Kostenlose SIM-Karte 2026: Welche Anbieter wirklich ohne GrundgebĂĽhr starten

Eine kostenlose SIM-Karte gibt es wirklich — bei Vodafone CallYa sind Anschluss, Karte und Versand mit 0 Euro angegeben, und der Basistarif CallYa Classic hat gar keine GrundgebĂĽhr. „Kostenlos“ heiĂźt dabei aber fast immer „ohne GrundgebĂĽhr“, nicht „ohne jede Kosten“: Ohne Guthaben telefoniert ihr nicht, ohne Ausweis wird die Karte nicht aktiviert, und ohne Aufladung schaltet der Anbieter sie irgendwann ab. Wir zeigen, welche Anbieter im September 2026 wirklich gratis herausgeben und wo die Rechnung später doch kommt. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in KĂĽrze

  • CallYa Classic: 0 Euro GrundgebĂĽhr, 9 Cent je Minute und SMS, 3 Cent je MB.
  • GMX FreePhone ist dauerhaft 0 Euro — aber nur mit App-Nutzung an 10 Tagen im Monat.
  • Ohne Ident-Verfahren geht keine Karte ans Netz: Ausweispflicht nach § 172 TKG.
  • Ohne Aufladung endet das Aktivitätsfenster — dann wird die Karte gesperrt.

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Was heiĂźt „kostenlose SIM-Karte“ wirklich?

Unbedruckte SIM-Karte im Plastikrahmen neben einem Ă–ffnungsstift

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

„Kostenlos“ bezieht sich in der Mobilfunkwerbung fast immer auf drei Posten: die SIM-Karte selbst, den Versand und die AnschlussgebĂĽhr. Der laufende Betrieb ist damit nicht gemeint — und genau dort entstehen die Kosten.

Sauber trennen lassen sich vier Ebenen. Erstens der Kartenpreis: Bei echten Freikarten liegt er bei 0 Euro, bei Supermarkt-Startersets zwischen 9,99 und 12,99 Euro. Zweitens die GrundgebĂĽhr: Reine Prepaid-Basistarife haben keine, gebuchte Pakete kosten alle vier Wochen Geld. Drittens die Nutzung nach Verbrauch. Viertens die Bedingungen, unter denen die Karte aktiv bleibt.

Ein Starterset für 9,99 Euro mit 10 Euro Startguthaben — so verkauft ALDI TALK es — ist rechnerisch sogar günstiger als eine Gratiskarte ohne Guthaben. Der Preis der Karte allein sagt also wenig aus. Entscheidend ist, was ihr am Ende des ersten Jahres bezahlt habt.

Wer dagegen ohnehin monatlich Datenvolumen braucht, vergleicht besser gleich richtig: Unser Handytarif-Vergleich ordnet ein, ab wann sich ein gebuchtes Paket gegenĂĽber der Abrechnung nach Verbrauch lohnt.

Welche Anbieter geben die SIM wirklich gratis heraus?

Echte Freikarten ohne Kartenpreis und ohne Versandkosten gibt es im September 2026 vor allem bei den Netzbetreibern selbst. Vodafone schreibt auf seiner Prepaid-Seite ausdrĂĽcklich: „Der Anschluss, die SIM-Karte und der Versand sind kostenlos.“

Anbieter Kartenpreis Startguthaben
Vodafone CallYa 0,00 € 10 € bei Rufnummermitnahme
ALDI TALK 9,99 € 10,00 €
congstar Prepaid ab 9,99 € Guthaben enthalten
GMX FreePhone 0,00 € (eSIM) kein Guthaben nötig

Stand 07.09.2026, Angaben von den Anbieterseiten. Bei congstar nennt die Prepaid-Seite ein Starterpaket „ab 9,99 €“ mit enthaltenem Guthaben, ohne den Guthabenbetrag zu beziffern. GMX FreePhone ist ein reiner eSIM-Tarif und braucht deshalb ĂĽberhaupt keine physische Karte. Die Anbieternamen fĂĽhren auf die jeweilige Produktseite.

