellen Sammelterminen — HĂ€ndler bĂŒndeln Einreichungen und geben die geringeren Versandkosten meist weiter.

So prĂŒfen wir Deals

  • Vergleichspreis statt UVP: Wir prĂŒfen jeden Preis gegen die reale Marktlage inklusive Preishistorie — Referenz ist der tatsĂ€chlich gezahlte Preis, nicht die UVP.
  • AktualitĂ€t: Wir kontrollieren VerfĂŒgbarkeit und GĂŒltigkeit vor Veröffentlichung und ziehen das „Stand“-Datum bei Updates hoch.
  • UnabhĂ€ngig: Unsere EinschĂ€tzung ist redaktionell — Partner-Links Ă€ndern nichts an der Bewertung.

Welche Kosten fallen beim Grading an?

Notizblock mit Kostenaufstellung neben Sammelkarten und Versandtasche

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Vier Posten, und die BewertungsgebĂŒhr ist nur der erste. Die Anbieter staffeln ihre Preise nach dem angegebenen Kartenwert und der gewĂŒnschten Bearbeitungszeit — je wertvoller die Karte und je schneller die Bearbeitung, desto teurer.

  • BewertungsgebĂŒhr: AbhĂ€ngig von Serviceklasse und angegebenem Kartenwert. FĂ€llt unabhĂ€ngig vom Ergebnis an.
  • Hinversand: Versichert, weil ihr im Verlustfall sonst leer ausgeht.
  • RĂŒckversand: Wird meist separat berechnet und richtet sich nach dem Gesamtwert der Sendung.
  • Zusatzleistungen: Etwa eine Wiederbewertung, wenn ihr mit der Note nicht einverstanden seid.

Da sich Preise und Serviceklassen regelmĂ€ĂŸig Ă€ndern, prĂŒft die aktuellen Konditionen immer direkt beim Anbieter, bevor ihr einreicht. BĂŒndelt außerdem mehrere Karten in einer Sendung — die Versandkosten pro Karte sinken dadurch erheblich, und genau daran scheitert die Rechnung bei Einzeleinreichungen am hĂ€ufigsten.

Warum muss ich den Kartenwert selbst angeben?

Weil davon die Versicherungssumme und damit die Serviceklasse abhĂ€ngt. Der Anbieter haftet im Schadensfall bis zur angegebenen Höhe — wer zu niedrig angibt, spart an der GebĂŒhr und steht bei Verlust schlechter da; wer zu hoch angibt, zahlt unnötig viel.

Orientiert euch an den tatsĂ€chlich erzielten Verkaufspreisen vergleichbarer Exemplare im aktuellen Zustand, nicht an dem, was die Karte nach einer erhofften Spitzennote wert wĂ€re. Eine Bewertung, die den angegebenen Wert deutlich ĂŒbersteigt, kann beim Anbieter zudem eine Nachberechnung auslösen.

Rechenbeispiel: Wann geht die Rechnung auf?

Stellt drei Zahlen nebeneinander: den heutigen Verkaufspreis der ungegradeten Karte, die Summe aus GebĂŒhr und beidem Versand, und den erwarteten Preis mit realistischer Note. Nur wenn die dritte Zahl die ersten beiden zusammen klar ĂŒbersteigt, lohnt sich die Einreichung.

Der hĂ€ufigste Fehler dabei ist, mit der Höchstnote zu rechnen. Realistisch ist die Note, die ihr nach ehrlicher PrĂŒfung der vier Merkmale erwartet — und die liegt bei alten, gespielten Karten fast immer unter der Spitze. Rechnet deshalb mit der wahrscheinlichen Note, nicht mit der erhofften.

Welche Karten aus einer Sammlung kommen ĂŒberhaupt infrage?

Sortierte Sammelkarten in drei Stapeln als Vorauswahl fuer die Bewertung

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

ErfahrungsgemĂ€ĂŸ eine Handvoll, selten mehr. Der Grund liegt in der schieren Menge: Laut der Wikipedia-Übersicht zum PokĂ©mon-Sammelkartenspiel wurden bis Juli 2021 weltweit ĂŒber 34,2 Milliarden Karten verkauft, verteilt auf rund 18.000 verschiedene Motive — die gewöhnliche Karte ist damit der Normalfall und fĂŒr eine Bewertung von vornherein uninteressant.

Arbeitet euch deshalb in drei Stapeln durch die Sammlung:

  • Stapel 1 — raus: Alles ohne besonderes Seltenheitssymbol, ohne Auflagenkennzeichnung und aus Sets nach 2010. Das ist der weitaus grĂ¶ĂŸte Teil.
  • Stapel 2 — prĂŒfen: Karten mit besonderem Symbol, auffĂ€lligem Motiv oder aus frĂŒhen Serien. Hier lohnt der genaue Blick auf die vier Zustandsmerkmale.
  • Stapel 3 — Kandidaten: FrĂŒhe Erstauflagen, Promo- und Turnierkarten, Fehldrucke — und davon nur die, die auch makellos aussehen.

