Mindestlohn 2027: 14,60 Euro — was sich beim Lohn und beim Minijob ändert

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro brutto je Stunde. Das sind 70 Cent mehr als 2026 — ein Plus von 5,04 Prozent. Wer 40 Stunden pro Woche arbeitet, kommt damit auf rund 2.531 Euro brutto im Monat und verdient im Jahr 1.456 Euro brutto mehr. Mit dem Mindestlohn steigt automatisch auch die Minijob-Grenze, und zwar von 603 auf 633 Euro. Festgelegt ist beides in der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • Mindestlohn ab 1. Januar 2027: 14,60 Euro brutto je Zeitstunde.
  • Das sind +0,70 Euro oder +5,04 Prozent gegenĂĽber 2026.
  • Die Minijob-Grenze steigt automatisch mit — auf 633 Euro im Monat.
  • Bei Verstößen drohen BuĂźgelder bis zu 500.000 Euro.

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Wie hoch ist der Mindestlohn 2027?

Lohnabrechnung und Taschenrechner auf einem Schreibtisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der gesetzliche Mindestlohn ist die unterste Grenze, die ein Arbeitgeber in Deutschland je Arbeitsstunde zahlen darf. Ab dem 1. Januar 2027 liegt sie bei 14,60 Euro brutto — nach 13,90 Euro im Jahr 2026 und 12,82 Euro im Jahr 2025.

Rechtsgrundlage ist die FĂĽnfte Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5. November 2025. Sie legt beide Stufen in einem Zug fest; im Verordnungstext heiĂźt es wörtlich: „Der Mindestlohn beträgt … 2. ab 1. Januar 2027 14,60 Euro brutto je Zeitstunde.“ Nachzulesen ist das in der FĂĽnften Mindestlohnanpassungsverordnung.

Damit steht der Wert für 2027 bereits seit November 2025 fest — anders als in früheren Jahren, in denen die Erhöhung erst im Sommer davor beschlossen wurde. Für Arbeitnehmer wie Betriebe heißt das: Es gibt keine offene Frage mehr, nur einen Termin.

Wie viel mehr ist das im Monat?

Bei einer 40-Stunden-Woche steigt der Bruttolohn 2027 um 121,33 Euro im Monat — von 2.409,33 auf 2.530,67 Euro. Über das Jahr summiert sich das auf 1.456 Euro brutto mehr. Die Rechnung beruht auf 52 Wochen, umgelegt auf zwölf Monate.

Wichtig ist die Einschränkung: Das ist brutto. Was davon netto übrig bleibt, hängt an Steuerklasse, Kirchensteuer und Krankenkassenbeitrag — bei niedrigen Einkommen bleibt anteilig mehr hängen als bei hohen, weil die Progression flach beginnt.

Für Teilzeitkräfte fällt der Zuwachs proportional kleiner aus. Wer 20 Stunden pro Woche arbeitet, bekommt 60,67 Euro brutto mehr im Monat, bei 30 Stunden sind es 91 Euro.

Mindestlohn 2027 nach Wochenstunden

Wochenstunden Brutto/Monat Plus/Monat
10 Stunden 632,67 € +30,33 €
20 Stunden 1.265,33 € +60,67 €
30 Stunden 1.898,00 € +91,00 €
40 Stunden 2.530,67 € +121,33 €

Stand: September 2026, eigene Berechnung auf Basis von 14,60 Euro brutto je Stunde und 52 Wochen im Jahr. Plus/Monat ist die Differenz zum Mindestlohn 2026 von 13,90 Euro. Alle Werte sind Bruttobeträge vor Steuern und Sozialabgaben.

Was ändert sich 2027 beim Minijob?

Arbeitsvertrag und Kugelschreiber auf einem hellen Tisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Minijob-Grenze steigt zum 1. Januar 2027 von 603 auf 633 Euro im Monat. Sie ist seit Oktober 2022 dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt und wird nicht mehr politisch festgesetzt, sondern gerechnet.

Das Sozialgesetzbuch definiert sie so: „Die GeringfĂĽgigkeitsgrenze im Sinne des Sozialgesetzbuchs bezeichnet das monatliche Arbeitsentgelt, das bei einer Arbeitszeit von zehn Wochenstunden zum Mindestlohn erzielt wird.“ Die Formel in § 8 Absatz 1a SGB IV lautet: Mindestlohn mal 130, geteilt durch drei, aufgerundet auf volle Euro.

