Mondfinsternis 2026: Alle Zeiten zum 28. August â und warum es kein Blutmond wird
Die Mondfinsternis 2026 findet am Freitag, 28. August, statt und ist in ganz Deutschland zu sehen â allerdings mitten in der Nacht und nur bis zum Monduntergang. Es wird eine partielle Finsternis: 96,2 Prozent der MondoberflĂ€che tauchen in den Kernschatten der Erde, ein vollstĂ€ndiger Blutmond wird daraus trotzdem nicht. Was ihr wirklich seht, wann ihr aufstehen mĂŒsst und welche AusrĂŒstung sich lohnt â Stand: August 2026.
Das Wichtigste in KĂŒrze
- 28. August 2026: partielle Phase ab 04:34 Uhr, Maximum um 06:13 Uhr MESZ
- Bedeckungsgrad 96,2 Prozent â trotzdem kein echter Blutmond
- Keine Schutzbrille nötig: Mondfinsternisse sind mit bloĂem Auge ungefĂ€hrlich
- Das dunkle Beobachtungsfenster dauert je nach Stadt nur 60 bis 90 Minuten
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Was ist eine Mondfinsternis?
Eine Mondfinsternis ist der Durchgang des Mondes durch den Schatten, den die Erde ins All wirft â sie kann deshalb nur bei Vollmond entstehen. Laut Wikipedia ereignen sich pro Jahrhundert im Durchschnitt etwa 154 Kernschattenfinsternisse und rund 88 Halbschattenfinsternisse, also grob zwei bis drei Ereignisse pro Jahr.
Der Erdschatten hat zwei Zonen. Im Halbschatten wird das Sonnenlicht nur teilweise abgeschirmt: Der Mond wirkt dann höchstens etwas fahler, viele Beobachter bemerken davon nichts. Im Kernschatten fehlt das direkte Sonnenlicht komplett â erst hier wird die Finsternis sichtbar, weil eine dunkle Kante ĂŒber die Mondscheibe wandert.
Ein praktischer Unterschied zur Sonnenfinsternis: Eine Mondfinsternis ist laut Wikipedia von jedem Ort auf der Nachtseite der Erde aus zu sehen und bietet â abgesehen von der Lage zum Horizont â ĂŒberall den gleichen Anblick. Ihr mĂŒsst also nirgendwohin reisen. FĂŒr diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Finsternis-Daten von timeanddate.de mit den DĂ€mmerungs- und Monduntergangszeiten der zehn gröĂten deutschen StĂ€dte abgeglichen â genau daran hĂ€ngt, wie viel ihr am 28. August tatsĂ€chlich mitbekommt.
Wann ist die Mondfinsternis 2026? Alle Zeiten fĂŒr den 28. August

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Die Finsternis lÀuft in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 27. auf 28. August 2026, und dauert laut timeanddate.de insgesamt 5 Stunden und 38 Minuten. Die sichtbare partielle Phase davon betrÀgt 3 Stunden und 18 Minuten. Alle Zeiten in MESZ, umgerechnet aus den ortsunabhÀngigen UTC-Phasenzeiten:
- 03:24 Uhr: Die Halbschattenfinsternis beginnt. Kaum wahrnehmbar, der Mond wird nur minimal fahler.
- 04:34 Uhr: Die partielle Finsternis beginnt. Ab jetzt frisst sich eine dunkle Kante sichtbar in die Mondscheibe.
- 06:13 Uhr: Maximum. 96,2 Prozent der MondoberflÀche stecken im Kernschatten.
- 07:52 Uhr: Ende der partiellen Phase â in Deutschland ist der Mond da lĂ€ngst untergegangen.
- 09:02 Uhr: Ende der Halbschattenfinsternis.
Der zugehörige Vollmond steht laut timeanddate.de am 28. August 2026 um 06:18 Uhr exakt gegenĂŒber der Sonne â fĂŒnf Minuten nach dem Finsternis-Maximum. Praktisch heiĂt das: Die spannende Zeit ist 04:34 bis etwa 05:45 Uhr. Danach beginnt die DĂ€mmerung, der Mond steht tief im WestsĂŒdwesten und verschwindet kurz darauf hinter dem Horizont.
