Penny App: Rabattsammler, Coupons und Vorteilscode erklÀrt

Die Penny App sammelt keine Punkte, sondern gibt Rabatt sofort — seit dem Payback-Aus zum 29. Dezember 2024 ist sie der einzige Weg zu Sparvorteilen bei Penny. KernstĂŒck ist der Rabattsammler: Je mehr ihr im Monat einkauft, desto mehr Coupons bekommt ihr fĂŒr den Folgemonat, die höchste Stufe bringt zehn Prozent auf den nĂ€chsten Einkauf. Wir zeigen, wie die Stufen funktionieren, was der Vorteilscode leistet und wo die Grenzen liegen. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in KĂŒrze

  • Keine Punkte, sondern sofort einlösbare Rabatte und Coupons.
  • Rabattsammler mit vier Stufen, bis zu vier Coupons pro Monat.
  • Coupons gelten nur einmalig und nur im Folgemonat.
  • Ohne gescannten Vorteilscode an der Kasse zĂ€hlt kein Einkauf.

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Was ist die Penny App und was ersetzt sie?

Smartphone mit schwarzem Bildschirm neben unbedruckter Plastikkarte

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Penny App ist das Vorteilsprogramm des Discounters und der Nachfolger von Payback. Seit dem 29. Dezember 2024 gibt es bei Penny keine Payback-Punkte mehr — weder zum Sammeln noch zum Einlösen. Punkte, die bis zum 28. Dezember 2024 gesammelt wurden, bleiben im Payback-Programm selbst noch bis zu drei Jahre einlösbar, nur eben nicht mehr bei Penny.

Der Ausstieg betraf die gesamte REWE Group, also auch REWE. Wir haben das am 7. September 2026 gegengeprĂŒft: Die Partnerseiten payback.de/partner/penny und payback.de/partner/rewe liefern beide einen 404. In der aktuellen Payback-PartnerĂŒbersicht stehen von den LebensmittelhĂ€ndlern nur noch EDEKA, Netto Marken-Discount, Marktkauf und Globus.

An die Stelle der Punkte trat ein System, das Penny Next Level Sparen nennt. Der Unterschied ist grundsĂ€tzlich: Statt kleine BetrĂ€ge ĂŒber Monate anzusparen und irgendwann einzulösen, bekommt ihr Rabatte, die beim nĂ€chsten Einkauf direkt vom Preis abgehen.

Das hat einen echten Vorteil und einen echten Nachteil. Der Vorteil: kein Verfall, kein Umrechnungskurs, kein Punktestand, der irgendwann nutzlos wird. Der Nachteil: Ihr könnt nichts ansparen und nichts anderswo einlösen — jeder Vorteil ist an Penny und an die App gebunden.

Die App selbst ist kostenlos. FĂŒr die Registrierung reichen E-Mail-Adresse, Passwort und Vorname, alternativ geht die Anmeldung ĂŒber Apple- oder Google-ID. Neben den Sparfunktionen enthĂ€lt sie den digitalen Prospekt, eine Einkaufsliste und den eBon-Service fĂŒr digitale Kassenbons.

Wie funktioniert der Rabattsammler?

Vier aufsteigende Holzstapel als Sinnbild fĂŒr Rabattstufen

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der Rabattsammler zÀhlt euren Monatsumsatz bei Penny vom 1. bis zum letzten Tag des Monats zusammen. Je nach erreichter Stufe schaltet er einen Coupon frei, den ihr im Folgemonat einlösen könnt. Am 1. des neuen Monats startet die Summe wieder bei null.

Vier Stufen sind vorgesehen, und sie sind unterschiedlich gebaut: Bei den ersten drei Stufen wÀhlt ihr einen Gratisartikel aus einer vorgegebenen Auswahl, die vierte Stufe bringt zehn Prozent Rabatt auf den nÀchsten Einkauf. Insgesamt sind so bis zu vier zusÀtzliche Coupons pro Monat drin.

