MAD Magazin 2026: Gibt es das Kultheft noch? Geschichte, Abo & Sammeln

Das deutsche MAD Magazin gibt es nicht mehr: Panini hat das Satireheft mit der Ausgabe Nr. 185 vom 4. Dezember 2018 eingestellt – 51 Jahre nach dem Start 1967. Wer heute MAD lesen will, greift zum US-Original im Abo oder zu alten deutschen Heften aus zweiter Hand. Wir zeigen euch die Geschichte, den aktuellen Stand und worauf ihr beim Sammeln achten solltet – Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das deutsche MAD startete im September 1967 und erschien in zwei Anläufen bis Dezember 2018.
  • Eine neue deutsche Ausgabe gibt es seit der Einstellung 2018 nicht – auch kein Abo.
  • Das US-Original erscheint weiter, sechsmal im Jahr, und ist in Deutschland abonnierbar.
  • Alte Hefte bekommt ihr gebraucht; realistische Preise zeigen die verkauften Angebote auf eBay.

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Was ist das MAD Magazin?

MAD Magazin Geschichte: Stapel alter Satirehefte auf einem Flohmarkttisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Das MAD Magazin ist ein Satire-Comicheft, das Filme, Werbung, Politik und Popkultur mit gezeichneten Parodien auf die Schippe nimmt. Erfunden wurde es 1952 in den USA von Redakteur Harvey Kurtzman und Verleger William Gaines, zunächst als Comicheft, später im Magazinformat.

Typisch sind ganzseitige Film- und Serienparodien, Faltbilder auf der letzten Seite und wiederkehrende Rubriken. Das Gesicht des Hefts ist die Figur Alfred E. Neumann, die im US-Original seit 1956 auf fast jedem Cover auftaucht. Das Motiv des grinsenden Jungen ist allerdings älter: Laut Wikipedia kursierte es schon im 19. Jahrhundert auf Postkarten.

Für Deutschland war MAD vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren ein Kultheft auf dem Schulhof – ähnlich wie das Yps-Heft mit seinen Gimmicks. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Verlagsgeschichte, die Meldungen zur Einstellung und die heutigen Bezugswege ausgewertet.

Geschichte des deutschen MAD Magazins: von 1967 bis 2018

Die deutsche Ausgabe erschien in zwei Anläufen: von 1967 bis 1995 beim Williams Verlag (300 Hefte) und von 1998 bis 2018 bei Dino und Panini (185 Hefte). Dazwischen lagen drei Jahre ohne MAD am Kiosk.

Die Williams-Jahre (1967–1995)

Das erste deutsche Heft kam im September 1967 für 1,50 D-Mark auf den Markt. Nach 32 Ausgaben übernahm Herbert Feuerstein die Chefredaktion und prägte den Ton bis 1992. Unter ihm kamen eigene deutsche Zeichner und Texte dazu, statt nur US-Material zu übersetzen.

Die Auflage stieg in dieser Zeit von 15.000 auf in der Spitze rund 400.000 Exemplare. Nach Feuersteins Abschied sank sie Anfang der 1990er deutlich, 1995 wurde das Heft nach 300 Ausgaben eingestellt.

Neustart bei Dino und Panini (1998–2018)

Am 7. Oktober 1998 startete MAD neu beim Dino Verlag, zum 31. Dezember 2002 übernahm Panini. Bis Dezember 2009 erschien das Heft monatlich, ab Februar 2010 nur noch alle zwei Monate. Im zweiten Quartal 2012 lag die verkaufte Auflage bei knapp 22.000 Exemplaren.

Am 4. Dezember 2018 erschien die Ausgabe Nr. 185, zwei Tage später meldete Kleinreport das Aus. Eine offizielle Verabschiedung im Heft gab es nicht.

Gibt es das MAD Magazin noch?

MAD Magazin heute: Leser lacht beim Blättern in einem Satireheft

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Auf Deutsch nein, auf Englisch ja: Das deutsche MAD Magazin ist seit Dezember 2018 eingestellt, das US-Original erscheint weiter mit sechs Ausgaben pro Jahr. Ein deutscher Neustart ist bis September 2026 nicht angekündigt, und auch die Fan-Seiten melden seit 2019 keine neuen deutschen Hefte mehr.