Für 2027 ergibt das 14,60 × 130 ÷ 3 = 632,67 Euro, aufgerundet also 633 Euro. Wer zum Mindestlohn arbeitet, darf damit weiterhin genau zehn Wochenstunden leisten, ohne die Grenze zu reißen — rund 43,4 Stunden im Monat.

Der praktische Punkt: Wer seinen Minijob bisher bei 603 Euro ausgereizt hat, muss die Stundenzahl nicht kürzen. Der Lohn steigt, die Grenze steigt mit. Wer allerdings mehr als den Mindestlohn bekommt, muss nachrechnen — dort verschiebt sich die zulässige Stundenzahl nach unten.

Wer bekommt den Mindestlohn — und wer nicht?

Anspruch hat grundsätzlich jeder Arbeitnehmer in Deutschland, auch bei Minijobs, Saisonarbeit und in Praktika über drei Monaten. Das Mindestlohngesetz nennt allerdings fünf klar abgegrenzte Ausnahmen.

  • Auszubildende: FĂĽr sie gilt die MindestausbildungsvergĂĽtung nach dem Berufsbildungsgesetz, nicht der Mindestlohn.
  • Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung.
  • Pflichtpraktika im Rahmen einer Schul- oder Hochschulausbildung, unabhängig von der Dauer.
  • Freiwillige Orientierungs- und Begleitpraktika bis zu drei Monaten.
  • Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten einer neuen Beschäftigung.

Ehrenamtlich Tätige fallen ebenfalls nicht unter das Gesetz, weil sie keine Arbeitnehmer im arbeitsrechtlichen Sinn sind. Alle übrigen Beschäftigungsverhältnisse sind erfasst — auch kurzfristige und geringfügige.

Bis wann muss der Mindestlohn ausgezahlt werden?

Spätestens am letzten Bankarbeitstag des Monats, der auf den Arbeitsmonat folgt. Wer im Januar 2027 arbeitet, muss sein Geld also bis Ende Februar 2027 haben — unabhängig davon, was im Arbeitsvertrag steht.

Eine frühere Fälligkeit darf vereinbart werden, eine spätere nicht. Diese Frist ist zwingend und lässt sich weder durch Arbeitsvertrag noch durch Betriebsvereinbarung verlängern.

Ausnahme sind Arbeitszeitkonten. Das Mindestlohngesetz begrenzt sie doppelt: „Die auf das Arbeitszeitkonto eingestellten Arbeitsstunden dĂĽrfen monatlich jeweils 50 Prozent der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit nicht ĂĽbersteigen“, und ausgeglichen werden muss „spätestens innerhalb von zwölf Kalendermonaten nach ihrer monatlichen Erfassung durch bezahlte Freizeitgewährung oder Zahlung des Mindestlohns“.

Endet das Arbeitsverhältnis vorher, verkürzt sich die Frist erheblich: Der Ausgleich muss dann spätestens in dem Kalendermonat erfolgen, der auf die Beendigung folgt. Nachzulesen ist beides in § 2 des Mindestlohngesetzes.

Praktisch heißt das: Ein Arbeitszeitkonto darf den Mindestlohn zeitlich strecken, aber nicht dauerhaft aussetzen. Wer nach zwölf Monaten immer noch unbezahlte Plusstunden auf dem Konto stehen hat, hat einen fälligen Zahlungsanspruch — unabhängig davon, ob der Betrieb das Konto weiterführt.

Was passiert bei Verstößen gegen den Mindestlohn?

Wer den Mindestlohn nicht zahlt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 500.000 Euro. Dieselbe Höchstsumme gilt, wenn ein Auftraggeber einen Subunternehmer beauftragt, der den Mindestlohn missachtet — die Haftung reicht also über den eigenen Betrieb hinaus.

Für Verstöße gegen die Aufzeichnungspflichten sind bis zu 50.000 Euro vorgesehen, für sonstige Ordnungswidrigkeiten bis zu 30.000 Euro. Kontrolliert wird durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls.

Für Beschäftigte hat das eine praktische Konsequenz: Der Anspruch auf den Mindestlohn ist unabdingbar. Eine Vereinbarung, die ihn unterschreitet, ist unwirksam — auch dann, wenn ihr sie unterschrieben habt.

Wie wird der Mindestlohn festgelegt?