Ist das ein Blutmond? Warum 96,2 Prozent nicht reichen
Nein â am 28. August 2026 gibt es keinen echten Blutmond, obwohl fast alle Schlagzeilen diesen Begriff benutzen. Der Grund steckt in zwei Kennzahlen: Der Bedeckungsgrad liegt zwar bei 96,2 Prozent der MondoberflĂ€che, die Magnitude â also der Anteil des Monddurchmessers im Kernschatten â betrĂ€gt laut timeanddate.de aber nur 0,930. Ein Wert unter 1,0 bedeutet: Ein Rest der Mondscheibe bleibt auĂerhalb des Kernschattens.
Genau dieser Rest ist entscheidend. Als âBlutmond“ bezeichnet man die tiefrote FĂ€rbung, die entsteht, wenn der Mond vollstĂ€ndig im Kernschatten steht und ihn nur noch Sonnenlicht erreicht, das durch die ErdatmosphĂ€re gebrochen wurde. Bleibt ein StĂŒck direkt beleuchtet, ĂŒberstrahlt dieser helle Rand alles andere â Ă€hnlich wie eine einzelne helle Lampe in einem sonst dunklen Raum.
Realistisch erwartet euch also ein zu ĂŒber neun Zehnteln verfinsterter Mond mit einer brĂ€unlich-roten Tönung im Schattenbereich und einer schmalen, grellen Sichel am Rand. Beeindruckend â aber optisch etwas völlig anderes als die Bilder, die bei âBlutmond“ in den Suchergebnissen auftauchen. Wer den echten Effekt sehen will, muss warten: Die nĂ€chste totale Mondfinsternis ĂŒber Deutschland steht laut timeanddate.de erst am 31. Dezember 2028 an.
Wie lange ihr die Mondfinsternis wirklich seht: unsere Auswertung fĂŒr zehn StĂ€dte

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Das nutzbare Zeitfenster ist deutlich kĂŒrzer als die 3 Stunden 18 Minuten der partiellen Phase â nach unserer eigenen Auswertung bleiben je nach Stadt nur 60 bis 90 Minuten mit wirklich dunklem Himmel. Wir haben dafĂŒr fĂŒr die zehn gröĂten deutschen StĂ€dte den Beginn der bĂŒrgerlichen DĂ€mmerung, den Sonnenaufgang und den Monduntergang am 28. August 2026 gegen die Finsternis-Phasen gelegt (Datenbasis: Orts-Daten von timeanddate.de, Abruf 10. August 2026).
Das dunkle Fenster reicht vom Beginn der partiellen Phase um 04:34 Uhr bis zum Beginn der bĂŒrgerlichen DĂ€mmerung:
- Berlin: DÀmmerung 05:34 · Sonnenaufgang 06:10 · Monduntergang 06:17 · dunkles Fenster 60 Minuten
- Dresden: DÀmmerung 05:36 · Sonnenaufgang 06:11 · Monduntergang 06:18 · dunkles Fenster 62 Minuten
- Leipzig: DÀmmerung 05:41 · Sonnenaufgang 06:16 · Monduntergang 06:23 · dunkles Fenster 67 Minuten
- Hamburg: DÀmmerung 05:44 · Sonnenaufgang 06:21 · Monduntergang 06:29 · dunkles Fenster 70 Minuten
- Hannover: DÀmmerung 05:49 · Sonnenaufgang 06:25 · Monduntergang 06:32 · dunkles Fenster 75 Minuten
- NĂŒrnberg: DĂ€mmerung 05:51 · Sonnenaufgang 06:25 · Monduntergang 06:32 · dunkles Fenster 77 Minuten
- MĂŒnchen: DĂ€mmerung 05:53 · Sonnenaufgang 06:25 · Monduntergang 06:32 · dunkles Fenster 79 Minuten
- Frankfurt am Main: DÀmmerung 05:59 · Sonnenaufgang 06:33 · Monduntergang 06:41 · dunkles Fenster 85 Minuten
- Stuttgart: DÀmmerung 06:01 · Sonnenaufgang 06:34 · Monduntergang 06:41 · dunkles Fenster 87 Minuten
- Köln: DÀmmerung 06:04 · Sonnenaufgang 06:39 · Monduntergang 06:47 · dunkles Fenster 90 Minuten
Zwei Ergebnisse dieser Rechnung stehen in keiner der ĂŒblichen Meldungen. Erstens: In Berlin und Dresden geht die Sonne vor dem Finsternis-Maximum auf â um 06:10 beziehungsweise 06:11 Uhr, wĂ€hrend das Maximum erst um 06:13 Uhr eintritt. Der am tiefsten verfinsterte Moment fĂ€llt dort also in einen bereits hellen Morgenhimmel, mit dem Mond knapp ĂŒber dem Horizont.