Auch in den USA war MAD nicht mehr das Heft von früher. Nach 550 Ausgaben endete im April 2018 die klassische New Yorker Zählung, es folgte ein Neustart in Kalifornien mit der Nummer 1. Ab 2019 bestand das Heft überwiegend aus Nachdrucken mit neuen Covern und verschwand vom Kiosk; erhältlich blieb es im Comicladen und im Abo.

Seit Ende 2024 geht es wieder bergauf: Klassische Rubriken sind zurück, pro Heft stammt laut der englischen Wikipedia wieder rund ein Viertel des Inhalts aus neuer Produktion. Mit der Ausgabe vom August 2026 kehrte MAD zur alten Zählung zurück und erschien als Nr. 600.

MAD Magazin kaufen und abonnieren: Welche Wege gibt es 2026?

Ein Abo gibt es 2026 nur für das englischsprachige US-Original; deutsche Hefte bekommt ihr ausschließlich gebraucht. Am Kiosk werdet ihr in Deutschland in aller Regel weder das eine noch das andere finden.

  • US-Abo: Bei englischezeitschriften.de kostet das Jahresabo mit 6 Ausgaben 59,95 € inklusive Versand nach Deutschland, ohne automatische Verlängerung (Stand 11.09.2026).
  • Einzelhefte (US): Comicläden mit Import-Sortiment führen aktuelle Ausgaben, teils auch Sammelbände mit Nachdrucken.
  • Deutsche Hefte: Flohmarkt, Comicbörsen, Antiquariate und Kleinanzeigen-Portale. Hier findet ihr Einzelhefte ebenso wie ganze Jahrgänge.
  • Online-Marktplätze: Auf eBay und Amazon Marketplace werden deutsche und amerikanische Ausgaben laufend angeboten.

Rechnet beim US-Abo mit rund 10 € pro Heft. Das lohnt sich vor allem für Fans, die Englisch sicher lesen und die Parodien auf US-Serien und US-Politik verstehen. Wer eher auf Nostalgie aus ist, fährt mit einem Stapel alter deutscher Hefte günstiger.

Unser Tipp: Zeitschriften-Abos mit Prämie

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  • Für MAD selbst gibt es keine Prämienabos. In unserer Übersicht sammeln wir aber laufend Abos mit Gutschein-Prämie und Probeabos – von Satire über Comics bis zu Wissensmagazinen.
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Alte MAD-Hefte sammeln: Was sind sie wert?

Alte MAD-Hefte sammeln: Karton mit Heften in Schutzhüllen und Lupe

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Was ein altes MAD-Heft wert ist, hängt vor allem von Ausgabe, Zustand und Vollständigkeit ab – einen verlässlichen Katalogpreis gibt es nicht. Den realistischen Marktwert seht ihr am besten auf eBay mit dem Filter „Verkaufte Artikel“: Dort stehen die tatsächlich gezahlten Preise, nicht die Wunschpreise der Verkäufer.

Diese Punkte beeinflussen den Preis:

  • Frühe Nummern: Hefte aus den ersten Williams-Jahren ab 1967 sind seltener als spätere Ausgaben mit hoher Auflage.
  • Zustand: Knicke, Risse, Stempel und ausgeschnittene Seiten drücken den Wert deutlich. Gut erhaltene Hefte ohne Namenseintrag sind gefragter.
  • Beilagen: Fehlen Poster, Aufkleber oder Sonderbeilagen, gilt ein Heft als unvollständig.
  • Letzte Ausgaben: Die Hefte der Panini-Schlussphase hatten nur noch eine kleine Auflage, was sie für Komplettsammler interessant macht.
  • Konvolute: Ganze Jahrgänge oder Kisten verkaufen sich oft leichter als Einzelhefte, der Stückpreis fällt dafür niedriger aus.

Worauf ihr beim Kauf gebrauchter Hefte achten solltet

Gerade bei Konvoluten von Flohmarkt oder Kleinanzeigen lohnt ein zweiter Blick, bevor ihr bezahlt. Diese Prüfpunkte haben sich bewährt:

  • Heftnummer und Jahrgang: Lasst euch bei Online-Angeboten eine Liste der enthaltenen Ausgaben geben. Nur so könnt ihr Dubletten zu eurer Sammlung vermeiden.
  • Vollständigkeit: Blättert jedes Heft kurz durch und prüft, ob Seiten fehlen oder herausgetrennt wurden.
  • Geruch und Feuchtigkeit: Muffige oder gewellte Hefte lagen oft im Keller. Stockflecken breiten sich in einer Sammlung aus.
  • Deutsch oder US: Achtet auf die Sprache. Amerikanische Ausgaben tauchen auch auf deutschen Flohmärkten auf und werden nicht immer als solche gekennzeichnet.

