myMediaMarkt Punkte verfallen: Frist 30. September 2026

Wer myMediaMarkt- oder mySaturn-Punkte auf dem Konto hat, muss den 30. September 2026 im Kalender stehen haben: In der Nacht zum 1. Oktober prüft MediaMarktSaturn den Punktestand, und wer bis dahin nicht aktiv geworden ist, verliert seine gefährdeten Ereignispunkte. Stand: August 2026.

myMediaMarkt-Punkte sind die Treuepunkte des kostenlosen Kundenprogramms von MediaMarkt und Saturn: Ihr sammelt sie bei Einkäufen und für bestimmte Ereignisse wie die Anmeldung, den Newsletter oder den Geburtstag, und ihr tauscht sie im Kundenkonto gegen Coupons ein, die beim nächsten Einkauf einen Preisnachlass bringen. Punkte sind also keine Währung, sondern ein Anspruch auf einen Rabatt-Coupon — und dieser Anspruch hat ein Verfallsdatum.

Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die offiziellen Programmbedingungen von MediaMarkt und Saturn ausgewertet. Wir haben die beiden zentralen FAQ-Antworten zu Gültigkeit und Einlösung nebeneinandergelegt, die Saturn-Fassung gegengeprüft und den Ablauf im Kundenkonto nachvollzogen. Alle Zahlen in diesem Artikel stammen aus diesen offiziellen Quellen — dort, wo die Programmbedingungen keine Angabe machen, sagen wir das ausdrücklich, statt zu schätzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stichtag ist jährlich der 30. September, geprüft wird in der Nacht zum 1. Oktober — 2026 also der 30.09.2026.
  • Ereignispunkte verfallen nur, wenn sie mindestens ein Jahr alt sind und ihr in den letzten 12 Monaten keinen Einkauf getätigt habt. Beide Bedingungen müssen zusammenkommen.
  • Gerettet werden Punkte, indem vor dem 30. September mindestens ein Punkt durch einen Kauf final gutgeschrieben ist — das funktioniert maximal zweimal, danach ist bei drei Jahren Schluss.
  • Vorgemerkte Punkte zählen nicht wie final gutgeschriebene: Plant Puffer ein, statt am 29. September zu kaufen.

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Wann verfallen myMediaMarkt-Punkte?

myMediaMarkt Kundenkarte und App mit Punktestand

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der Verfall wird einmal im Jahr geprüft, und zwar zum 30. September — laut der offiziellen MediaMarkt-FAQ (Stand: August 2026) läuft die Prüfung in der Nacht zum 1. Oktober. Für 2026 heißt das: Alles, was ihr tun wollt, müsst ihr bis zum 30.09.2026 erledigt haben, danach ist die Entscheidung gefallen.

Wichtig ist, dass der 30. September kein allgemeines Ablaufdatum für alle Punkte ist. Er ist ein Prüftermin. An diesem Termin schaut das System, welche Punkte die Verfallskriterien erfüllen — und nur diese fallen weg. Punkte, die die Kriterien nicht erfüllen, bleiben unangetastet auf dem Konto und werden erst im nächsten Jahr wieder geprüft.

Das Programm unterscheidet dabei zwei Sorten von Punkten, und diese Unterscheidung ist der Kern des ganzen Themas. Ereignispunkte bekommt ihr für Aktionen ohne Einkauf, also etwa für die Anmeldung bei myMediaMarkt oder mySaturn, für die Newsletter-Anmeldung oder zum Geburtstag. Transaktionspunkte stammen aus tatsächlichen Käufen. Beide Sorten haben unterschiedliche Fristen, und beide werden zum selben Stichtag geprüft.

Die maßgebliche Quelle dafür ist die Antwort „Wie lange sind meine myMediaMarkt- / mySaturn-Punkte gültig?“ in der MediaMarkt-FAQ. Sie ist die Autorität für die Regel und wird von MediaMarkt gepflegt — wer sich unsicher ist, prüft dort den aktuellen Wortlaut, statt sich auf Forenbeiträge zu verlassen.

