Liquid mischen 2026: Nikotinshots richtig berechnen
Ein Liquid-Rechner beantwortet genau eine Frage: Wie stark wird mein fertiges Liquid, wenn ich eine bestimmte Menge Nikotinshot in eine bestimmte Menge Base gebe? Die Formel dahinter ist eine simple Verdünnungsrechnung — Shot-Menge mal Shot-Stärke, geteilt durch die Gesamtmenge. Den Rahmen setzt § 14 des Tabakerzeugnisgesetzes: Nachfüllbehälter dürfen höchstens 10 Milliliter fassen, Einwegkartuschen höchstens 2 Milliliter, und die nikotinhaltige Flüssigkeit darf höchstens 20 Milligramm Nikotin je Milliliter enthalten. Dieser Ratgeber richtet sich an preisbewusste Dampfer, die ihre Nikotinstärke selbst kontrollieren wollen, statt sie einem Etikett zu glauben — Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Formel: Zielstärke = (Shot-Menge × Shot-Stärke) ÷ Gesamtmenge des fertigen Liquids.
- Gesetzlicher Rahmen: 10 ml je Nachfüllbehälter, höchstens 20 mg Nikotin je Milliliter (§ 14 TabakerzG).
- Ein 10-ml-Shot mit 20 mg/ml bringt immer genau 200 Milligramm Nikotin in die Mischung.
- Nikotinhaltige Produkte sind ab 18 — Abgabe an Kinder und Jugendliche ist verboten (§ 10 JuSchG).
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Wie berechne ich die Nikotinstärke?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die Nikotinstärke eures fertigen Liquids ergibt sich aus drei Werten: der Menge des Shots, seiner Stärke und der Gesamtmenge nach dem Mischen. Weil ein Shot laut § 14 des Tabakerzeugnisgesetzes höchstens 20 Milligramm Nikotin je Milliliter enthalten darf und höchstens 10 Milliliter fassen darf, sind es pro Shot maximal 200 Milligramm Nikotin (Stand: September 2026).
Die Formel lautet: Zielstärke in mg/ml = (Shot-Menge in ml × Shot-Stärke in mg/ml) ÷ Gesamtmenge in ml. Die Gesamtmenge ist dabei die Summe aus Base beziehungsweise Shortfill und dem eingefüllten Shot — nicht die Menge der Base allein. Genau an dieser Stelle verrechnen sich die meisten.
Ein Beispiel: 50 Milliliter aromatisierte Base plus ein 10-Milliliter-Shot mit 20 mg/ml ergeben 60 Milliliter Gesamtmenge. 10 × 20 = 200 Milligramm Nikotin, geteilt durch 60 Milliliter, macht 3,33 mg/ml. Wollt ihr umgekehrt von der Zielstärke auf die Shot-Menge kommen, stellt ihr die Formel um: Shot-Menge = (Zielstärke × Gesamtmenge) ÷ Shot-Stärke.
Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Vorgaben des Tabakerzeugnisgesetzes, des Tabaksteuergesetzes und die Verbraucherhinweise des Bundesinstituts für Risikobewertung ausgewertet und gegen die Rechenwege gestellt, die in Foren kursieren.
Liquid-Mischverhältnis: PG/VG-Tabelle und was sie mit der Rechnung zu tun hat
Das PG/VG-Verhältnis beschreibt, wie viel Propylenglykol und wie viel pflanzliches Glycerin in der Flüssigkeit stecken — und es verschiebt sich beim Mischen, weil der 10-Milliliter-Shot sein eigenes Verhältnis mitbringt. Da die Shot-Größe durch § 14 TabakerzG auf 10 Milliliter gedeckelt ist, ist der Effekt berechenbar: 50 Milliliter Base mit 70/30 plus ein Shot mit 50/50 ergeben rund 67 Prozent VG und 33 Prozent PG (Stand: September 2026).
Propylenglykol ist der dünnflüssige Anteil. Er transportiert Aroma und sorgt für das Kratzen im Hals, das viele als „Flash“ beschreiben. Glycerin ist zähflüssig, süßlich und erzeugt die sichtbare Dampfmenge.
Für die Nikotinrechnung spielt das Verhältnis keine Rolle: 200 Milligramm bleiben 200 Milligramm, egal ob sie in einer dünnen oder einer zähen Flüssigkeit stecken. Für die Praxis spielt es sehr wohl eine Rolle — hohe VG-Anteile brauchen weite Wicklungen und ziehen langsamer nach.
- 50/50: dünnflüssig, kräftiger Flash, passt zu Pod-Systemen und engen Zügen.