Lagert eure Sammlung stehend, trocken und ohne direktes Sonnenlicht. Schutzhüllen mit Rückkarton verhindern Knicke und Vergilben. Wer verkaufen will, fotografiert Cover, Rückseite und Mängel einzeln – das spart Rückfragen und Retouren.

Auch Fix und Foxi gehört zu den Kult-Heften, die es nicht mehr am Kiosk gibt: Die letzte reguläre Ausgabe erschien im Dezember 1994, neu gibt es heute nur Sammelbände.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
US-Original weiter im Abo erhältlich Keine deutsche Ausgabe seit Dezember 2018
485 deutsche Hefte aus zwei Epochen US-Abo kostet rund 10 € pro Heft
Alte Hefte günstig auf Flohmärkten US-Witze setzen gutes Englisch voraus
Seit 2024 wieder mehr neue US-Inhalte Kein fester Katalogpreis für Sammler

Häufige Fragen zum MAD Magazin

Wann wurde das deutsche MAD Magazin eingestellt?

Panini hat die deutsche Ausgabe im Dezember 2018 eingestellt. Das letzte Heft war die Nummer 185 vom 4. Dezember 2018. Eine erste Einstellung gab es bereits 1995, als der Williams Verlag das Heft nach 300 Ausgaben aufgab. Der Neustart folgte im Oktober 1998.

Kann man das MAD Magazin noch abonnieren?

Ja, aber nur das englischsprachige US-Original. Ein Jahresabo mit sechs Ausgaben kostet bei englischezeitschriften.de 59,95 € inklusive Versand, Stand September 2026. Ein Abo der deutschen Ausgabe ist nicht mehr möglich, weil seit 2018 keine neuen Hefte erscheinen.

Wer war Herbert Feuerstein beim MAD Magazin?

Herbert Feuerstein war der prägende Chefredakteur der deutschen Ausgabe. Er übernahm nach den ersten 32 Heften und blieb bis 1992. Unter ihm bekam das deutsche MAD eigene Zeichner und Texte und erreichte eine Auflage von rund 400.000 Exemplaren.

Wer ist Alfred E. Neumann?

Alfred E. Neumann ist die Titelfigur des MAD Magazins, ein grinsender Junge mit Zahnlücke. Im US-Original prägt er seit 1956 die Cover. Das Motiv selbst ist deutlich älter und war schon im 19. Jahrhundert auf Postkarten zu sehen, bevor MAD es zu seinem Maskottchen machte.

Erscheint das US-MAD noch mit neuen Inhalten?

Teilweise. Ab 2019 bestand das Heft überwiegend aus Nachdrucken mit neuen Covern. Seit Ende 2024 sind klassische Rubriken zurück und rund ein Viertel jeder Ausgabe ist neu. Im August 2026 kehrte MAD mit der Nummer 600 zur alten Zählung zurück.

Wo verkaufe ich alte MAD-Hefte am besten?

Für Einzelhefte und Konvolute eignen sich eBay, Kleinanzeigen-Portale und Comicbörsen. Prüft vorher auf eBay unter „Verkaufte Artikel“, was vergleichbare Hefte tatsächlich eingebracht haben. Fotografiert Zustand und Mängel ehrlich, dann verkauft ihr schneller und mit weniger Rückfragen.

Fazit: MAD lebt – aber nicht mehr auf Deutsch

Das deutsche MAD Magazin ist nach 485 Heften in zwei Anläufen seit 2018 Geschichte. Fans lesen heute das US-Original im Abo oder bauen sich eine Sammlung aus alten deutschen Heften auf. Drei Faustregeln helfen dabei:

  • Nostalgie: Alte deutsche Hefte auf Flohmärkten und Börsen kaufen, am besten im Konvolut.
  • Aktuelles: Das US-Abo lohnt sich nur, wenn ihr die englischen Parodien wirklich lest.
  • Preise: Immer die verkauften Angebote vergleichen, nie die Wunschpreise.

Mehr Kult-Hefte aus Kindheit und Jugend findet ihr in unserem BRAVO-Archiv-Ratgeber. Wer lieber aktuelle Magazine liest, spart mit einer Zeitschriften-Abo-Prämie – und die neuesten Schnäppchen gibt es täglich auf MonsterDealz.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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