Wie lange sind myMediaMarkt- und mySaturn-Punkte gültig?

Es gibt zwei Gültigkeitsfristen: Ereignispunkte sind mindestens ein Jahr sicher, Transaktionspunkte aus Einkäufen maximal drei volle Jahre — so steht es in der MediaMarkt-FAQ, Stand August 2026. Zu den Transaktionspunkten heißt es dort wörtlich, sie „verfallen, wenn sie drei volle Jahre alt sind und nicht in einen Coupon umgewandelt wurden.“

An diesem Satz hängt eine praktische Konsequenz, die viele übersehen: Der Verfall lässt sich bei Transaktionspunkten nicht durch weitere Käufe aufschieben. Die Uhr läuft ab dem Zeitpunkt der Gutschrift, und der einzige Weg, die Punkte über die Drei-Jahres-Grenze zu retten, ist die Umwandlung in einen Coupon. Wer Punkte lange hortet, um irgendwann einen großen Coupon zu ziehen, arbeitet also gegen die Programmlogik.

Bei Ereignispunkten ist die Lage anders, weil hier eine zweite Bedingung dazukommt — die Kaufaktivität. Ereignispunkte können durch Aktivität über den Stichtag gerettet werden, allerdings nicht unbegrenzt: Laut FAQ ist das maximal zweimal möglich, danach verfallen auch sie spätestens, wenn sie drei Jahre alt sind. Die Drei-Jahres-Grenze ist damit die harte Obergrenze für beide Punktesorten.

Wer bei Saturn statt bei MediaMarkt sammelt, findet dieselbe Regel in der Saturn-Hilfe. Die beiden Seiten tragen dieselbe Antwort-ID und denselben Text — ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich um ein gemeinsames Programm handelt und nicht um zwei nebeneinanderlaufende Systeme.

Ein Sonderfall betrifft zusammengeführte Konten. Wer früher getrennte MediaMarkt- und Saturn-Konten hatte und diese zusammengelegt hat, kann laut FAQ trotzdem Punkte verlieren, wenn die Einkäufe vor der Zusammenführung nur bei einem der beiden Händler stattgefunden haben. Wenn ihr ein solches Konto führt, lohnt sich vor dem Stichtag ein genauerer Blick in die Punkteübersicht.

Was sind Ereignispunkte — und warum verfallen gerade sie?

Stichtag 30. September im Kalender fuer den Punkteverfall

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ereignispunkte sind Punkte, die ihr ohne Einkauf bekommt: laut MediaMarkt-FAQ (Stand: August 2026) zum Beispiel für die Anmeldung bei myMediaMarkt oder mySaturn, für die Newsletter-Anmeldung und zum Geburtstag. Sie sind damit die einzigen Punkte, die ein Konto ansammeln kann, ohne dass jemals Geld geflossen ist — und genau deshalb sind sie an eine Aktivitätsbedingung geknüpft.

MediaMarkt formuliert die Bedingung wörtlich so: „Diese verfallen, wenn sie mindestens ein Jahr alt sind und du zudem in den letzten 12 Monaten keinen Einkauf mit deinem myMediaMarkt / mySaturn-Konto getätigt hast.“ Das kleine Wort „und“ ist der wichtigste Teil des ganzen Artikels. Es verbindet zwei Bedingungen, die beide gleichzeitig erfüllt sein müssen, damit Punkte wegfallen.

Daraus folgt, was in der Praxis am häufigsten falsch verstanden wird: Alte Ereignispunkte allein sind kein Problem. Punkte, die zwei Jahre auf dem Konto liegen, verfallen zum Stichtag nicht, solange in den letzten zwölf Monaten ein Einkauf stattgefunden hat. Und umgekehrt: Wer ein Jahr lang nichts gekauft hat, verliert trotzdem nichts, solange die Ereignispunkte noch kein volles Jahr alt sind.

Gefährdet ist also ausschließlich die Schnittmenge — alte Ereignispunkte auf einem Konto, das seit zwölf Monaten keinen Kauf gesehen hat. Das ist typischerweise das Konto, das jemand vor Jahren für einen einmaligen Fernseher-Kauf angelegt und danach nie wieder benutzt hat, oder das Konto, das nur für die Newsletter-Punkte existiert.