Eine Marke fällt weg: netzclub, jahrelang der Klassiker unter den werbefinanzierten Gratis-Karten, ist nicht mehr eigenständig zu bestellen. Die Domain netzclub.net leitet inzwischen per 301 auf eine FONIC-Seite weiter; O2 TelefĂłnica „fĂĽhrt im Zuge der Modernisierung seiner IT-Strukturen kleinere Prepaid-Marken und -Partnermarken in der Marke FONIC zusammen“. Bestandskunden behalten laut dieser Seite Tarif, Preise und Rufnummer.

Auch Lycamobile und Lebara werben mit kostenlosen Prepaid-Karten. Beide Anbieterseiten ließen sich am 7. September 2026 nicht maschinenlesbar auswerten, deshalb führen wir sie hier ohne eigene Zahlen — prüft die Konditionen dort selbst nach, bevor ihr bestellt.

Was kostet die Nutzung ohne GrundgebĂĽhr?

Mechanische Waage mit leerer Schale neben einem unbeschrifteten Blatt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ohne gebuchtes Paket rechnet Vodafone im Tarif CallYa Classic mit 9 Cent pro Minute, 9 Cent pro SMS und 3 Cent pro Megabyte ab. Die Grundgebühr beträgt dort 0 Euro — ihr zahlt also ausschließlich, was ihr tatsächlich nutzt.

Das ist genau der Punkt, an dem viele Leser die Rechnung unterschätzen. 3 Cent pro Megabyte klingen harmlos, ergeben aber rund 30 Euro pro Gigabyte. Wer mit so einer Karte auch nur gelegentlich Videos streamt, zahlt in einer Woche mehr als für ein Jahrespaket.

Die Abgrenzung ist deshalb einfach: Ein grundgebührfreier Tarif lohnt sich für Zweitkarten, Notfallhandys, Kinderhandys, Auto und Smartwatch — überall dort, wo die Karte nur erreichbar sein muss. Für alles andere braucht ihr ein Paket.

Zum Vergleich die aktuellen Paketpreise bei Vodafone CallYa, jeweils fĂĽr vier Wochen: CallYa Start 4,99 Euro mit 2 GB, Allnet Flat S 9,99 Euro mit 25 GB, Allnet Flat M 14,99 Euro mit 50 GB, Allnet Flat L 19,99 Euro mit 100 GB. ALDI TALK verlangt fĂĽr die vergleichbaren Stufen ebenfalls 9,99, 14,99 und 19,99 Euro je vier Wochen.

Wer wissen will, welches Netz an seiner Adresse überhaupt trägt, sollte das vor der Bestellung klären — unser Netzanbieter-Vergleich hilft dabei. Und wer mehrere Geräte mit einer Nummer betreiben will, findet die Regeln dazu unter MultiCard und MultiSIM.

Gibt es einen dauerhaft kostenlosen Tarif?

Ja, einen: GMX FreePhone. Der 3-GB-Tarif enthält laut Anbieter eine Allnet-Flat fĂĽr Telefonie und SMS, läuft im 5G-Netz und kostet in den ersten zwölf Monaten „0,00 € pro Monat“.

Danach greift die Bedingung, die den Tarif ĂĽberhaupt erst erklärt: Kostenfrei bleibt er nur, wenn ihr „die GMX Mail-App an mindestens 10 Tagen pro Monat aktiv“ nutzt. In Monaten, in denen ihr das nicht tut, werden 2,99 Euro fällig. Ihr bezahlt also nicht mit Geld, sondern mit App-Nutzung.

Zwei harte Einschränkungen gehören dazu. Erstens ist FreePhone ein reiner eSIM-Tarif — ältere Handys ohne eSIM-Unterstützung fallen raus. Zweitens gilt das Angebot pro Gerät beziehungsweise pro GMX-Adresse nur einmal. Die Kündigungsfrist beträgt dafür nur sieben Tage, eine Mindestlaufzeit gibt es nicht.