Erst Stapel 3 kommt fĂŒr eine Einreichung infrage, und auch dort gilt die Wertschwelle. Wer aus Stapel 2 einreicht, zahlt in der Regel GebĂŒhren fĂŒr eine Note, die den Kartenwert nicht verĂ€ndert.

Lohnt sich eine Sammel-Einreichung mehrerer Karten?

Fast immer, weil sich die Versandkosten auf mehrere Karten verteilen. Hin- und RĂŒckversand fallen je Sendung an, nicht je Karte — eine einzelne Karte trĂ€gt diese Kosten allein, fĂŒnf Karten teilen sie sich.

Das verschiebt die Wirtschaftlichkeitsschwelle spĂŒrbar nach unten. Sammelt deshalb Kandidaten ĂŒber einige Monate, statt jede Karte einzeln loszuschicken. Wer ĂŒber einen HĂ€ndler einreicht, profitiert zusĂ€tzlich von dessen gebĂŒndelten Sendungen.

Was ist mit Karten, die nur emotionalen Wert haben?

Die gehören nicht ins Grading, sondern in eine gute HĂŒlle. Eine Karte aus der eigenen Kindheit gewinnt durch eine Note nichts an Bedeutung — und der versiegelte Halter nimmt euch die Möglichkeit, sie je wieder in die Hand zu nehmen.

FĂŒr diesen Zweck reicht die ĂŒbliche Schutzkombination aus dĂŒnner KlarsichthĂŒlle und steifer HartplastikhĂŒlle, dunkel und trocken gelagert. Das kostet einen Bruchteil und erhĂ€lt den Zustand ebenso zuverlĂ€ssig.

Wie erkenne ich frĂŒhe Erstauflagen?

An einem kleinen runden Symbol links neben dem Bildkasten mit der Aufschrift „Edition 1″, das es nur bei den ersten Druckauflagen der frĂŒhen Serien gab. Ein zweites Merkmal derselben Zeit ist der Schattenrand — eine dĂŒnne dunkle Linie an der rechten unteren Kante des Bildkastens, die bei spĂ€teren Nachdrucken fehlt.

Beide Merkmale sind gute Kandidaten-Indikatoren, aber kein Freifahrtschein: Auch eine Erstauflage in mittelmĂ€ĂŸigem Zustand erreicht keine Spitzennote. Die Reihenfolge bleibt deshalb immer dieselbe — erst Seltenheit, dann Zustand, dann Rechnung.

Besonders wichtig wird der Zustand bei der JubilĂ€ums-Erweiterung „30 Jahre“: Dort sind ausnahmslos alle Karten holografisch, und GlanzflĂ€chen zeigen jeden Kratzer sofort. Was zum Release am 16. September erscheint und worauf ihr direkt nach dem Auspacken achten solltet, steht in unserem Überblick PokĂ©mon 30 Jahre.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Echtheit wird geprĂŒft und dauerhaft dokumentiert GebĂŒhren fallen auch bei schlechter Note an
Versiegelung schĂŒtzt die Karte dauerhaft Eine schwache Note ist danach dokumentiert
Spitzennoten heben den Verkaufspreis deutlich Lohnt sich erst ab hohem Kartenwert
EuropĂ€ischer Standort verkĂŒrzt die Wege Direkter Sammlerzugang noch eingeschrĂ€nkt

HÀufige Fragen zum Graden von Pokémon-Karten

Welchen Einfluss hat der physische Zustand auf den Preis?

Er ist bei seltenen Karten der grĂ¶ĂŸte Einzelhebel, und er wirkt in SprĂŒngen statt gleitend. Zwischen der Höchstnote und der Stufe darunter liegt bei gefragten Karten regelmĂ€ĂŸig ein Vielfaches, obwohl der Unterschied mit bloßem Auge kaum erkennbar ist. Bei gewöhnlichen Karten spielt die Note dagegen kaum eine Rolle.

Wie lange dauert das Graden?

Das hĂ€ngt von der gewĂ€hlten Serviceklasse ab und reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Schnellere Bearbeitung kostet deutlich mehr. Plant zusĂ€tzlich die Versandzeiten in beide Richtungen ein — bei Einreichungen ĂŒber einen HĂ€ndler kommt die Sammelfrist hinzu.

Kann ich eine Karte neu bewerten lassen?