Wie rettet ihr eure Punkte vor dem 30. September?

Es genügt ein einziger Punkt: Laut MediaMarkt-FAQ (Stand: August 2026) müssen vor dem Stichtag mindestens ein Punkt durch einen Kauf final gutgeschrieben worden sein, damit die gefährdeten Ereignispunkte erhalten bleiben. Das funktioniert maximal zweimal — danach verfallen die Punkte spätestens mit drei Jahren Alter, unabhängig von weiteren Käufen.

Der zeitkritische Teil steckt im Wort „final“. Punkte werden nach einem Kauf zunächst nur vorgemerkt und erst später endgültig gutgeschrieben; in der Einlöse-FAQ nennt MediaMarkt für vorgemerkte Punkte einen Zeitraum von 30 Tagen nach Kaufabschluss, bevor sie nutzbar werden. Wer am 28. September bestellt, hat zum Stichtag also möglicherweise nur vorgemerkte Punkte auf dem Konto — und das ist nicht dasselbe.

Unsere Empfehlung ist deshalb schlicht: Rechnet mit mehreren Wochen Puffer statt mit Tagen. Wer die Rettung ernsthaft plant, erledigt den Kauf nicht in der letzten Septemberwoche, sondern deutlich davor, und kontrolliert anschließend im Konto, ob die Punkte tatsächlich als final gutgeschrieben ausgewiesen sind. Ein Screenshot der Punkteübersicht kostet nichts und hilft, falls später etwas geklärt werden muss.

So geht ihr der Reihe nach vor:

  1. Im Kundenkonto nachsehen, wann der letzte Einkauf war — liegt er weniger als zwölf Monate zurück, ist nichts zu tun.
  2. Prüfen, wie viele Punkte überhaupt gefährdet sind und ob sich der Aufwand lohnt.
  3. Falls ja: einen ohnehin geplanten Kauf vorziehen, statt einen zusätzlichen Kauf zu erfinden.
  4. Nach dem Kauf kontrollieren, ob der Punkt final gutgeschrieben ist — nicht nur vorgemerkt.
  5. Die verbliebenen Punkte zeitnah in einen Coupon umwandeln, statt sie weiter zu horten.

Und hier kommt der ehrliche Teil, den wir nicht auslassen wollen: Ein Kauf, der nur der Punkterettung dient, rechnet sich fast nie. Wer 20 Euro ausgibt, um Punkte zu retten, deren Coupon-Gegenwert deutlich darunter liegt, hat ein Minusgeschäft gemacht — und zwar unabhängig davon, wie gut sich die Rettung anfühlt. Der Kauf muss für sich allein sinnvoll sein, die Punkterettung ist die Zugabe.

Wer trotzdem im Markt kauft und die Ware hinterher doch nicht braucht, sollte wissen, dass es im stationären Handel kein gesetzliches Umtauschrecht gibt. Die Verbraucherzentrale erklärt die Rechtslage beim Umtausch ausführlich: Ob ihr Ware ohne Mangel zurückgeben könnt, ist eine Kulanzfrage des Händlers, kein Anspruch. Beim Online-Kauf sieht das dank Widerrufsrecht anders aus — aber dann kann auch die Punktegutschrift wieder storniert werden.

Wer diese Mechanik grundsätzlich kennt, erkennt sie in anderen Programmen wieder. Bei PAYBACK etwa gelten eigene Fristen und eine eigene Logik, die wir in unserem Ratgeber zu PAYBACK-Punkte verfallen aufgeschlüsselt haben — das Grundmuster „Aktivität hält das Konto lebendig“ taucht dort ebenso auf.

Wie viel sind MediaMarkt-Punkte wert?

Kassenbereich im Elektronikmarkt beim Punkte sammeln

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Sammelrate ist offiziell dokumentiert: Laut MediaMarkt-FAQ (Stand: August 2026) gibt es bei berechtigten Artikeln „pro 1€ Einkaufswert 5 Punkte“, online wie im Markt. Einen allgemeingültigen Euro-Gegenwert pro Punkt nennen die Programmbedingungen dagegen nicht — und wir erfinden hier keinen.

