Apple Wiederverkaufswert 2026: So schnell verliert ein iPhone an Wert
Der Apple Wiederverkaufswert ist der Betrag, den ihr fĂŒr ein gebrauchtes iPhone, iPad, MacBook oder eine Apple Watch auf dem Zweitmarkt noch bekommt â und er ist der Grund, warum der hohe Kaufpreis am Ende oft weniger weh tut als gedacht. Ein iPhone verliert im ersten Jahr im Schnitt 16,7 Prozent an Wert, ein hochpreisiges Android-GerĂ€t 33,6 Prozent. Dieser Ratgeber zeigt euch die komplette Wertverlust-Kurve ĂŒber vier Jahre, was den Verfall beschleunigt, wann ihr verkaufen solltet â und wie ihr daraus eine ehrliche Kostenrechnung pro Nutzungsjahr macht. Stand: August 2026.
Das Wichtigste in KĂŒrze
- iPhones verlieren nach zwei Jahren rund 35 Prozent, Android-Topmodelle 62 Prozent (BankMyCell, Januar 2021).
- In unserem Deal-Archiv hĂ€lt das MacBook Air M1 am besten: â24,8 Prozent in 32 Monaten, AirPods Pro dagegen â43 Prozent in 14 Monaten.
- Bester Verkaufszeitpunkt ist die Zeit vor der September-Keynote â danach fĂ€llt der Preis der abgelösten Generation.
- Rechnet in Kosten pro Nutzungsjahr: Kaufpreis minus erwarteter Restwert, geteilt durch die Jahre.
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Was ist der Apple Wiederverkaufswert ĂŒberhaupt?

Der Wiederverkaufswert ist der Preis, den ein gebrauchtes GerĂ€t zum jeweiligen Zeitpunkt am Markt erzielt â als Ankaufspreis bei einem HĂ€ndler, als Apple-Trade-In-Gutschrift oder als Verkaufspreis an eine Privatperson. FĂŒr diesen Ratgeber hat unsere Redaktion das eigene Deal-Archiv ausgewertet: 1.201 Apple-BeitrĂ€ge seit MĂ€rz 2018, davon 380 mit einem eindeutig auswertbaren GerĂ€tepreis (Stand: August 2026). Diese 380 Angebote sind die Datenbasis fĂŒr alle Kurven in diesem Artikel.
Wichtig ist die Unterscheidung von zwei Zahlen. Der Restwert ist das, was euer GerĂ€t heute noch wert ist. Der Wertverlust ist die Differenz zum Kaufpreis â und nur die zahlt ihr am Ende wirklich.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die tĂ€glich geprĂŒfte SchnĂ€ppchen kuratiert und aktive Mitglieder ĂŒber das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Weil wir jeden Angebotspreis mit Datum archivieren, lĂ€sst sich der Preisverfall einzelner Modelle ĂŒber Jahre nachzeichnen â genau das machen wir hier.
Dieser Ratgeber behandelt den Wert. Wie ihr das GerĂ€t konkret loswerdet â Apple Trade In, Ankaufportale, Kleinanzeigen â, steht in unserem Ratgeber Apple Trade In.
Wie viel Prozent verliert ein iPhone nach 1, 2, 3 und 4 Jahren?
Laut der Analyse des Ankaufdienstes BankMyCell, ĂŒber die heise online im Januar 2021 berichtete, verlieren Smartphones ab 700 US-Dollar Neupreis nach einem Jahr im Schnitt 16,70 Prozent (iPhone) beziehungsweise 33,62 Prozent (Android). Nach zwei Jahren steht das iPhone bei â35,47 Prozent, Android bei â61,50 Prozent; nach vier Jahren bei â66,43 gegenĂŒber â81,11 Prozent.
Ăbersetzt auf ein iPhone fĂŒr 999 Euro heiĂt das:
- Nach 1 Jahr: rund 833 Euro Restwert â Wertverlust 166 Euro
- Nach 2 Jahren: rund 645 Euro Restwert â Wertverlust 354 Euro
- Nach 3 Jahren: rund 500 Euro Restwert (interpoliert zwischen dem 2- und 4-Jahres-Wert)
- Nach 4 Jahren: rund 335 Euro Restwert â Wertverlust 664 Euro
Die Kurve ist also nicht linear, sondern flacht ab. Das erste Jahr kostet euch am meisten Geld, danach wird jedes weitere Jahr billiger. Wer ein iPhone drei bis vier Jahre behÀlt, zahlt pro Jahr deutlich weniger als jemand, der jÀhrlich wechselt.