Die Umsatzschwellen stehen in eurem Penny-Kundenkonto im Bereich Rabattsammler. Penny gibt sie individuell vor und hat sie schon einmal angehoben: Bei der letzten öffentlich dokumentierten Anpassung im April 2025 stieg die erste Stufe von 30 auf 50 Euro, die zweite von 100 auf 150 Euro, die dritte von 200 auf 250 Euro und die vierte von 300 auf 350 Euro. Verlasst euch deshalb nicht auf Zahlen aus Ratgebern, sondern auf den Stand in eurem eigenen Konto.

Zwei Regeln entscheiden ĂŒber den praktischen Wert:

  • Nur im Folgemonat. Ein im September erarbeiteter Coupon gilt im Oktober — danach ist er weg.
  • Nur einmalig. Jeder Coupon lĂ€sst sich genau einmal einlösen, ein Aufteilen auf mehrere EinkĂ€ufe geht nicht.

Daraus folgt eine unangenehme Konsequenz fĂŒr unregelmĂ€ĂŸige KĂ€ufer: Wer im September viel und im Oktober wenig einkauft, verliert den Zehn-Prozent-Coupon oder löst ihn auf einem kleinen Einkauf ein, wo er wenig bringt. Der Rabattsammler belohnt GleichmĂ€ĂŸigkeit, nicht GroßeinkĂ€ufe.

Der Rabattsammler aktiviert sich außerdem automatisch mit dem Kundenkonto und lĂ€sst sich nicht abschalten. Wer die App nutzt, nimmt daran teil.

Was bringen Coupons und App-Preise?

Leerer Einkaufskorb neben zwei unbedruckten Coupon-Karten

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Neben dem Rabattsammler laufen drei weitere Bausteine, die unabhĂ€ngig vom Monatsumsatz funktionieren — und in der Praxis oft mehr bringen als die Stufen.

  • App-Preise. Vorteilspreise, die es nur in der App gibt. Penny weist dort Beispiele wie Meggle Butter fĂŒr 1,29 statt 2,59 Euro (50 Prozent) oder Philadelphia FrischkĂ€se fĂŒr 0,99 statt 2,29 Euro (56 Prozent) aus.
  • Coupons. Einzelne Rabatte auf Artikel oder Warengruppen, die ihr vorher in der App aktiviert. Alle aktivierten Coupons stehen im Reiter Aktiviert.
  • Sparaktionen. Kleine Einkaufs-Challenges: Kauft ihr bestimmte Produkte innerhalb eines Zeitraums, schaltet ihr einen zusĂ€tzlichen Rabatt frei.

Die App-Preise sind der ehrlichste Teil des Programms, weil sie eine nachrechenbare Zahl liefern. Ein Artikel fĂŒr 1,29 statt 2,59 Euro spart 1,30 Euro — unabhĂ€ngig davon, wie viel ihr sonst einkauft und ob ihr eine Stufe erreicht.

Dazu kommen Gewinnspiele mit Sofortgewinnen und Sachpreisen, die Penny regelmĂ€ĂŸig in die App legt. Sie sind unterhaltsam, aber kein Sparhebel — plant nicht mit ihnen.

Wer solche Rabatte systematisch abgreifen will, findet die Methodik in unserer Couponing-Anleitung. Wie sich die Discounter-Apps untereinander schlagen, zeigt der Überblick der Kundenkarten-Vorteile.

Wozu dient der Vorteilscode an der Kasse?

Der Vorteilscode ist der Barcode in der App, der alle eure Sparvorteile fĂŒr genau diesen Einkauf aktiviert. Ohne ihn passiert nichts: Kein Coupon wird eingelöst, und der Einkauf zĂ€hlt nicht auf den Rabattsammler ein.

Er erfĂŒllt damit zwei Aufgaben gleichzeitig. Erstens löst er alle vorher aktivierten Coupons und App-Preise ein. Zweitens meldet er den Einkaufsbetrag an euer Kundenkonto, damit die Monatssumme wĂ€chst.

Das macht ihn zur einzigen echten Fehlerquelle im Ablauf. Wer den Code vergisst, verliert beides — und eine nachtrĂ€gliche Anrechnung gibt es nicht. Legt ihn deshalb vor dem Anstellen bereit, nicht erst wenn die Ware auf dem Band liegt.