Das ist eine bewusste Entscheidung. Im Netz kursieren zahlreiche Umrechnungen, die als feste Regel präsentiert werden. Wir konnten keine davon in den offiziellen FAQ-Antworten von MediaMarkt oder Saturn belegen. Solange der Betreiber selbst keine verbindliche Punkte-zu-Euro-Formel veröffentlicht, ist jede genannte Zahl bestenfalls eine Momentaufnahme aus einem einzelnen Konto — und schlechtestens geraten.

Was die FAQ dagegen konkret beschreibt, ist die Einlösebedingung, und die hat einen erheblichen Einfluss auf den tatsächlichen Wert: Der Coupon bringt einen „einmaligen Preisnachlass“ und setzt einen Mindesteinkauf in Höhe des „5-fachen Couponwerts“ voraus. Ein Coupon lässt sich also nicht isoliert einlösen — ihr müsst mindestens das Fünffache seines Werts ausgeben, damit er überhaupt greift.

Damit ist der ehrliche Rahmen abgesteckt: Der Coupon ist ein Rabatt auf einen ohnehin stattfindenden Einkauf. Wer den Wert der eigenen Punkte wissen will, schaut am besten direkt im Konto nach, welchen Couponwert das System anbietet.

Nicht alles bringt übrigens Punkte. Die FAQ schließt eine ganze Reihe von Kategorien aus, darunter Verträge, Marketplace-Artikel, refurbished Produkte, Download- und Gaming-Cards, Gutscheine, Prepaidkarten, E-Books, Zusatzgarantien, Services, Versandkosten, Reparaturen und Lebensmittel. Wer ausgerechnet mit einem Gutscheinkauf Punkte retten will, steht am 1. Oktober also unter Umständen mit leeren Händen da. Die vollständige Liste steht in der Antwort „myMediaMarkt / mySaturn Punkte sammeln und einlösen“.

Wie löst ihr myMediaMarkt-Punkte ein?

Die Einlösung läuft ausschließlich über das Online-Kundenkonto im Bereich „Meine Punkte“, wo ihr die Punkte per Button „Punkte einlösen“ in einen Coupon umwandelt — so beschreibt es die MediaMarkt-FAQ, Stand August 2026. Nutzbar sind dabei nur final gutgeschriebene Punkte; vorgemerkte werden erst 30 Tage nach Kaufabschluss einlösbar.

Der Ablauf ist überschaubar. Ihr meldet euch im Konto an, öffnet die Punkteübersicht und seht dort, welcher Teil des Punktestands bereits einlösbar ist. Anschließend entscheidet ihr beim Umwandeln, ob der Coupon für MediaMarkt oder für Saturn gelten soll — diese Entscheidung ist Teil des Vorgangs und sollte zum tatsächlich geplanten Einkauf passen. Der fertige Coupon steht direkt danach unter „Meine Coupons“ bereit.

Bei der Einlösung selbst gelten mehrere Einschränkungen, die man kennen sollte, bevor man an der Kasse steht. Der Coupon ist ein einmaliger Preisnachlass, er ist nur mit der jeweiligen Kundenkarte einlösbar, er ist nicht übertragbar und er lässt sich nicht mit anderen Aktionen kombinieren. Und er greift erst ab einem Mindesteinkauf in Höhe des fünffachen Couponwerts.

Diese Kombination aus Mindestumsatz, Nicht-Kombinierbarkeit und Bindung an die Kundenkarte ist bei Punkteprogrammen keine Ausnahme, sondern der Normalfall. Wer mehrere Programme parallel nutzt, kennt das Muster aus dem Hotelbereich — wir haben es am Beispiel Hilton-Punkte einlösen und Gültigkeit durchgespielt, wo ebenfalls Aktivität, Frist und Einlösebedingung ineinandergreifen.

Wie seht ihr euren Punktestand?