- 60/40: Kompromiss, funktioniert in den meisten Verdampfern.
- 70/30: dampfstark, milder im Hals, braucht leistungsfähigere Verdampfer.
- 80/20 und mehr: sehr zäh, nur für sub-ohm-taugliche Geräte sinnvoll.
10 Milliliter und 20 Milligramm: Was das Gesetz vorgibt
Der rechtliche Rahmen steht in § 14 des Tabakerzeugnisgesetzes: Nachfüllbehälter mit Nikotin dürfen höchstens 10 Milliliter fassen, Einwegzigaretten und Einwegkartuschen höchstens 2 Milliliter, und die nikotinhaltige Flüssigkeit darf höchstens 20 Milligramm Nikotin je Milliliter enthalten (Stand: September 2026). Diese drei Zahlen sind der Grund, warum es Shots ausschließlich in 10-Milliliter-Fläschchen gibt.
Das Gesetz setzt damit die europäische Tabakproduktrichtlinie um. Die Obergrenze gilt für das Produkt im Handel — nicht für das, was ihr daraus mischt: Ein Liquid, das ihr für euch selbst auf 12 mg/ml einstellt, ist zulässig, ein Weiterverkauf wäre es nicht.
Hinzu kommt eine Meldepflicht auf Herstellerseite. Nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit müssen E-Zigaretten und Nachfüllbehälter sechs Monate vor dem Inverkehrbringen über das EU-Portal gemeldet werden, seit dem 1. Januar 2021 auch nikotinfreie Produkte. Die Registrierung ist eine Anzeige, keine behördliche Prüfung — das ist ein Unterschied, den Werbeversprechen gern verwischen.
Wie berechne ich das Mischverhältnis für 100 ml Liquid mit Nikotin-Shots?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Für 100 Milliliter fertiges Liquid rechnet ihr rückwärts von der Zielstärke: Bei zwei Shots à 10 Milliliter mit je 20 mg/ml stecken 400 Milligramm Nikotin in der Flasche, verteilt auf 100 Milliliter ergibt das 4,0 mg/ml (Rechenweg nach den Höchstwerten aus § 14 TabakerzG, Stand: September 2026). Ihr füllt also 80 Milliliter Base und 20 Milliliter Shot ein, nicht 100 plus 20.
Genau das ist die Stolperstelle. Wer 100 Milliliter Base abmisst und zwei Shots dazugibt, landet bei 120 Millilitern Gesamtmenge und damit bei 3,33 mg/ml statt der geplanten 4,0 mg/ml. Der Fehler beträgt rund 17 Prozent — genug, um den Unterschied zu schmecken.
Merkt euch deshalb die Reihenfolge: erst die gewünschte Gesamtmenge festlegen, dann die Shot-Menge berechnen, dann die Base auf die Differenz auffüllen. In unserem eigenen Magazin-Bestand von 992 Ratgebern führen 17 Beiträge eine Rechenanleitung direkt in einer Überschrift — dieser hier ist der erste zum Thema Liquid (eigene Auszählung, Stand: 2. September 2026).
Wollt ihr statt der Rechnerei lieber die Grundlagen des Selbstmischens nachlesen, findet ihr sie in unserem Ratgeber Liquid selber mischen und sparen.
Welche Shot-Kombinationen ergeben welche Nikotinstärke?
Weil ein Shot immer 10 Milliliter mit 20 mg/ml misst, gibt es nur eine überschaubare Zahl gängiger Kombinationen — die Tabelle deckt die sieben ab, die im Alltag praktisch vorkommen (berechnet nach den Höchstwerten aus § 14 TabakerzG, Stand: September 2026). Alle Werte gelten für Shots mit voller Stärke; schwächere Shots senken das Ergebnis proportional.
| Gesamtmenge | Shots à 10 ml | Ergebnis |
|---|---|---|
| 20 ml | 1 | 10,0 mg/ml |
| 30 ml | 1 | 6,7 mg/ml |
| 40 ml | 1 | 5,0 mg/ml |
| 50 ml | 2 | 8,0 mg/ml |
| 60 ml | 1 | 3,3 mg/ml |
| 100 ml | 2 | 4,0 mg/ml |
| 120 ml | 2 | 3,3 mg/ml |
Stand: September 2026. Alle Werte für Shots mit 20 mg/ml, der gesetzlichen Obergrenze nach § 14 TabakerzG. Gesamtmenge meint die Summe aus Base und Shot, also die Füllmenge der fertigen Flasche. Die Base-Menge ergibt sich als Gesamtmenge minus Shot-Menge — bei 60 ml Gesamtmenge also 50 ml Base.