Die Mindestlohnkommission schlägt die Anpassung alle zwei Jahre vor, die Bundesregierung setzt sie per Verordnung um. Das Gremium besteht aus je drei Vertretern der Arbeitgeber und der Gewerkschaften, einem Vorsitzenden und zwei beratenden Wissenschaftlern ohne Stimmrecht.

Die aktuelle Anpassung wurde im Juni 2025 beschlossen und im November 2025 in Kraft gesetzt. Sie umfasst ausnahmsweise zwei Stufen: 13,90 Euro ab 2026 und 14,60 Euro ab 2027 — in Summe ein Plus von 13,88 Prozent gegenüber 12,82 Euro.

Maßgeblich für die Empfehlung ist laut Gesetz die Tarifentwicklung. Die Kommission orientiert sich nachlaufend an den Tarifabschlüssen und wägt ab, welche Höhe Beschäftigte angemessen schützt, ohne Arbeitsplätze zu gefährden. Details zum Verfahren und zur Zusammensetzung erklärt das Bundesarbeitsministerium zur Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung.

Wie hat sich der Mindestlohn seit 2015 entwickelt?

Muenzstapel in aufsteigender Reihenfolge auf einem Holztisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Von 8,50 Euro im Jahr 2015 auf 14,60 Euro im Jahr 2027 — das ist ein Plus von 71,8 Prozent in zwölf Jahren. Den größten Einzelsprung machte der Mindestlohn im Oktober 2022, als er per Gesetz von 10,45 auf 12,00 Euro angehoben wurde.

Die Reihe im Überblick: 8,50 Euro (2015), 8,84 (2017), 9,19 (2019), 9,35 (2020), 9,50 und 9,60 (2021), 9,82, 10,45 und 12,00 (2022), 12,41 (2024), 12,82 (2025), 13,90 (2026) und 14,60 Euro ab 2027. Diese Werte veröffentlicht das Bundesarbeitsministerium fortlaufend.

Auffällig ist der Rhythmus: Bis 2021 wurde meist alle zwei Jahre um 20 bis 35 Cent erhöht, seit 2022 sind es deutlich größere Schritte. Die aktuelle Zwei-Stufen-Anhebung um insgesamt 13,88 Prozent ist die stärkste seit dem gesetzlichen Sprung auf 12 Euro.

Für 2027 bedeutet das eine Einordnung, die in keiner Schlagzeile steht: Die 70 Cent sind absolut betrachtet weniger als die 1,08 Euro des Vorjahres — der prozentuale Zuwachs fällt mit 5,04 statt 8,42 Prozent entsprechend kleiner aus.

Warum sind es 14,60 Euro und nicht 15 Euro?

Weil die Mindestlohnkommission an der Tarifentwicklung ansetzt und nicht an einer politischen Zielmarke. Die im Wahlkampf diskutierten 15 Euro waren eine politische Forderung, kein Beschluss des zuständigen Gremiums.

Die beschlossene Zwei-Stufen-Lösung nähert sich dieser Marke an, ohne sie zu erreichen: 13,88 Prozent Plus in zwei Jahren sind die stärkste Anhebung seit der Sonderstufe 2022, als der Mindestlohn per Gesetz auf 12 Euro gesetzt wurde.

Ob und wann 15 Euro kommen, entscheidet die nächste Anpassungsrunde. Nach dem Zwei-Jahres-Turnus steht sie 2027 an, mit Wirkung zum 1. Januar 2028. Bis dahin gilt der Wert aus der Verordnung.

Gibt es Branchen mit höherem Mindestlohn?

Ja — Branchenmindestlöhne nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz liegen in mehreren Wirtschaftszweigen über dem gesetzlichen Wert und gehen ihm vor. Betroffen sind unter anderem Bauhauptgewerbe, Gebäudereinigung, Pflege, Dachdeckerhandwerk und Elektrohandwerk.

Diese Löhne werden nicht von der Mindestlohnkommission festgelegt, sondern zwischen den Tarifparteien der jeweiligen Branche verhandelt und anschließend für allgemeinverbindlich erklärt. Ihre Laufzeiten und Stufen sind uneinheitlich.

Für Beschäftigte bedeutet das: Prüft immer zuerst, ob für eure Branche ein eigener Mindestlohn gilt. Der gesetzliche Mindestlohn ist die Untergrenze für alle — die Obergrenze ist er nie.