Praktisch heißt das auch: Ein Einkauf ohne Smartphone ist ein Einkauf ohne Vorteile. Anders als bei einer Plastikkarte gibt es keinen analogen Ersatz — das Programm existiert ausschließlich in der App.

WofĂŒr gibt es keine Rabatte?

Leeres Kassenband mit unbedrucktem Warentrenner im Supermarkt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Nicht jeder Euro im Warenkorb zĂ€hlt. Nach den Nutzungsbedingungen der Penny App bleiben folgende Positionen außen vor:

  • Druckerzeugnisse — Zeitungen, Zeitschriften und BĂŒcher.
  • Tabakwaren.
  • Pfand.
  • Mobilfunk-, Paysafe- und Geschenkkarten.

Das trifft vor allem die Guthabenkarten. Wer regelmĂ€ĂŸig Mobilfunk- oder Geschenkkarten bei Penny kauft, sieht diese BetrĂ€ge im Rabattsammler nicht wieder — der Monatsumsatz fĂ€llt dadurch niedriger aus, als der Kassenbon vermuten lĂ€sst.

Wer Prepaid-Guthaben ohnehin regelmĂ€ĂŸig braucht, sollte das im Blick behalten und den Einkauf gedanklich trennen. Wie ihr beim Mobilfunk selbst sparen könnt, steht bei den ALDI-Talk-Prepaid-Tarifen.

Eine Kombination mit Payback gibt es nicht mehr, und auch keine mit einem anderen Multipartner-Programm. Wer Punkte sammeln will, muss zu einem Payback-Partner wechseln — wie das funktioniert, steht im Ratgeber zum Payback-Punkte sammeln. Bei Penny gilt: App oder gar nichts.

Stimmt das Versprechen von bis zu 2.000 Euro Ersparnis?

Als Obergrenze ja, als Erwartung nein. Penny wirbt damit, dass sich mit der App bis zu 2.000 Euro im Jahr sparen lassen. Die Zahl setzt voraus, dass ihr jeden Monat die höchste Rabattsammler-Stufe erreicht, alle Coupons einlöst, die Sparaktionen mitnehmt und konsequent zu App-Preisen einkauft.

Rechnet man rĂŒckwĂ€rts, wird der Anspruch sichtbar: 2.000 Euro Ersparnis im Jahr sind gut 165 Euro im Monat. Selbst bei zehn Prozent Rabatt auf jeden Einkauf mĂŒsstet ihr dafĂŒr rund 1.650 Euro monatlich bei Penny lassen — ein Betrag, den kaum ein Haushalt bei einem einzelnen Discounter erreicht.

Realistischer ist eine andere Rechnung. Wer 300 Euro im Monat bei Penny ausgibt und die dritte Stufe schafft, bekommt einen Gratisartikel im Wert weniger Euro plus die App-Preise, die er ohnehin mitgenommen hĂ€tte. Über das Jahr summiert sich das auf einen zwei- bis niedrigen dreistelligen Betrag — nĂŒtzlich, aber weit von 2.000 Euro entfernt.

Die Zahl ist damit kein falsches Versprechen, sondern eine theoretische Höchstgrenze. Behandelt sie wie eine Werbeaussage, nicht wie eine PlanungsgrĂ¶ĂŸe.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Rabatt sofort statt Punkte ansparen Coupons nur im Folgemonat gĂŒltig
App und Teilnahme kostenlos Ohne Smartphone kein Vorteil
App-Preise mit bis zu 56 Prozent Nachlass Vorteile gelten nur bei Penny
Kein Punkteverfall, kein Umrechnungskurs Rabattsammler nicht abschaltbar

HĂ€ufige Fragen zur Penny App

Was kostet die Penny App?

Nichts. Download, Registrierung und alle Sparfunktionen sind kostenlos. FĂŒr die Anmeldung braucht ihr eine E-Mail-Adresse, ein Passwort und einen Vornamen; alternativ könnt ihr euch mit Apple- oder Google-ID anmelden.