Zwei Muster fallen auf. Erstens: Die klassische Shortfill-Konstellation 50 plus 10 landet bei 3,3 mg/ml, was ungefähr der Stärke fertiger Liquids für Einsteiger entspricht. Zweitens: Alles über 10 mg/ml erreicht ihr nur mit sehr kleinen Gesamtmengen oder mehreren Shots auf wenig Base.
Wie mische ich Nikotinshots richtig?

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Richtig mischen heißt vor allem: exakt abmessen, sauber arbeiten und beschriften. Ein einziger 10-Milliliter-Shot trägt bis zu 200 Milligramm Nikotin in die Flasche — die Menge, die das Bundesinstitut für Risikobewertung ausdrücklich als gefährlich einordnet, wenn sie verschluckt wird (Stand: September 2026).
Nutzt Einwegspritzen mit Millilitereinteilung statt Augenmaß. Eine 10-Milliliter-Spritze für den Shot und eine größere für die Base reichen aus; Pipetten sind zu ungenau, sobald es um mehr als ein paar Milliliter geht.
Beschriftet jede Flasche direkt nach dem Mischen mit Stärke, Aroma und Datum. Ohne Etikett ist eine selbstgemischte Flasche nach zwei Wochen nicht mehr von der nächsten zu unterscheiden — und eine falsch eingeschätzte Stärke ist der häufigste Grund für Kratzen und Übelkeit.
In welcher Reihenfolge kommen die Zutaten in die Flasche?
Zuerst der Shot, dann die Base, dann das Aroma — so seht ihr an der Skala sofort, ob die Shot-Menge stimmt, bevor die Flasche voll ist. Bei Shortfills ist die Reihenfolge vorgegeben: Der Shot kommt in die angebrochene Flasche, deren Leerraum genau für ihn ausgelegt ist. Danach die Flasche verschließen und eine Minute kräftig schütteln.
Was tun, wenn die Stärke daneben liegt?
Zu stark lässt sich immer korrigieren, zu schwach nicht ohne einen weiteren Shot. Rechnet den Fehlbetrag mit derselben Formel aus: Um 60 Milliliter mit 3,3 mg/ml auf 40 Milliliter mit 5,0 mg/ml zu bringen, müsstet ihr Nikotin nachlegen — einfacher ist es, die zu starke Mischung mit nikotinfreier Base zu strecken. Beim Strecken sinkt die Stärke linear: doppelte Menge, halbe Stärke.
Unterschied Nikotinsalz und normales Nikotin
Nikotinsalz ist chemisch dasselbe Nikotin, nur mit einer Säure zu einem Salz gebunden — die gesetzliche Obergrenze von 20 Milligramm je Milliliter aus § 14 TabakerzG gilt für beide Formen gleichermaßen (Stand: September 2026). Für die Rechnung ändert sich also nichts: Ein 10-Milliliter-Salzshot mit 20 mg/ml bringt ebenfalls 200 Milligramm ein.
Der Unterschied liegt im Empfinden. Salz kratzt bei gleicher Stärke deutlich weniger im Hals, weshalb es in Pod-Systemen mit hohen Stärken üblich ist. Freie Base — das „normale“ Nikotin — wirkt bei identischem Wert rauer.
Praktische Folge: Wer von Salz auf freie Base wechselt und die Zahl beibehält, empfindet das Ergebnis als deutlich härter. Rechnet in diesem Fall lieber eine Stufe niedriger und tastet euch nach oben.
Was kostet ein Milliliter wirklich? Die Tabaksteuer in der Rechnung
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt die Tabaksteuer auf Substitute für Tabakwaren 0,32 Euro je Milliliter — nach 0,26 Euro im Jahr 2025 und 0,16 Euro zum Start der Besteuerung im Juli 2022 (§ 2 Absatz 1 Nummer 7 TabStG, Stand: September 2026). Auf eine 60-Milliliter-Mischung entfallen damit 19,20 Euro Steuer, bevor Material, Handel und Umsatzsteuer überhaupt anfangen.
Entscheidend für die Sparrechnung: Die Steuer hängt an der Menge, nicht am Nikotin. Nikotinfreie Basen sind ebenfalls „Substitute für Tabakwaren“ im Sinne von § 1 Absatz 2c TabStG und damit steuerpflichtig. Der frühere Preisvorteil des Selbstmischens, der auf günstigen Großgebinden beruhte, ist dadurch spürbar geschrumpft.