Unsere eigenen Archivdaten decken sich damit. Das iPhone 11 (64 GB) tauchte am 14. September 2019 zum Launch mit 749 Euro bei uns auf, am 22. Dezember 2020 fĂŒr 579 Euro und am 25. November 2022 fĂŒr 397 Euro. Das sind â22,7 Prozent nach 15 Monaten und â47,0 Prozent nach 38 Monaten â gemessen an echten Angebotspreisen, nicht an einer UVP.
Warum verlieren Apple-GerÀte langsamer an Wert als Android-GerÀte?
Der Hauptgrund ist die Update-Versorgung: Apple liefert seinen iPhones in der Regel fĂŒnf Jahre lang neue iOS-Versionen, wĂ€hrend bei vielen Android-Herstellern historisch nach zwei Jahren Schluss war (heise online, Januar 2021). Ein GerĂ€t, das noch Sicherheitsupdates bekommt, ist auf dem Gebrauchtmarkt schlicht verkĂ€uflich â eines ohne Updates nicht.
Dazu kommen drei weitere Effekte:
- Einheitliche Modellpalette: Apple bringt pro Jahr eine Handvoll Modelle, Android-Hersteller Dutzende. Wenige Modelle bedeuten einen liquiden, gut vergleichbaren Zweitmarkt.
- Ăkosystem-Bindung: Wer iMessage, iCloud und Apple Watch nutzt, bleibt bei iOS. Die Nachfrage nach gebrauchten iPhones bleibt dadurch hoch.
- Reparierbarkeit und Ersatzteile: FĂŒr gĂ€ngige Apple-Modelle gibt es jahrelang Displays und Akkus. Ein reparierbares GerĂ€t bleibt handelbar.
Seit dem 20. Juni 2025 zieht die EU nach: Die Ăkodesign-Verordnung (EU) 2023/1670 verpflichtet Hersteller fĂŒr neu in Verkehr gebrachte Smartphones und Tablets zu mindestens fĂŒnf Jahren kostenloser Betriebssystem- und Sicherheitsupdates sowie zu sieben Jahren ErsatzteilverfĂŒgbarkeit. Der Vorsprung, den Apple beim Werterhalt hatte, schrumpft damit â die Wertverlust-Zahlen aus 2021 sind also eher eine Obergrenze fĂŒr den kĂŒnftigen Abstand.
Wie viel Wert verlieren iPad, MacBook, Apple Watch und AirPods?

Der Werterhalt unterscheidet sich innerhalb der Apple-Welt deutlich: Am besten hĂ€lt in unserem Archiv das MacBook Air M1 mit â24,8 Prozent nach 32 Monaten, am schlechtesten die AirPods Pro (1. Generation) mit â43 Prozent nach 14 Monaten (MonsterDealz-Deal-Archiv, Stand: August 2026). Zwischen diesen beiden Polen liegt alles andere.
Die vier Kurven aus unserem Archiv, jeweils gegen den deutschen EinfĂŒhrungspreis gerechnet:
- MacBook Air M1 (UVP 1.129 âŹ, Marktstart November 2020): 999 ⏠im September 2021 · 899 ⏠im MĂ€rz 2022 · 849 ⏠im Juli 2023 â â24,8 % in 32 Monaten
- iPad Air 5 (UVP 679 âŹ, Marktstart MĂ€rz 2022): 579 ⏠im Juli 2022 · 599 ⏠im September 2023 · 479 ⏠im August 2024 â â29,5 % in 29 Monaten
- iPhone XR 64 GB (UVP 849 âŹ, Marktstart Oktober 2018): 649,90 ⏠im Juni 2019 · 584,97 ⏠im Oktober 2019 · 499 ⏠im Mai 2020 â â41,2 % in 19 Monaten
- AirPods Pro 1 (UVP 279 âŹ, Marktstart Oktober 2019): 254 ⏠im November 2019 · 199 ⏠Ende November 2019 · 159,85 ⏠im Dezember 2020 â â42,7 % in 14 Monaten
Die Reihenfolge ist stabil und intuitiv erklĂ€rbar: Je teurer und je lĂ€nger softwareseitig unterstĂŒtzt ein GerĂ€t ist, desto langsamer fĂ€llt der Preis. Kopfhörer sind VerschleiĂteile mit fest verbautem Akku â dort geht es am schnellsten bergab.