Zweitens: Der Westen Deutschlands ist klar im Vorteil. Zwischen Berlin und Köln liegen 30 Minuten Unterschied beim dunklen Fenster, der Median ĂŒber alle zehn StĂ€dte betrĂ€gt 76 Minuten. Wer in Köln, Stuttgart oder Frankfurt wohnt, hat rund eine halbe Stunde mehr echte Dunkelheit als Beobachter im Osten. Praktischer Rat fĂŒr alle: Der Blick muss nach WestsĂŒdwesten frei sein â der Mond geht laut timeanddate.de in einem Azimut von 254 bis 256 Grad unter, also ĂŒber einer Hausdachkante ist er schnell weg.
Braucht man fĂŒr die Mondfinsternis eine Brille?
Nein. Eine Mondfinsternis lĂ€sst sich zu 100 Prozent gefahrlos mit bloĂem Auge beobachten â anders als eine Sonnenfinsternis, fĂŒr die eine zertifizierte Schutzbrille nach ISO 12312-2 zwingend ist. Der Unterschied ist physikalisch simpel: Ihr schaut auf den abgedunkelten Mond, also auf reflektiertes Licht, nicht in die Sonne.
Diese Verwechslung ist gerade in diesem Sommer naheliegend, weil in Deutschland innerhalb von 16 Tagen beide Ereignisse stattfinden: die partielle Sonnenfinsternis am 12. August 2026 und die Mondfinsternis am 28. August. FĂŒr den ersten Termin gilt striktes Schutzpflicht-Regime, fĂŒr den zweiten ĂŒberhaupt keins. Wer sich fĂŒr die Sonnenfinsternis eine Brille zugelegt hat, braucht sie am 28. August also nicht â Details dazu stehen in unserem Ratgeber Sonnenfinsternis-Brille kaufen.
Auch Kamerafilter, SchweiĂerglas oder Sonnenfolie sind fĂŒr die Mondfinsternis ĂŒberflĂŒssig und sogar kontraproduktiv: Sie schlucken Licht, das ihr bei einem zu 96 Prozent verfinsterten Mond dringend braucht. Die einzig sinnvolle âAusrĂŒstung“ ist eine dunkle Umgebung, ein freier Blick nach Westen und â optional â ein Fernglas.
Fernglas oder Teleskop: Was lohnt sich fĂŒr die Mondfinsternis 2026?

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
FĂŒr dieses Ereignis ist ein Fernglas die klar bessere Wahl als ein Teleskop â aus zwei GrĂŒnden, die beide mit den 60 bis 90 Minuten Zeitfenster zu tun haben. Ein Fernglas ist in Sekunden einsatzbereit und zeigt den ganzen Mond samt Umgebung; ein Teleskop muss aufgebaut und ausgerichtet werden und hat oft ein so kleines Gesichtsfeld, dass ein horizontnahes Objekt schwer zu finden ist.
Die Stiftung Planetarium Berlin formuliert es fĂŒr eine partielle Finsternis so: âBringen Sie Ihr Fernglas mit oder schauen Sie durch eines unserer Teleskope“ (Blogbeitrag vom 20.10.2023). Genau diese Reihenfolge passt auch fĂŒr den 28. August.