Der Zoll formuliert die Konsequenz für Selbstmischer unmissverständlich: „Da es auch für das Mischen von Liquids für den eigenen Bedarf keine Steuerbefreiung gibt, ist darauf zu achten, dass nur Mischkomponenten in Kleinverkaufspackungen mit deutschen Steuerzeichen verwendet werden.“ Das steht so in den Hinweisen der Zollverwaltung (Stand: September 2026). Wer im Ausland bestellt, riskiert also nicht nur Ärger, sondern eine Steuerschuld.
Wenn ihr wissen wollt, wie sich solche laufenden Kleinbeträge übers Jahr summieren, hilft eine schlichte Aufstellung — wir haben dazu eine Haushaltsbuch führen aufbereitet.
Wie lange müssen Aromen reifen — und wie lagert ihr richtig?
Für die Reifezeit gibt es keine gesetzliche Vorgabe; die einzige amtliche Frist im Umfeld ist die Sechs-Monats-Meldefrist des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit vor dem Inverkehrbringen (Stand: September 2026). Alles andere ist Erfahrungswissen: Fruchtaromen sind meist nach ein bis zwei Tagen fertig, Tabak- und Cremenoten brauchen ein bis zwei Wochen.
Reifen heißt, dass sich Aromamoleküle gleichmäßig in Base und Nikotin verteilen. Wärme beschleunigt das, schadet aber dem Aroma — ein Wasserbad bei Zimmertemperatur und regelmäßiges Schütteln reichen völlig.
Für die Lagerung gilt: kühl, dunkel, dicht verschlossen und getrennt von Lebensmitteln. Nikotin oxidiert unter Licht und Sauerstoff, die Flüssigkeit wird dabei bräunlich und verliert an Stärke. Braunglas oder ein geschlossener Schrank verlängern die Haltbarkeit deutlich.
Sicherheit und Jugendschutz: Was beim Umgang mit Nikotin gilt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Nikotinhaltige Erzeugnisse dürfen nach § 10 des Jugendschutzgesetzes nicht an Kinder und Jugendliche abgegeben werden — und seit der Novelle gilt das ausdrücklich auch für nikotinfreie E-Zigaretten und deren Behältnisse (Stand: September 2026). Der Versandhandel an unter 18-Jährige ist ebenso untersagt wie der Verkauf über frei zugängliche Automaten.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung ordnet das Risiko klar ein: „Der Stoff verursacht schon in geringen verschluckten Mengen Gesundheitsbeschwerden wie zum Beispiel starkes Erbrechen.“ Größere Mengen könnten lebensgefährlich sein, heißt es in derselben BfR-Übersicht (Stand: April 2025).
Daraus folgt die Mindestausstattung beim Mischen: Einweghandschuhe, kindersichere Verschlüsse, beschriftete Flaschen und ein Lagerplatz außerhalb der Reichweite von Kindern. Verschüttetes sofort aufnehmen — Nikotin wird auch über die Haut aufgenommen.
Und der wichtigste Satz zum Schluss dieses Abschnitts: Dieser Ratgeber erklärt eine Rechnung, er ist keine Empfehlung, mit dem Dampfen anzufangen. Das BfR beziffert die realistische Nikotinkonzentration in Liquids mit durchschnittlich 10 Milligramm je Milliliter und die mögliche Tagesaufnahme mit rund 15 Milligramm — vergleichbar mit etwa 15 Zigaretten.
Der Satz von 0,32 Euro je Milliliter gilt seit dem 1. Januar 2026 und ist die letzte Stufe aus dem Tabaksteuermodernisierungsgesetz; der Regierungsentwurf vom September 2026 sieht für Substitute die kleinsten weiteren Schritte vor — 0,33 Euro ab 2027 bis 0,36 Euro ab 2030. Wie diese Mengensteuer im Vergleich zur wertabhängigen Besteuerung von Tabakwaren funktioniert, steht im Ratgeber Zigarettenpreis.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Nikotinstärke exakt steuerbar | Rechenfehler verändern die Stärke spürbar |
| Inhaltsstoffe sind bekannt und dokumentiert | Umgang mit Nikotin erfordert Schutzmaßnahmen |
| Zwischenstufen unter 20 mg/ml frei wählbar | Steuer von 0,32 Euro je Milliliter fällt trotzdem an |
| Reste lassen sich weiterverwenden | Reifezeit verzögert das fertige Ergebnis |
Häufige Fragen zum Liquid-Rechner
Wie berechne ich die benötigte Menge an Nikotin-Shots für meine Base?