Ein zweiter Punkt wird oft übersehen: Auch ein Tarifvertrag kann höhere Sätze vorsehen, ohne allgemeinverbindlich zu sein. Dann gilt er zwar nur für tarifgebundene Betriebe, ist dort aber verbindlich — der gesetzliche Mindestlohn spielt in diesen Fällen praktisch keine Rolle mehr.

Wer wissen will, was für ihn gilt, prüft also drei Ebenen nacheinander: den eigenen Arbeitsvertrag, einen etwaigen Tarifvertrag oder Branchenmindestlohn und zuletzt den gesetzlichen Mindestlohn als absolute Untergrenze. Die höchste dieser drei Zahlen ist die maßgebliche.

Was bringt der höhere Mindestlohn beim Einkaufen?

Einkaufskorb mit Alltagsprodukten auf einem Kuechentisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

121,33 Euro brutto mehr im Monat entsprechen in unserem eigenen Deal-Archiv etwa zwei durchschnittlichen Kopfhörer-Angeboten oder elf Drogerie-Deals. Wir haben dafür die Medianpreise aus unseren Angebots-Beiträgen ausgewertet: Kopfhörer liegen bei 53,47 Euro über 57 Preisnennungen, Drogerie- und Pflegeprodukte bei 10,49 Euro über 26.

Weitere Vergleichswerte aus derselben Auswertung: eine Decke kostet im Median 36,97 Euro, eine Tasche 34,15 Euro, ein Akkuschrauber 37,39 Euro, ein Adventskalender 24,95 Euro. Netto bleibt vom Bruttozuwachs allerdings deutlich weniger übrig — je nach Steuerklasse grob zwei Drittel.

Der ehrlichere Vergleich ist deshalb der über das Jahr: 1.456 Euro brutto Mehrverdienst bei Vollzeit sind spürbar, decken aber keine Preissteigerung im selben Zeitraum automatisch ab. Wer den Zuwachs erhalten will, vergleicht weiter — und kauft in den angebotsstarken Monaten. In unserem Archiv waren das 2025 der Juli mit 663 und der November mit 601 Angebots-Beiträgen, bei einem Jahresschnitt von 474.

MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Verordnungstexte im Original gelesen und die Beträge selbst nachgerechnet.

Was gilt 2027 fĂĽr Rentner und Studenten?

Für beide Gruppen gilt der Mindestlohn uneingeschränkt — entscheidend ist der Status als Arbeitnehmer, nicht das Alter oder die Einschreibung. Wer als Rentner oder Student jobbt, hat denselben Anspruch auf 14,60 Euro je Stunde.

Für Studenten ist vor allem die Minijob-Grenze relevant: Bei 633 Euro im Monat bleibt die Beschäftigung sozialversicherungsfrei bis auf den pauschalen Rentenversicherungsbeitrag, von dem man sich befreien lassen kann. Wer darüber liegt, rutscht in den Übergangsbereich.

Rentner müssen zusätzlich auf die Hinzuverdienstregeln ihrer Rentenart achten. Bei der Regelaltersrente gibt es seit 2023 keine Hinzuverdienstgrenze mehr; bei Erwerbsminderungsrenten dagegen schon — dort kann ein aufgestockter Minijob die Rente kürzen.

Vor- & Nachteile der Mindestlohnerhöhung 2027

Vorteile Nachteile
+1.456 Euro brutto im Jahr bei Vollzeit Netto bleibt nur rund zwei Drittel
Minijob-Grenze steigt automatisch mit Ăśber dem Mindestlohn sinkt die Stundenzahl
Wert steht seit November 2025 fest Die 15-Euro-Marke wird nicht erreicht
Anspruch ist unabdingbar und einklagbar FĂĽnf Gruppen bleiben ausgenommen

Häufige Fragen zum Mindestlohn 2027

Wie hoch ist der Mindestlohn 2027?

14,60 Euro brutto je Zeitstunde ab dem 1. Januar 2027. Das sind 70 Cent oder 5,04 Prozent mehr als die 13,90 Euro des Jahres 2026. Festgelegt ist der Wert in der FĂĽnften Mindestlohnanpassungsverordnung vom 5. November 2025, die beide Stufen in einem Zug regelt.

Wie hoch ist die Minijob-Grenze 2027?

633 Euro im Monat, nach 603 Euro im Jahr 2026. Die Grenze ist an den Mindestlohn gekoppelt und errechnet sich als Mindestlohn mal 130 geteilt durch drei, aufgerundet auf volle Euro. Damit bleiben genau zehn Wochenstunden zum Mindestlohn möglich.