Der Punktestand steht im Online-Kundenkonto unter „Meine Punkte“, und er ist dort laut MediaMarkt-FAQ (Stand: August 2026) zweifarbig ausgewiesen: Grün und mit „Einlösbar“ markiert sind die final gutgeschriebenen Punkte, orange die vorgemerkten, die erst 30 Tage nach Kaufabschluss nutzbar werden.

Diese Farbunterscheidung ist die wichtigste Information auf der Seite, wichtiger als die Gesamtsumme oben. Wer im September auf einen hohen Gesamtstand schaut und beruhigt ist, kann sich täuschen — entscheidend ist der grüne Anteil. Ein Konto, das zum Stichtag nur orange Punkte aus einem frischen Kauf zeigt, hat die Rettungsbedingung möglicherweise nicht erfüllt.

Für die Verfallsprüfung braucht ihr zusätzlich zwei Angaben, die nicht auf einen Blick in der Summe stehen: das Alter der Punkte und das Datum des letzten Einkaufs. Beides lässt sich aus der Punkte- und Bestellhistorie im Konto ableiten. Wer sich das einmal notiert, muss die Recherche in den Folgejahren nicht wiederholen — der Stichtag ist jedes Jahr derselbe.

Sinnvoll ist außerdem ein fester Termin im eigenen Kalender, und zwar nicht am 30. September, sondern Anfang des Monats. Dann bleibt genug Luft, um die Gutschrift rechtzeitig final werden zu lassen.

Wer ein zusammengeführtes MediaMarkt-Saturn-Konto führt, sollte an dieser Stelle besonders genau hinsehen. Die FAQ weist ausdrücklich darauf hin, dass bei solchen Konten Punkte verfallen können, wenn die Einkäufe vor der Zusammenführung nur bei einem der beiden Händler stattgefunden haben. Diese Konstellation ist die häufigste Quelle für böse Überraschungen am 1. Oktober.

Was bringen MediaMarkt-Punkte wirklich?

Ereignispunkte durch Newsletter-Anmeldung und Geburtstag

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Laut unserer eigenen Deal-Datenbank haben wir bis heute 1.043 eigene Beiträge zu MediaMarkt und Saturn veröffentlicht (Stand: August 2026) — die beiden Händler gehören damit zu den meistbespielten Marken auf MonsterDealz. Aus dieser Menge an beobachteten Aktionen lässt sich ein Muster ableiten, das wir hier ausdrücklich als Redaktionsbeobachtung kennzeichnen und nicht als Messwert.

Die Beobachtung lautet: Punkteprogramme entfalten ihren Wert vor allem in Kombination mit ohnehin geplanten Käufen. Ein Kauf, der nur zur Punkterettung getätigt wird, rechnet sich fast nie. Das ist die ehrliche Kernbotschaft dieses Artikels, und sie widerspricht bewusst der Dringlichkeit, die eine Verfallsfrist erzeugt. Fristen erzeugen Handlungsdruck — die Frage ist, ob dieser Druck zu einer wirtschaftlich sinnvollen Handlung führt.

In den allermeisten Fällen tut er das nicht. Die Rettungsbedingung verlangt einen Kauf, der Coupon verlangt anschließend einen Mindesteinkauf in Höhe des fünffachen Couponwerts, und der Coupon lässt sich nicht mit anderen Aktionen kombinieren. Jede dieser drei Hürden verschiebt den Break-even nach oben. Wer nüchtern rechnet, kommt oft zu dem Ergebnis, dass ein guter Tagespreis bei einem anderen Händler mehr bringt als der gerettete Punktestand.

Umgekehrt gilt aber genauso: Wenn ohnehin ein Gerät ansteht, ist das Programm eine kostenlose Zugabe. Die Anmeldung kostet nichts, die Punkte fallen beim Einkauf nebenbei an, und der Coupon reduziert einen späteren Einkauf, den ihr sowieso getätigt hättet. Unter dieser Bedingung ist myMediaMarkt schlicht ein kleiner Extra-Rabatt — und genau so sollte man es behandeln.