Beim iPad Air fĂ€llt auĂerdem auf, dass der Preis zwischendurch stieg (579 ⏠â 599 âŹ). Gebrauchtpreise laufen nicht monoton nach unten, sondern folgen Angebot, Aktionen und LagerbestĂ€nden. Ein einzelner Datenpunkt taugt deshalb nie als Wertbeleg.
Was beschleunigt den Wertverlust bei Apple-GerÀten?
Vier Faktoren entscheiden ĂŒber den Restwert â und drei davon habt ihr selbst in der Hand. Apple schreibt zur eigenen Trade-In-Bewertung: âDer endgĂŒltige Betrag hĂ€ngt vom GerĂ€t, dem Modell, dem Hersteller und dem tatsĂ€chlichen Zustand ab.“ (apple.com/de/shop/trade-in, Stand: August 2026). Wie stark schon die Ausstattung durchschlĂ€gt, zeigt unser Deal-Archiv: Das iPhone 11 mit 256 GB stand im Oktober 2020 bei 713,43 Euro, die 64-GB-Version zwei Monate spĂ€ter bei 579 Euro (Stand: August 2026).
Die wichtigsten Beschleuniger, geordnet nach Wirkung:
- Zustand: Display-Kratzer, Dellen und ein Akku unter 80 Prozent KapazitĂ€t kosten am meisten. Ankaufportale stufen dafĂŒr ganze Preisklassen herunter.
- SpeichergröĂe: Die kleinste Variante verliert relativ am schnellsten. In unserem Archiv lag das iPhone 11 mit 256 GB im Oktober 2020 bei 713,43 âŹ, die 64-GB-Version zwei Monate spĂ€ter bei 579 ⏠â der Speicheraufpreis bleibt im Restwert erhalten.
- Farbe: Klassische Farben (Schwarz, Silber, Space Grau, Mitternacht) verkaufen sich am zuverlÀssigsten. AuffÀllige Sonderfarben schrumpfen den KÀuferkreis.
- Zubehör und Verpackung: Originalkarton, Kabel und Rechnung sind bares Geld â vor allem im Privatverkauf, wo sie als Echtheits- und Herkunftsnachweis dienen.
- Gravur: Eine ab Werk eingravierte Widmung ist nicht entfernbar und drĂŒckt den Preis dauerhaft.
- Netzsperre und iCloud-Sperre: Ein nicht abgemeldetes GerÀt ist praktisch unverkÀuflich.
Kurz: HĂŒlle drauf, Karton aufheben, Standardfarbe kaufen â das sind die drei billigsten MaĂnahmen mit dem gröĂten Effekt auf den spĂ€teren Apple Wiederverkaufswert.
Wann ist der beste Zeitpunkt, ein Apple-GerÀt zu verkaufen?

Verkauft vor der September-Keynote, nicht danach. Der Bruch in unseren Archivpreisen liegt jeweils im Quartal nach der Vorstellung der Nachfolgegeneration: Das iPhone 11 stand im September 2019 bei 749 âŹ, im Dezember 2020 â also im Quartal nach der iPhone-12-Keynote â nur noch bei 579 âŹ, ein Minus von 22,7 Prozent (MonsterDealz-Deal-Archiv, Stand: August 2026).
Der Mechanismus ist immer derselbe. Apple stellt im September die neue iPhone-Generation vor, senkt gleichzeitig die Preise der VorgĂ€nger oder nimmt sie aus dem Sortiment â und alle, die aufrĂŒsten wollen, werfen ihr altes GerĂ€t gleichzeitig auf den Gebrauchtmarkt. Angebot hoch, Nachfrage unverĂ€ndert, Preis runter.
Daraus ergibt sich ein einfacher Kalender:
- Juli bis Anfang September: das beste Fenster fĂŒr iPhone und Apple Watch â die GerĂŒchtekĂŒche ist heiĂ, aber der Nachfolger noch nicht da.
- Direkt nach der Keynote: das schlechteste Fenster. Hier verliert ihr die 10 bis 20 Prozent, die ihr zwei Wochen vorher noch hattet.
- FrĂŒhjahr: fĂŒr iPad und Mac das ruhigere Fenster, weil Apple diese Linien meist im FrĂŒhjahr oder Oktober aktualisiert.
- November/Dezember: im Privatverkauf noch einmal Nachfrage durchs WeihnachtsgeschĂ€ft â aber gegen viele andere VerkĂ€ufer.
Wer den Termin nicht im Kopf behalten will, findet die relevanten Aktions- und Kaufzeitpunkte gebĂŒndelt in unserem SchnĂ€ppchen-Kalender.