Wie viel verdient man 2027 bei Vollzeit zum Mindestlohn?

Bei 40 Wochenstunden rund 2.530,67 Euro brutto im Monat, gerechnet über 52 Wochen. 2026 waren es 2.409,33 Euro — der Zuwachs beträgt 121,33 Euro monatlich oder 1.456 Euro im Jahr. Netto bleibt davon je nach Steuerklasse etwa ein Drittel weniger.

FĂĽr wen gilt der Mindestlohn nicht?

Für Auszubildende, Jugendliche unter 18 ohne abgeschlossene Berufsausbildung, Pflichtpraktika, freiwillige Praktika bis drei Monate, Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten und ehrenamtlich Tätige. Alle anderen Beschäftigungsverhältnisse sind erfasst, auch Minijobs und Saisonarbeit.

Wann muss der Mindestlohn gezahlt werden?

Spätestens am letzten Bankarbeitstag des Folgemonats. Arbeit aus dem Januar 2027 muss also bis Ende Februar 2027 bezahlt sein. Eine frühere Fälligkeit ist zulässig, eine spätere nicht — die Frist lässt sich vertraglich nicht verlängern.

Was passiert, wenn mein Arbeitgeber weniger zahlt?

Der Anspruch bleibt bestehen, auch wenn ihr einen niedrigeren Lohn unterschrieben habt — solche Vereinbarungen sind unwirksam. Zuständig für die Kontrolle ist die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls. Dem Betrieb drohen Bußgelder von bis zu 500.000 Euro.

Steigt der Mindestlohn 2028 wieder?

Voraussichtlich ja. Die Mindestlohnkommission entscheidet im Zwei-Jahres-Turnus; die nächste Runde steht 2027 an, mit Wirkung zum 1. Januar 2028. Eine Zahl gibt es dafür noch nicht — festgelegt ist bislang nur der Wert für 2027.

Zählen Zuschläge und Trinkgeld auf den Mindestlohn an?

Trinkgeld zählt nicht — es kommt vom Gast, nicht vom Arbeitgeber, und ersetzt keinen Lohn. Bei Zulagen und Zuschlägen kommt es darauf an, wofür sie gezahlt werden: Was die normale Arbeitsleistung vergütet, kann angerechnet werden; was eine zusätzliche Belastung ausgleicht — etwa Nacht- oder Gefahrenzuschläge —, in der Regel nicht.

Wie lange darf ein Arbeitszeitkonto Plusstunden halten?

Höchstens zwölf Kalendermonate ab der monatlichen Erfassung, und pro Monat dürfen nicht mehr als 50 Prozent der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit eingestellt werden. Danach müssen die Stunden bezahlt oder durch Freizeit ausgeglichen werden. Endet das Arbeitsverhältnis, ist der Ausgleich schon im Folgemonat fällig.

Gilt der Mindestlohn auch fĂĽr Studenten und Rentner?

Ja, uneingeschränkt. Maßgeblich ist der Arbeitnehmerstatus, nicht das Alter oder die Einschreibung. Studenten sollten zusätzlich die Minijob-Grenze von 633 Euro im Blick behalten, Rentner die Hinzuverdienstregeln ihrer jeweiligen Rentenart.

Fazit: 70 Cent mehr, aber die Grenze wandert mit

Der Mindestlohn 2027 ist keine Überraschung mehr — er steht seit November 2025 fest und bringt Vollzeitkräften 1.456 Euro brutto mehr im Jahr. Die eigentliche Nachricht steckt im Kleingedruckten: Weil die Minijob-Grenze an den Mindestlohn gekoppelt ist, steigt sie automatisch mit und niemand muss seine Stunden kürzen.

  • Zum Jahreswechsel Abrechnung prĂĽfen: Der neue Satz gilt ab dem 1. Januar 2027, nicht ab dem ersten vollen Abrechnungsmonat.
  • Minijob nachrechnen, wenn ihr ĂĽber dem Mindestlohn liegt — dort sinkt die zulässige Stundenzahl.
  • Branchenmindestlohn zuerst prĂĽfen: In Bau, Pflege und Gebäudereinigung liegt er höher.

Und wenn das Plus im Monat wirklich etwas bewirken soll, entscheidet vor allem der Zeitpunkt des Einkaufs — täglich geprüfte Angebote findet ihr auf MonsterDealz.de.

Ăśber den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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