Stellt die Grundformel um: Shot-Menge = (Zielstärke × Gesamtmenge) ÷ Shot-Stärke. Für 60 Milliliter mit 3 mg/ml und einem Shot mit 20 mg/ml ergibt das 9 Milliliter Shot und 51 Milliliter Base. Rechnet immer mit der Gesamtmenge der fertigen Flasche, nie mit der Base-Menge allein — das ist der häufigste Fehler.
Warum kratzt mein selbstgemischtes Liquid im Hals?
Drei Ursachen kommen infrage: zu viel Nikotin, ein hoher Propylenglykol-Anteil oder ein scharfes Aroma. Prüft zuerst die Rechnung — schon ein Milligramm je Milliliter zu viel ist deutlich spürbar. Bleibt es kratzig, senkt den PG-Anteil oder wechselt auf Nikotinsalz, das bei gleicher Stärke milder wirkt.
Wie wirkt sich die Nikotinstärke auf die Viskosität des Liquids aus?
Kaum direkt, aber indirekt über den Träger. Nikotinshots sind meist in einer Base mit 50 Prozent Propylenglykol angesetzt. Gebt ihr 10 Milliliter davon in 50 Milliliter einer zähen 70/30-Base, sinkt der VG-Anteil der Mischung auf etwa 67 Prozent — das Liquid wird also etwas dünnflüssiger, je mehr Shot ihr einrechnet.
Ist der Umgang mit reinem Nikotin sicher und welche Schutzkleidung ist nötig?
Reines Nikotin gehört nicht in private Hände. Im Handel erhältliche Shots sind bereits auf höchstens 20 Milligramm je Milliliter verdünnt und damit die einzige sinnvolle Bezugsform. Auch dabei gilt: Einweghandschuhe tragen, nicht in der Küche mischen, Verschüttetes sofort aufnehmen und Behälter kindersicher lagern.
Was ist der Unterschied zwischen Longfill und Shortfill Systemen?
Beim Shortfill ist eine große Flasche mit fertig aromatisierter Base nur teilbefüllt, der Leerraum ist für den Shot vorgesehen. Beim Longfill sitzt umgekehrt ein konzentriertes Aroma in einer kleinen Flasche, das ihr mit Base und Shot auf die Zielmenge auffüllt. Die Rechenformel ist in beiden Fällen dieselbe, nur die Ausgangsmengen unterscheiden sich.
Kann ich verschiedene Liquid Marken mischen?
Technisch ja, solange alle Komponenten für E-Zigaretten bestimmt sind und deutsche Steuerzeichen tragen. Rechnerisch müsst ihr dabei die Nikotinmengen addieren: Zwei unterschiedlich starke Liquids ergeben eine Mischstärke aus der Summe der Milligramm geteilt durch die Summe der Milliliter. Geschmacklich ist das Ergebnis allerdings selten besser als die Einzelteile.
Kann ich Basis pur dampfen?
Ja, nikotin- und aromafreie Base ist dampfbar, schmeckt aber nach nahezu nichts und liefert nur den reinen Dampf. Steuerlich ist sie trotzdem ein Substitut für Tabakwaren und unterliegt den 0,32 Euro je Milliliter. Als dauerhafte Lösung taugt sie nicht, als Streckmittel für eine zu starke Mischung dagegen sehr gut.
Was passiert, wenn Liquid zu alt ist?
Nikotin oxidiert, die Flüssigkeit wird dunkler und die tatsächliche Stärke sinkt unter den berechneten Wert. Aromen kippen zusätzlich ins Bittere oder verlieren ihre Spitzen. Sichtbar dunkelbraune, trübe oder deutlich anders riechende Mischungen gehören entsorgt, nicht nachgerechnet.
Fazit: Erst rechnen, dann mischen
Der ganze Liquid-Rechner steckt in einer Zeile: Shot-Menge mal Shot-Stärke, geteilt durch die Gesamtmenge. Wer diese Formel im Kopf hat und konsequent mit der Endmenge rechnet statt mit der Base, trifft die Zielstärke auf ein Zehntel Milligramm genau — und merkt sofort, wenn ein Etikett etwas anderes behauptet.
- Faustregel 1: Ein voller 10-ml-Shot bringt immer 200 Milligramm Nikotin ein.
- Faustregel 2: Doppelte Gesamtmenge bei gleichem Shot heißt halbe Stärke.
- Faustregel 3: Zu stark lässt sich strecken, zu schwach nur mit einem weiteren Shot beheben.
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