Wie rechnet ihr die Kosten pro Nutzungsjahr aus?

Die Formel lautet: (Kaufpreis â erwarteter Restwert) Ă· Nutzungsjahre = Kosten pro Jahr. Als Nutzungsdauer könnt ihr euch an der Erhebung des Umweltbundesamts orientieren, laut der die durchschnittliche Erst-Nutzungsdauer von Notebooks bei fĂŒnf bis sechs Jahren liegt (Faktencheck Obsoleszenz, Stand: MĂ€rz 2015) â bei Smartphones liegt sie in der Praxis niedriger, realistisch sind drei bis vier Jahre.
Drei Rechnungen mit unseren Archivwerten:
- MacBook Air M1: 1.129 ⏠Kaufpreis â 849 ⏠Restwert nach 2,7 Jahren = 280 ⏠Wertverlust â rund 104 ⏠pro Jahr
- iPhone 11 (64 GB): 799 ⏠Kaufpreis â 397 ⏠Restwert nach 3,2 Jahren = 402 ⏠Wertverlust â rund 126 ⏠pro Jahr
- AirPods Pro 1: 279 ⏠Kaufpreis â 159,85 ⏠Restwert nach 1,2 Jahren = 119 ⏠Wertverlust â rund 99 ⏠pro Jahr
Das MacBook kostet in der Anschaffung viermal so viel wie die AirPods â und pro Nutzungsjahr fast dasselbe. Genau darum ist die Jahreskosten-Rechnung die ehrlichere Zahl als der Kaufpreis.
Zwei Dinge gehören noch in die Rechnung, wenn ihr es genau nehmt: eventuelle Reparaturkosten (ein Akkutausch schlÀgt mit 70 bis 130 Euro zu Buche) und der Zinsverlust auf das gebundene Kapital. Beide verschieben die Reihenfolge aber selten.
Lohnt sich der höhere Apple-Kaufpreis wegen des Restwerts wirklich?
Teilweise â der Restwertvorsprung gleicht den Aufpreis nicht vollstĂ€ndig aus, aber er halbiert ihn oft. Rechnet man die BankMyCell-Werte von Januar 2021 auf zwei GerĂ€te Ă 900 Euro Kaufpreis, bleiben beim iPhone nach zwei Jahren 581 Euro Restwert, beim Android-Topmodell 347 Euro â eine Differenz von 234 Euro.
Der Vergleich funktioniert allerdings nur bei gleichem Kaufpreis. Kostet das Android-GerÀt 700 statt 900 Euro, schmilzt der Vorteil auf gut 30 Euro zusammen. Die ehrliche Antwort lautet deshalb:
- Ihr verkauft nach 2 Jahren: Der Restwertvorsprung wirkt am stÀrksten, Apple rechnet sich.
- Ihr behaltet 5+ Jahre: Der Vorsprung verpufft weitgehend â nach vier Jahren liegen beide Systeme laut Studie bei unter 35 Prozent Restwert.
- Ihr verkauft gar nicht: Dann zÀhlt nur der Kaufpreis, und der Restwert ist ein reines Buchargument.
Der zweite Hebel ist der Einkauf: Wer ein Apple-GerĂ€t gar nicht erst zum Listenpreis kauft, verbessert seine Jahreskosten stĂ€rker als jeder Restwertvorteil. Refurbished-GerĂ€te haben den steilsten Teil der Kurve bereits hinter sich â wie das funktioniert, steht in unserem Ratgeber iPhone refurbished kaufen.
Welche Apple-Modelle und Konfigurationen halten den Wert am besten?
An der Spitze stehen in unserem Archiv die Macs: Das MacBook Air M1 verlor in 32 Monaten nur 24,8 Prozent, wĂ€hrend die AirPods Pro schon nach 14 Monaten 42,7 Prozent eingebĂŒĂt hatten (MonsterDealz-Deal-Archiv, Stand: August 2026). Innerhalb jeder Produktlinie gelten zusĂ€tzlich diese Muster:
- Pro-Modelle vor Basismodellen: iPhone Pro und MacBook Pro haben den stabileren Zweitmarkt, weil dort auch professionelle KĂ€ufer suchen.
- Mittlere SpeichergröĂe vor Minimalausstattung: 256 GB ist beim iPhone der Standard-Sweetspot; 128 GB gilt zunehmend als knapp, 1 TB als Nische.
- Cellular vor reinem WLAN: Bei iPad und Apple Watch bringt die Mobilfunkvariante zuverlÀssig Aufschlag.