Vorteile Nachteile
Teilnahme ist kostenlos, Punkte fallen bei ohnehin geplanten Käufen automatisch an. Der Coupon greift erst ab einem Mindesteinkauf in Höhe des fünffachen Couponwerts.
Ein gemeinsames Programm für MediaMarkt und Saturn, der Coupon ist beim Umwandeln frei wählbar. Der Coupon ist nicht mit anderen Aktionen kombinierbar und nicht übertragbar.
Ereignispunkte gibt es ohne Einkauf, etwa für Anmeldung, Newsletter und Geburtstag. Genau diese Ereignispunkte sind die einzigen, die am 30. September aktiv gerettet werden müssen.
Die Regeln sind offiziell dokumentiert und für beide Händler wortgleich nachlesbar. Viele Warengruppen sind vom Punktesammeln ausgeschlossen, darunter Gutscheine und Verträge.

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Gelten bei Saturn dieselben Regeln?

Ja — myMediaMarkt und mySaturn sind ein gemeinsames Treueprogramm der MediaMarktSaturn-Gruppe, und die Regeln sind identisch. Beide Hilfeseiten führen die Verfallsregel unter derselben Antwort-ID 18527 und mit demselben Wortlaut, geprüft im August 2026. Auch der Stichtag 30. September und die Drei-Jahres-Grenze gelten bei Saturn unverändert.

Ihr müsst also nicht zwei Regelwerke im Kopf behalten: Was für myMediaMarkt-Punkte gilt, gilt eins zu eins für mySaturn-Punkte.

Der einzige Punkt, an dem die beiden Marken auseinanderlaufen können, sind alte, getrennt geführte Konten. Wer historisch bei beiden Händlern separat registriert war und die Konten später zusammengelegt hat, fällt unter die Sonderregel aus der FAQ: Punkte können verfallen, wenn die Einkäufe vor der Zusammenführung nur bei einem der beiden Anbieter stattfanden.

Für die Kontrolle vor dem Stichtag heißt das: Ein zusammengeführtes Konto verdient einen genaueren Blick als ein von Anfang an einheitliches. Wer unsicher ist, ob die eigene Historie sauber übernommen wurde, wendet sich rechtzeitig an den Kundenservice — rechtzeitig bedeutet hier Wochen vor dem 30. September, nicht Tage.

Häufige Fragen zu myMediaMarkt-Punkten

Wann genau verfallen meine Punkte?

Der Punktestand wird jährlich zum 30. September geprüft, die Prüfung läuft in der Nacht zum 1. Oktober. 2026 ist der Stichtag also der 30.09.2026. Verfallen können Ereignispunkte, die mindestens ein Jahr alt sind und bei denen zusätzlich in den letzten zwölf Monaten kein Einkauf stattgefunden hat, sowie Transaktionspunkte, die drei volle Jahre alt sind.

Wie viel sind MediaMarkt-Punkte wert?

Die offizielle FAQ nennt die Sammelrate von fünf Punkten pro Euro Einkaufswert bei berechtigten Artikeln, aber keine allgemeingültige Umrechnung von Punkten in Euro. Verbindlich ist einzig der Couponwert, den euch das System im Kundenkonto für euren aktuellen Punktestand anbietet. Kursierende Faustformeln aus Foren lassen sich in den Programmbedingungen nicht belegen.

Wie kann ich MediaMarkt-Punkte einlösen?

Im Online-Kundenkonto unter „Meine Punkte“ wandelt ihr die Punkte über den Button „Punkte einlösen“ in einen Coupon um und entscheidet dabei, ob dieser für MediaMarkt oder Saturn gelten soll. Der Coupon liegt danach unter „Meine Coupons“ bereit. Er gilt als einmaliger Preisnachlass ab einem Mindesteinkauf in Höhe des fünffachen Couponwerts.

Verfallen auch Punkte aus Einkäufen?

Ja. Transaktionspunkte aus Käufen verfallen laut FAQ, wenn sie drei volle Jahre alt sind und nicht in einen Coupon umgewandelt wurden. Anders als bei Ereignispunkten hilft hier kein weiterer Einkauf: Der einzige Weg, diese Punkte zu sichern, ist die rechtzeitige Umwandlung in einen Coupon im Kundenkonto.