Größere Stufen sind regulär bepreist: 10 GB für 4,99 Euro, 50 GB für 9,99 Euro, 80 GB für 14,99 Euro im Monat. Wenn ihr noch nie mit eSIM gearbeitet habt, erklärt unser Ratgeber eSIM die Einrichtung Schritt für Schritt.

Ohne Ausweis geht keine SIM-Karte ans Netz

Unbedruckte graue Plastikkarte neben einer Lupe auf heller Holzfläche

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Jede Prepaid-Karte in Deutschland muss vor der Freischaltung auf eine identifizierte Person registriert werden. Grundlage ist § 172 Telekommunikationsgesetz; die Pflicht gilt seit dem 1. Juli 2017 und wird von der Bundesnetzagentur beaufsichtigt. Anonyme Karten gibt es im deutschen Handel nicht mehr.

Zulässig sind drei Wege: die Vorlage des Ausweises im Laden, Video-Ident per Videochat und Post-Ident in der Filiale. Beim Online-Kauf wählt ihr in der Regel zwischen den beiden letzten. Ein Ausweis oder Reisepass ist dabei immer nötig, ein Führerschein genügt nicht.

Die Frist ist knapp bemessen. Vodafone gibt fĂĽr CallYa an: „Du hast 30 Tage Zeit fĂĽr die Identifizierung“, die Aktivierung erfolgt danach „innerhalb von 24 Stunden“. Wer die Frist verstreichen lässt, hat eine Karte, die nie funktioniert hat — das ist der häufigste Grund, warum eine bestellte Gratis-SIM tot in der Schublade landet.

Praktisch heißt das: Bestellt die Karte erst, wenn ihr in den nächsten Wochen auch Zeit für das Ident-Verfahren habt. Und legt den Ausweis vor dem Start des Video-Idents bereit, sonst bricht die Prüfung ab.

Wann die kostenlose Karte still abgeschaltet wird

Fast abgelaufene Sanduhr neben einem ausgeschalteten Smartphone

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Eine Prepaid-Karte bleibt nicht dauerhaft aktiv, nur weil sie nichts kostet. Jeder Anbieter arbeitet mit einem Aktivitätsfenster: Wer über einen längeren Zeitraum nicht auflädt, wird zuerst eingeschränkt und dann gesperrt.

ALDI TALK nennt dieses Fenster ausdrĂĽcklich „Aktivitätszeitfenster“. Nach Marktberichten läuft es fĂĽr ein neues Starterset zunächst zwölf Monate; jede Aufladung verlängert es gestaffelt — 5 Euro um vier Monate, 10 Euro um acht Monate, 15 Euro um ein Jahr, 30 Euro um zwei Jahre. Läuft es ab, kĂĽndigt der Anbieter das per SMS an und lässt in der Regel noch zwei Monate Zeit.

Diese Staffelung stammt aus einer sekundären Quelle und kann sich ändern. Verbindlich ist immer die Preisliste eures Anbieters — schaut vor einer längeren Pause dort nach, statt euch auf gemerkte Zahlen zu verlassen.

Wichtig fürs Restguthaben: Es verfällt nicht automatisch, wird aber auch nicht von selbst erstattet. Ihr müsst die Auszahlung aktiv beim Anbieter anfordern. Wer die Karte einfach liegen lässt, verschenkt das Geld faktisch. Deshalb gilt für Notfallkarten die einfache Regel: lieber einmal jährlich 15 Euro aufladen als zweimal eine neue Karte bestellen.

Wer die Karte dauerhaft fĂĽr ein Kind nutzt, findet die passenden Einstellungen und Kostenbremsen in unserem Ratgeber Handyvertrag fĂĽr Kinder.