- Standardfarben vor Sonderfarben: siehe oben â gröĂerer KĂ€uferkreis, schnellerer Verkauf.
- Aktuelle Chip-Generation vor Intel: Bei Macs ist der Bruch zwischen Intel und Apple Silicon der hÀrteste Wertknick der letzten Jahre.
Wer den Werterhalt ernsthaft optimieren will, kauft das mittlere Modell einer Linie in einer Standardfarbe mit einer SpeichergröĂe ĂŒber dem Einstieg â und hĂ€lt Karton und Rechnung fest. Das ist unspektakulĂ€r, aber es ist genau das, was die Ankaufpreise belohnen.
Wo ermittelt ihr den aktuellen Wert eures Apple-GerÀts?
Verlasst euch nie auf eine einzige Quelle â die Spanne zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Angebot liegt bei gĂ€ngigen iPhones regelmĂ€Ăig bei 20 bis 30 Prozent. Sinnvoll ist ein Dreiklang aus Ankaufportal, Preisvergleich und Beobachtung realer VerkĂ€ufe.
- Apple Trade In: die schnellste Zahl, meist nicht die höchste. Die Gutschrift gibt es nur beim Neukauf bei Apple.
- Spezialisierte Ankaufportale (Rebuy, Refurbed, Back Market): feste Preise nach Zustandsstufen, Versand inklusive, dafĂŒr Abschlag gegenĂŒber Privatverkauf.
- Preisvergleiche wie Geizhals oder idealo: zeigen den aktuellen Neupreis â die Obergrenze, unter der euer Gebrauchtpreis liegen muss.
- Verkaufte Angebote auf eBay: die einzige Quelle, die zeigt, was tatsÀchlich gezahlt wurde, nicht nur, was gefordert wird.
Vor dem Verkauf mĂŒsst ihr das GerĂ€t zurĂŒcksetzen. Die Verbraucherzentrale formuliert es so: âSie sind selbst dafĂŒr verantwortlich, ihre persönlichen Daten vor der Abgabe eines AltgerĂ€ts zu löschen.“ (Verbraucherzentrale, Stand: Februar 2026). Bei Apple-GerĂ€ten heiĂt das: âWo ist?“ deaktivieren, aus der Apple-ID abmelden, dann zurĂŒcksetzen â sonst bleibt das GerĂ€t gesperrt und wertlos.
Einen breiteren Vergleich der Ankaufwege findet ihr in unserem Ratgeber Handy verkaufen im Vergleich.
Vor- & Nachteile im Ăberblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Nach 2 Jahren rund 35 % Verlust statt 62 % bei Android | Hoher Kaufpreis bindet viel Kapital |
| FĂŒnf Jahre iOS-Updates halten GerĂ€te verkĂ€uflich | Restwertvorteil verpufft nach vier Jahren |
| Liquider Zweitmarkt, schnelle VerkÀufe | AirPods verlieren mit 43 % in 14 Monaten sehr schnell |
| Jahreskosten oft unter 130 ⏠pro GerÀt | EU-Update-Pflicht seit 2025 schmÀlert den Vorsprung |
HĂ€ufige Fragen zum Apple-Wiederverkaufswert
Wie viel ist mein iPhone nach 2 Jahren noch wert?
Rechnet mit rund 65 Prozent des ursprĂŒnglichen Kaufpreises. Laut der von heise online im Januar 2021 zitierten BankMyCell-Analyse verlieren iPhones nach zwei Jahren im Schnitt 35,47 Prozent. Ein GerĂ€t fĂŒr 999 Euro liegt damit bei etwa 645 Euro. Zustand, SpeichergröĂe und Originalzubehör verschieben diesen Wert um jeweils 5 bis 15 Prozent nach oben oder unten.
Verlieren iPads schneller an Wert als iPhones?
Nein, in unserem Deal-Archiv ist es umgekehrt. Das iPad Air 5 verlor 29,5 Prozent in 29 Monaten, das iPhone XR 41,2 Prozent in 19 Monaten. iPads werden lĂ€nger genutzt, seltener ersetzt und stehen weniger im Rampenlicht jĂ€hrlicher Neuvorstellungen â das stabilisiert die Gebrauchtpreise.
Lohnt sich Apple Trade In oder besser Privatverkauf?
Apple Trade In ist bequem und sicher, liegt preislich aber meist unter Ankaufportalen und deutlich unter dem Privatverkauf. Apple selbst schreibt, der endgĂŒltige Betrag hĂ€nge von GerĂ€t, Modell, Hersteller und tatsĂ€chlichem Zustand ab. Als Faustregel: Trade In bei gleichzeitigem Neukauf, Ankaufportal bei Zeitmangel, Privatverkauf bei gut erhaltenen GerĂ€ten mit Originalkarton.