Kann ich bei Penny noch Payback-Punkte sammeln?

Nein. Seit dem 29. Dezember 2024 gibt es bei Penny weder Payback-Punkte zum Sammeln noch zum Einlösen. Bis zum 28. Dezember 2024 gesammelte Punkte bleiben im Payback-Programm noch bis zu drei Jahre nutzbar — aber bei anderen Partnern, nicht bei Penny.

Wie viele Coupons gibt es ĂŒber den Rabattsammler?

Bis zu vier pro Monat. Die ersten drei Stufen bringen jeweils einen Gratisartikel zur Auswahl, die vierte Stufe zehn Prozent Rabatt auf den nÀchsten Einkauf. Die nötigen Umsatzschwellen stehen im Rabattsammler-Bereich eures Kundenkontos.

Wie lange sind die Coupons gĂŒltig?

Nur im Monat nach dem Sammeln, und jeweils nur einmalig. Ein Coupon aus dem Septemberumsatz gilt also im Oktober. Danach verfĂ€llt er ersatzlos, eine VerlĂ€ngerung oder Übertragung gibt es nicht.

ZĂ€hlt jeder Einkauf fĂŒr den Rabattsammler?

Nur, wenn ihr den Vorteilscode an der Kasse scannen lasst. Ohne den Scan wird weder ein Coupon eingelöst noch der Betrag auf die Monatssumme angerechnet. Eine nachtrÀgliche Anrechnung ist nicht möglich.

Welche Artikel sind ausgeschlossen?

Druckerzeugnisse, Tabakwaren, Pfand sowie Mobilfunk-, Paysafe- und Geschenkkarten. Diese BetrĂ€ge fließen nicht in die Monatssumme des Rabattsammlers ein, auch wenn sie auf dem Kassenbon stehen.

Brauche ich fĂŒr die App ein Kundenkonto?

Ja. Coupons, App-Preise und der Rabattsammler hÀngen am Penny-Kundenkonto, weil der Vorteilscode eurem Konto zugeordnet werden muss. Ein anonymes Nutzen der Sparfunktionen ist nicht vorgesehen.

Lohnt sich die App bei kleinen EinkÀufen?

Ja, aber ĂŒber die App-Preise, nicht ĂŒber den Rabattsammler. Wer im Monat unter 50 Euro bei Penny ausgibt, erreicht keine Stufe. Die App-Preise gelten dagegen ab dem ersten Artikel und bringen bei einzelnen Produkten die höchsten NachlĂ€sse.

Fazit: gut fĂŒr Stammkunden, mager fĂŒr GelegenheitskĂ€ufer

Die Penny App ist ehrlicher gebaut als ein klassisches Punktesystem: Es gibt keinen Umrechnungskurs, keinen Verfall und keine Rechenspiele. DafĂŒr ist alles an einen HĂ€ndler und an ein Smartphone gebunden, und die Stufenlogik belohnt nur, wer regelmĂ€ĂŸig und gleichmĂ€ĂŸig dort einkauft.

Drei Faustregeln fĂŒr den Alltag:

  • Vorteilscode immer scannen — ohne ihn zĂ€hlt der Einkauf fĂŒr gar nichts.
  • Coupons im Folgemonat einplanen, am besten auf einem grĂ¶ĂŸeren Einkauf.
  • App-Preise vor dem Einkauf durchsehen — sie sind der verlĂ€sslichste Teil des Programms.

Wie andere Handelsketten ihre Programme nach dem Payback-Aus aufgestellt haben, lest ihr in unseren Ratgebern zu REWE Bonus und zur Kaufland Card. Wer lieber Geld zurĂŒck statt Rabatt möchte, findet die Alternativen bei den Cashback-Apps. Die tagesaktuellen Angebote gibt es wie immer auf MonsterDealz.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und GrĂŒnder von MonsterDealz.de. Seit ĂŒber 17 Jahren spĂŒre ich tĂ€glich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „SchnĂ€ppchen richtig jagen: Der Insider-Guide fĂŒr smarte Online-KĂ€ufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr ĂŒber mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder ĂŒber die Kontaktseite.

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