Vor- & Nachteile im Ăśberblick

Vorteile Nachteile
Karte, Anschluss und Versand ab 0 Euro Daten kosten bis zu 30 Euro je Gigabyte
Keine GrundgebĂĽhr, keine Mindestlaufzeit Ident-Verfahren mit Ausweis ist Pflicht
Keine Schufa-Prüfung, keine Rechnung Sperre, wenn das Aktivitätsfenster abläuft
Ideal fĂĽr Zweit-, Kinder- und Notfallkarte Restguthaben nur auf Antrag zurĂĽck

Häufige Fragen zur kostenlosen SIM-Karte

Ist eine kostenlose SIM-Karte wirklich komplett gratis?

Gratis sind Karte, Anschluss und Versand. Telefonie, SMS und Datenverbrauch kosten Geld, sobald ihr sie nutzt — bei CallYa Classic zum Beispiel 9 Cent je Minute und 3 Cent je Megabyte.

Bekomme ich eine SIM-Karte ohne Ausweis?

Nein. § 172 TKG verpflichtet Anbieter seit dem 1. Juli 2017 zur Identifizierung. Zulässig sind Ausweisvorlage im Laden, Video-Ident und Post-Ident.

Gibt es eine SIM-Karte mit dauerhaft 0 Euro GrundgebĂĽhr?

Ja, zwei Varianten: Prepaid-Basistarife wie CallYa Classic haben dauerhaft keine GrundgebĂĽhr, rechnen aber jede Nutzung ab. GMX FreePhone bleibt bei aktiver App-Nutzung dauerhaft bei 0 Euro, sonst kostet er 2,99 Euro im Monat.

Was ist mit netzclub passiert?

Die Marke geht in FONIC auf. netzclub.net leitet auf eine FONIC-Seite weiter, auf der O2 Telefónica die Zusammenführung kleinerer Prepaid-Marken erklärt. Bestandskunden behalten laut dieser Seite Tarif, Preise und Rufnummer.

Kann ich meine alte Rufnummer mitnehmen?

Ja, die Rufnummernmitnahme ist auch bei Prepaid möglich. Vodafone gibt dafür 10 Euro Bonusguthaben aufs CallYa-Konto, ALDI TALK ebenfalls 10 Euro.

Wie lange bleibt eine ungenutzte Prepaid-Karte aktiv?

Das hängt vom Aktivitätsfenster ab, das jede Aufladung verlängert. Bei ALDI TALK läuft es für ein neues Starterset zunächst zwölf Monate; eine Aufladung über 30 Euro streckt es auf bis zu zwei Jahre.

Bekomme ich mein Restguthaben zurĂĽck?

Grundsätzlich ja, aber nur auf eigenen Antrag. Eine automatische Erstattung gibt es nicht — fordert sie an, bevor ihr die Karte kündigt oder auslaufen lasst.

Fazit: gratis ist die Karte, nicht das Telefonieren

Eine kostenlose SIM-Karte ist kein Marketingtrick, sondern ein reales Angebot — bei CallYa kostet die Karte tatsächlich nichts, und der Basistarif hat keine Grundgebühr. Nur ist damit eben nicht die Nutzung gemeint.

Die ehrliche Empfehlung lautet deshalb: Für eine Zweit-, Kinder- oder Notfallkarte ist eine Gratis-SIM ohne Grundgebühr genau richtig. Wer regelmäßig mobil surft, ist mit einem Paket ab 4,99 Euro deutlich billiger dran, und wer ein eSIM-Handy besitzt, sollte sich GMX FreePhone samt seiner App-Bedingung ansehen.

Denkt an die zwei Fristen, an denen die meisten scheitern: 30 Tage für die Identifizierung und das Aktivitätsfenster für die Aufladung. Weitere Tarif-Schnäppchen und aktuelle Aktionen sammeln wir laufend auf MonsterDealz.de.

Ăśber den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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