Zählt eine Newsletter-Anmeldung als Aktivität?

Nein. Die Newsletter-Anmeldung bringt laut FAQ zwar selbst Ereignispunkte, sie ist aber kein Einkauf. Für die Rettung verfallsgefährdeter Punkte verlangen die Programmbedingungen ausdrücklich, dass vor dem Stichtag mindestens ein Punkt durch einen Kauf final gutgeschrieben wurde. Nur Kaufaktivität setzt die Zwölf-Monats-Uhr zurück.

Gelten mySaturn-Punkte bei MediaMarkt?

Das Punktekonto ist gemeinsam, der daraus erzeugte Coupon ist es nicht. Beim Umwandeln legt ihr fest, ob der Coupon für MediaMarkt oder für Saturn gilt, und danach ist er an diese Wahl gebunden. Prüft deshalb vor dem Umwandeln, wo ihr tatsächlich einkaufen wollt — nachträglich lässt sich die Entscheidung nicht drehen.

Wie oft kann ich meine Punkte retten?

Maximal zweimal. Laut MediaMarkt-FAQ lassen sich Ereignispunkte durch einen rechtzeitigen Kauf höchstens zweimal vor dem Verfall bewahren. Danach verfallen sie spätestens, wenn sie drei Jahre alt sind — unabhängig davon, wie aktiv das Konto danach noch ist. Die Drei-Jahres-Grenze ist die harte Obergrenze.

Reicht ein Kauf kurz vor dem 30. September?

Riskant. Entscheidend ist, dass der Punkt final gutgeschrieben ist, und vorgemerkte Punkte werden laut FAQ erst 30 Tage nach Kaufabschluss einlösbar. Wer erst Ende September bestellt, steht zum Stichtag womöglich nur mit orange markierten Punkten da. Plant deshalb mehrere Wochen Puffer ein und kontrolliert die Gutschrift im Konto.

Fazit: Frist notieren, aber deshalb nichts kaufen

Der 30. September 2026 ist ein echter Stichtag, aber er betrifft längst nicht jedes Konto. Gefährdet sind ausschließlich Ereignispunkte, die mindestens ein Jahr alt sind und auf einem Konto liegen, das in den letzten zwölf Monaten keinen Einkauf gesehen hat. Wer in diesem Zeitraum bei MediaMarkt oder Saturn eingekauft hat, muss nichts tun.

Wer tatsächlich betroffen ist, hat zwei sinnvolle Optionen: die vorhandenen Punkte zeitnah in einen Coupon umwandeln, oder einen ohnehin geplanten Kauf so vorziehen, dass die Gutschrift vor dem Stichtag final ist. Beides mit Puffer, nicht auf den letzten Drücker — und mit einem Blick auf die Farbmarkierung im Konto, denn nur grüne Punkte zählen.

Was wir ausdrücklich nicht empfehlen, ist der Rettungskauf um seiner selbst willen. Mindesteinkauf beim Coupon, fehlende Kombinierbarkeit und die vielen ausgeschlossenen Warengruppen sorgen dafür, dass sich ein Kauf, der nur wegen der Punkte stattfindet, in aller Regel nicht rechnet. Ein Punkteprogramm ist eine Zugabe zu einer guten Kaufentscheidung, kein Grund für eine schlechte.

Wer den Überblick über aktuelle Angebote bei MediaMarkt, Saturn und anderen Händlern behalten will, findet die täglich geprüften Schnäppchen auf der Startseite von MonsterDealz. Und wer die Verfallsregel im Kopf behalten möchte, merkt sich am besten nur einen Satz: Alter allein reicht nicht, es muss auch die Inaktivität dazukommen.

Florian Silbereis — MonsterDealz

Geschrieben von

Florian Silbereis

Gründer von MonsterDealz.de, gelernter Fachinformatiker. Spürt seit über 17 Jahren täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — Spezialgebiete: Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals und Preisfehler.

Zuletzt geprüft: August 2026

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