Sinnvolle Kennzahlen fĂŒr den Mond:
- VergröĂerung: 7-fach bis 10-fach. Alles darĂŒber verwackelt ohne Stativ.
- Objektivdurchmesser: 50 Millimeter als Standard â die klassische Kombination heiĂt 10×50 oder 7×50.
- Stativgewinde: Ab 10-facher VergröĂerung hilfreich, weil der Mond bei aufgestĂŒtzter Optik ruhig steht.
- Gewicht: Unter 900 Gramm, sonst zittert der Arm nach zwei Minuten.
- Nicht nötig: Zoom-FernglĂ€ser, Nachtsicht, Digitalfunktionen â all das kostet BildqualitĂ€t.
Ein Teleskop lohnt sich, wenn ihr ohnehin einsteigen wolltet: Es zeigt Krater, Rillen und die weiche Kante des Kernschattens, fĂŒr die ein Fernglas zu wenig VergröĂerung hat. Wer sich damit befassen will, findet beim Einsteiger-Bereich der Vereinigung der Sternfreunde eine herstellerunabhĂ€ngige Ăbersicht. FĂŒr den 28. August allein ist die Anschaffung aber ĂŒberdimensioniert.
Was ein gutes Einsteiger-Fernglas kostet â und wann ihr kaufen solltet
Ein brauchbares 10×50-Fernglas beginnt bei etwa 40 bis 60 Euro; darunter wird meist an der VergĂŒtung und an den Prismen gespart. Eine belastbare Untergrenze liefert der FernglĂ€ser-Test der Stiftung Warentest vom 20. April 2022: GeprĂŒft wurden Modelle von rund 20 bis 800 Euro â und zehn Modelle fielen mit âMangelhaft“ durch, weil die Tester Phthalate und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in den GriffbezĂŒgen fanden, teils in Konzentrationen, die als fortpflanzungsgefĂ€hrdend oder krebserregend gelten.
Das ist der eigentliche Grund, beim Fernglas nicht das billigste Angebot zu nehmen: Es geht weniger um SchĂ€rfe als um das Material, das ihr eine Stunde lang in den HĂ€nden haltet und ans Gesicht drĂŒckt.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die tĂ€glich geprĂŒfte SchnĂ€ppchen kuratiert und aktive Mitglieder ĂŒber das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt â wir können deshalb in unser eigenes Archiv schauen, statt zu schĂ€tzen. Ergebnis unserer Auswertung: Seit 2019 haben wir 14 Angebote fĂŒr FernglĂ€ser und Astro-Teleskope veröffentlicht. Der gĂŒnstigste Treffer lag bei 20,00 Euro (wasserdichtes Einsteiger-Fernglas, September 2020), der teuerste bei 403,95 Euro (Bresser Space Explorer MC 127/1900, MĂ€rz 2023), der Median bei 78,92 Euro (Stand: August 2026).
Zwei Dinge fallen dabei auf. Erstens ist die Kategorie selten: 14 Angebote in sieben Jahren sind rund zwei pro Jahr â wer wartet, wartet lange. Zweitens hĂ€ufen sich die Treffer im Herbst und Winter, also zur dunklen Jahreszeit und rund um die groĂen Rabattaktionen. Wer nicht dringend zum 28. August ein Fernglas braucht, fĂ€hrt mit einem Kauf im Rahmen der Amazon-Aktionstage im Herbst meist besser.
Unser Tipp: Optik-Angebote im Blick behalten
- FernglÀser & Teleskope in Hobby & Freizeit
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Mondfinsternis fotografieren: Was mit Handy und Kamera geht

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Mit dem Smartphone allein wird der Mond auf dem Foto ein weiĂer Punkt von wenigen Pixeln â bei 96,2 Prozent Bedeckung sogar ein sehr dunkler. FĂŒr ein erkennbares Bild braucht es mindestens 200 Millimeter Brennweite an einer Kamera, besser 300 Millimeter aufwĂ€rts, dazu ein Stativ.