Ja, die Anbieter bieten eine erneute Bewertung gegen GebĂŒhr an. Sinnvoll ist das nur, wenn ihr konkrete Anhaltspunkte fĂŒr eine Fehlbewertung habt — der reine Wunsch nach einer besseren Note fĂŒhrt in der Regel zum selben Ergebnis und kostet ein zweites Mal.

Werden auch ungeöffnete Packungen bewertet?

Ja, fĂŒr versiegelte Produkte gibt es eigene Bewertungsverfahren. GeprĂŒft werden dabei Echtheit und Zustand der Verpackung. Wichtig zu wissen: Die Bewertung sagt nichts ĂŒber den Inhalt aus — sie bestĂ€tigt, dass das Produkt ungeöffnet und original ist.

Was ist der Unterschied zwischen den Anbietern?

Vor allem Reichweite und Marktakzeptanz. Die Note eines etablierten Anbieters wird international von mehr KĂ€ufern anerkannt, was sich direkt im erzielbaren Preis niederschlĂ€gt. PrĂŒft vor der Einreichung, welcher Anbieter im Markt fĂŒr eure Karten ĂŒblich ist.

Lohnt sich Grading fĂŒr moderne Karten?

Nur bei den seltensten Karten aktueller Sets. Moderne Karten erscheinen in hoher Auflage und kommen hĂ€ufig in sehr gutem Zustand aus der Packung — entsprechend viele erreichen Spitzennoten, was den Preisvorteil der Note verringert. Bei alten Karten ist ein makelloser Zustand dagegen die Ausnahme und deshalb wertvoll.

Muss ich die Karte vor dem Einreichen reinigen?

Nein, und ihr solltet es auch nicht versuchen. Jeder Reinigungsversuch hinterlÀsst Spuren auf der OberflÀche und kann als Manipulation gewertet werden. Fasst die Karte nur an den RÀndern an, am besten mit sauberen HÀnden oder Baumwollhandschuhen.

Bleibt die Karte im Halter geschĂŒtzt?

Ja, der versiegelte Halter ist der beste dauerhafte Schutz, den eine Karte bekommen kann — er schließt Feuchtigkeit, Staub und mechanische Belastung aus. Lagert ihn trotzdem dunkel und gleichmĂ€ĂŸig temperiert: Direktes Sonnenlicht bleicht die Farben auch hinter Kunststoff aus.

Öffnen lĂ€sst sich der Halter nur durch Zerstören, womit die Bewertung erlischt. Wer eine Karte wieder frei haben möchte, verliert also die Note und den damit verbundenen Preisvorteil. Das gehört mit in die Entscheidung, bevor ihr einreicht.

Wie erkenne ich vorab, ob eine Karte die Höchstnote erreichen kann?

PrĂŒft die vier Merkmale einzeln bei Tageslicht: Zentrierung im Vergleich der gegenĂŒberliegenden RĂ€nder, alle vier Ecken unter der Lupe, die Kanten auf helle Stellen und die OberflĂ€che im Streiflicht. FĂ€llt auch nur eines davon auf, ist die Höchstnote praktisch ausgeschlossen.

Fazit: Erst rechnen, dann einreichen

Grading ist kein Wertsteigerungswerkzeug, sondern eine Beglaubigung — es macht sichtbar, was ohnehin da ist. Genau deshalb lohnt es sich nur oberhalb einer klaren Wertschwelle und nur bei Karten, deren Zustand die Spitzennoten realistisch zulĂ€sst.

Drei Faustregeln:

  • Erst den ungegradeten Wert kennen, dann ĂŒber die Einreichung entscheiden.
  • GebĂŒhren, Hin- und RĂŒckversand zusammenrechnen — nicht nur die GrundgebĂŒhr.
  • Im Zweifel nicht einreichen — eine schwache Note bleibt dokumentiert.

Mit dem Frankfurter Standort wird der Weg fĂŒr deutsche Sammler zwar kĂŒrzer und gĂŒnstiger — an der Grundrechnung Ă€ndert das aber nichts. Ein niedrigerer Versandaufwand senkt die Schwelle, er verschiebt sie nicht auf null. Die Frage bleibt dieselbe: Bringt die Note mehr, als der ganze Vorgang kostet?

Wie ihr den Wert vorab bestimmt, zeigt unser Ratgeber zur Wertermittlung; was danach beim Verkauf zu beachten ist, steht in unserem Ratgeber zum Verkauf von PokĂ©mon-Karten. Gute Kaufzeitpunkte fĂŒr neue Karten findet ihr in unserer tĂ€glich kuratierten Deal-Übersicht.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und GrĂŒnder von MonsterDealz.de. Seit ĂŒber 17 Jahren spĂŒre ich tĂ€glich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „SchnĂ€ppchen richtig jagen: Der Insider-Guide fĂŒr smarte Online-KĂ€ufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr ĂŒber mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder ĂŒber die Kontaktseite.

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