Wann sollte ich mein iPhone verkaufen, um den besten Preis zu bekommen?
Zwischen Juli und Anfang September, also vor der jĂ€hrlichen Apple-Keynote. In unserem Archiv fiel der Angebotspreis des iPhone 11 vom Launch-Niveau 749 Euro auf 579 Euro im Quartal nach der Vorstellung der Nachfolgegeneration. Nach der Keynote drĂ€ngen alle AufrĂŒster gleichzeitig auf den Markt und drĂŒcken den Preis.
Wie stark drĂŒckt ein schwacher Akku den Wiederverkaufswert?
Unter 80 Prozent BatteriekapazitĂ€t stufen die meisten Ankaufportale eine ganze Zustandsklasse herunter, was je nach Modell 30 bis 80 Euro kostet. Ein Akkutausch schlĂ€gt mit 70 bis 130 Euro zu Buche. Rechnet also vorher nach: Bei gĂŒnstigen GerĂ€ten lohnt der Tausch selten, bei aktuellen Pro-Modellen hĂ€ufig.
Sind Sonderfarben schlechter fĂŒr den Restwert?
Ja, aber der Effekt ist kleiner als oft behauptet. Standardfarben wie Schwarz, Silber, Space Grau oder Mitternacht verkaufen sich schneller und an mehr Interessenten. Der Preisunterschied liegt meist im einstelligen Prozentbereich â die lĂ€ngere Verkaufsdauer ist der spĂŒrbarere Nachteil.
Hilft ein gebraucht gekauftes GerÀt bei den Jahreskosten?
Ja, deutlich. Wer ein zwei Jahre altes GerĂ€t kauft, ĂŒberspringt den steilsten Teil der Kurve â die ersten zwölf Monate mit dem gröĂten absoluten Verlust. Refurbished-GerĂ€te mit GewĂ€hrleistung sind deshalb der wirksamste Hebel auf die Kosten pro Nutzungsjahr. Details dazu stehen in unserem Ratgeber zu refurbished Smartphones.
Ăndert die EU-Update-Pflicht den Wiederverkaufswert von Android-GerĂ€ten?
Voraussichtlich ja. Seit dem 20. Juni 2025 mĂŒssen Hersteller fĂŒr neu in Verkehr gebrachte Smartphones fĂŒnf Jahre Betriebssystem- und Sicherheitsupdates sowie sieben Jahre Ersatzteile bereitstellen. Damit fĂ€llt der zentrale Grund weg, warum Android-GerĂ€te bisher schneller unverkĂ€uflich wurden. Belastbare Gebrauchtpreis-Daten dazu gibt es frĂŒhestens ab 2027.
Fazit: Was der Restwert fĂŒr eure Kaufentscheidung bedeutet
Der Apple Wiederverkaufswert relativiert den hohen Kaufpreis, er löscht ihn aber nicht aus. Konkret: 24,8 Prozent Wertverlust in 32 Monaten beim MacBook Air M1 gegenĂŒber 42,7 Prozent in 14 Monaten bei den AirPods Pro â dieselbe Marke, völlig unterschiedliche Rechnung (MonsterDealz-Deal-Archiv, Stand: August 2026). Wer alle zwei bis drei Jahre wechselt und vor der September-Keynote verkauft, kommt bei Apple auf Jahreskosten, die sich mit deutlich gĂŒnstigeren GerĂ€ten messen können. Wer sein GerĂ€t ohnehin fĂŒnf Jahre behĂ€lt, kauft besser nach Preis und nicht nach Restwert.
Drei Faustregeln zum Mitnehmen:
- Rechnet in Jahren, nicht in Kaufpreisen. Kaufpreis minus Restwert, geteilt durch die Nutzungsjahre â das ist die einzige ehrliche Zahl.
- Verkauft vor der Keynote, nicht danach. Zwei Wochen Timing sind 10 bis 20 Prozent wert.
- Kauft mittlere Konfigurationen in Standardfarben und hebt Karton und Rechnung auf.
Alle aktuellen Apple-Angebote, Preisvergleiche und AktionszeitrĂ€ume bĂŒndeln wir laufend in unserer Apple-Spar-Ăbersicht â und die tagesaktuellen SchnĂ€ppchen findet ihr auf MonsterDealz.de.