Die Ausgangswerte fĂŒr den verfinsterten Mond liegen etwa bei ISO 800 bis 1600, Blende f/5,6 bis f/8 und einer Belichtungszeit zwischen einer halben und zwei Sekunden â deutlich lĂ€nger als beim normalen Vollmond, der als helle FlĂ€che viel weniger Licht braucht. Wichtig: manuell fokussieren, der Autofokus findet auf einem dunklen Objekt am dĂ€mmrigen Himmel selten etwas.
Was am 28. August fotografisch tatsĂ€chlich funktioniert, ist die Kombination aus tiefem Mond und Landschaft. Weil der Mond horizontnah steht, lassen sich KirchtĂŒrme, KrĂ€ne oder BĂ€ume mit ins Bild nehmen â das ergibt bei 200 bis 300 Millimetern deutlich bessere Motive als der isolierte Mond. Und weil das Motiv ohnehin tief steht, ist die Kamera schnell aufgebaut; Balkon oder Fenster nach Westen reichen.
Wann ist die nÀchste Mondfinsternis?
Nach dem 28. August 2026 folgt der nĂ€chste Termin schon am 20. Februar 2027 â allerdings nur als Halbschattenfinsternis, die mit bloĂem Auge praktisch nicht auffĂ€llt. Die Ăbersicht fĂŒr Deutschland laut timeanddate.de:
- 28. August 2026: partielle Mondfinsternis, Bedeckungsgrad 96,2 Prozent, sichtbar bis Monduntergang
- 20. Februar 2027: Halbschatten-Mondfinsternis, optisch kaum wahrnehmbar
- 12. Januar 2028: partielle Mondfinsternis
- 6. Juli 2028: Halbschatten-Mondfinsternis
- 31. Dezember 2028: totale Mondfinsternis â der nĂ€chste echte Blutmond ĂŒber Deutschland
- 26. Juni 2029: totale Mondfinsternis
Wer also den vollstÀndig rot gefÀrbten Mond sehen will, hat nach dem 28. August 2026 noch zwei Jahre und vier Monate zu warten. Das ist zugleich das beste Argument, sich den 28. August trotzdem anzuschauen: Bis zum Silvestermorgen 2028 kommt in Deutschland nichts Vergleichbares mehr.
So prĂŒfen wir Deals
- Vergleichspreis statt UVP: Wir prĂŒfen jeden Preis gegen idealo und Geizhals â Referenz ist der reale Marktpreis, nicht die UVP.
- AktualitĂ€t: Wir kontrollieren VerfĂŒgbarkeit und GĂŒltigkeit vor Veröffentlichung und ziehen das âStand“-Datum bei Updates hoch.
- UnabhĂ€ngig: Unsere EinschĂ€tzung ist redaktionell â Partner-Links Ă€ndern nichts an der Bewertung.
Vor- & Nachteile im Ăberblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| In ganz Deutschland sichtbar | Beginn erst um 04:34 Uhr nachts |
| Keine Schutzbrille nötig, null Kosten | Kein echter Blutmond (Magnitude 0,930) |
| 96,2 Prozent Bedeckung â fast total | Nur 60 bis 90 Minuten dunkler Himmel |
| Letzte groĂe Finsternis bis Ende 2028 | Mond steht tief, freie Westsicht nötig |
HĂ€ufige Fragen zur Mondfinsternis 2026
Wann ist die Mondfinsternis 2026?
Am Freitag, 28. August 2026. Die Halbschattenphase startet um 03:24 Uhr MESZ, die sichtbare partielle Phase um 04:34 Uhr, das Maximum liegt um 06:13 Uhr. In Deutschland endet die Beobachtung mit dem Monduntergang zwischen 06:17 Uhr (Berlin) und 06:47 Uhr (Köln).
Ist die Mondfinsternis 2026 ein Blutmond?
Nein. Ein Blutmond setzt eine totale Mondfinsternis voraus, bei der die gesamte Mondscheibe im Kernschatten steht. Am 28. August 2026 liegt die Magnitude bei 0,930, ein schmaler Rand bleibt direkt beleuchtet. Der nĂ€chste echte Blutmond ĂŒber Deutschland ist die totale Mondfinsternis am 31. Dezember 2028.
Braucht man fĂŒr eine Mondfinsternis eine Brille?
Nein, eine Mondfinsternis ist mit bloĂem Auge völlig ungefĂ€hrlich â ihr schaut auf reflektiertes, abgedunkeltes Licht. Schutzbrillen nach ISO 12312-2 braucht ihr ausschlieĂlich bei einer Sonnenfinsternis, etwa bei der partiellen Sonnenfinsternis am 12. August 2026.
Was ist der Unterschied zwischen Sonnen- und Mondfinsternis?
Bei einer Sonnenfinsternis schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne, sie tritt bei Neumond auf und ist nur in einem schmalen Streifen sichtbar. Bei einer Mondfinsternis wandert der Mond durch den Erdschatten, sie tritt bei Vollmond auf und ist von der gesamten Nachtseite der Erde aus zu sehen.
Wo sieht man die Mondfinsternis 2026 am besten?
Im Westen Deutschlands. Nach unserer Auswertung hat Köln mit 90 Minuten das lĂ€ngste dunkle Beobachtungsfenster, Berlin mit 60 Minuten das kĂŒrzeste. Entscheidend ist auĂerdem ein freier Blick nach WestsĂŒdwesten, weil der Mond in einem Azimut von 254 bis 256 Grad untergeht.
Brauche ich ein Fernglas oder ein Teleskop?
Beides ist optional. Ein Fernglas mit 7- bis 10-facher VergröĂerung und 50 Millimeter Objektiv ist die praktischere Wahl, weil es sofort einsatzbereit ist und ein groĂes Gesichtsfeld hat. Ein Teleskop zeigt mehr Details, braucht aber Aufbauzeit â bei einem horizontnahen Objekt ein echter Nachteil.
Was kostet ein gutes Einsteiger-Fernglas?
Etwa 40 bis 60 Euro fĂŒr ein solides 10×50-Modell. In unserem eigenen Deal-Archiv lag der Median der 14 Optik-Angebote seit 2019 bei 78,92 Euro, die Spanne reichte von 20,00 bis 403,95 Euro. Die Stiftung Warentest hat 2022 allerdings zehn Modelle wegen Schadstoffen in den GriffbezĂŒgen abgewertet â beim Billigsten zuzugreifen lohnt hier nicht.
Was passiert, wenn es bewölkt ist?
Dann fĂ€llt die Beobachtung aus, eine Alternative gibt es am selben Morgen nicht â das Ereignis dauert nur bis zum Monduntergang. Weil der Mond tief steht, reicht schon eine geschlossene Wolkenbank am Westhorizont. Viele Sternwarten und Planetarien ĂŒbertragen Finsternisse per Livestream, das ist der einzige Ersatz.
Fazit: Ein Wecker-Termin mit Ansage
Die Mondfinsternis 2026 am 28. August ist das beste Himmelsereignis, das Deutschland in diesem Jahr noch zu bieten hat â mit einer ehrlichen EinschrĂ€nkung: Sie ist keine Blutmond-Nacht, sondern eine fast vollstĂ€ndige partielle Finsternis in einem engen Zeitfenster kurz vor Sonnenaufgang. Wer das weiĂ, wird nicht enttĂ€uscht.
- Wecker auf 04:15 Uhr: Ab 04:34 Uhr wird die Verfinsterung sichtbar, danach zÀhlt jede Minute.
- Standort vorher checken: freier Blick nach WestsĂŒdwesten, im Osten Deutschlands eine halbe Stunde weniger Zeit einplanen.
- Nichts kaufen mĂŒssen: Das Ereignis kostet nichts â ein Fernglas ist nett, aber kein Muss.
Wer vorher schon nach oben schauen will: Mitte August liefern die Perseiden den nĂ€chsten Termin am Nachthimmel â auch dafĂŒr braucht ihr keine AusrĂŒstung.
Und falls der Himmel zumacht: Die nĂ€chste totale Mondfinsternis ĂŒber Deutschland kommt am 31. Dezember 2028. Bis dahin lohnt eher der Blick auf die tagesaktuellen Angebote auf der MonsterDealz-Startseite als auf den Nachthimmel.