o2 Car Connection Kit im ausführlichen Test

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Einige von euch erinnern sich bestimmt noch an das Gewinnspiel Ende November. Matthias hatte damals das Car Connection Kit gewonnen und nun einen Testbericht verfasst. 🙂

Da dieser wirklich gut ist, möchte ich ihn mit euch teilen und kopiere diesen einfach mal 1:1 hier rein:

Lieferumfang

Das Connection-Kit besteht auf einer OBD-Dongle inkl. einer o2-Simkarte und kommt in einer quadratischen Verpackung inkl. einer Bedienungsanleitung, einem Aktivierungscode und einer Kurzanleitung.

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Installation

Für die Installation benötigt man eine OBD-Schnittstelle, welche die meisten Autos inzwischen haben. Je nach Hersteller sitzt diese Schnittstelle einfach zugänglich und günstig oder nicht. Bei einem VW Passat sitzt der OBD Stecker in Fahrerfußraum ohne Abdeckung, was die Installation total einfach macht. Leider gibt es auch Hersteller bei denen die OBD-Schnittstelle ungünstig positioniert ist und man ggf. Klappen oder Verkleidungen demontieren oder öffnen muss. Bei permanent eingestecker Dongle nicht unbedingt immer toll, aber ich hatte Glück und nichts stört den Betrieb 🙂

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Smartphone APP für Android/IOS

Nach der Registrierung muss man nur den Aktivierungscode eingeben und dann kann es nach einer kurze Wartezeit bis sich das System richtig eingespielt hat schon losgehen.

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Wenn man die APP dann startet bekommt man einen Google-Maps-Ausschnitt angezeigt, wo die aktuelle Position des Fahrzeugs angezeigt wird (in meinem Fall ein weißer Passat CC). Zusätzlich kann man sich als Benutzer (in meinem Fall ein Bild mit einem Motorrad) ebenfalls orten und anzeigen lassen. Diese Funktion habe ich bisher noch nicht genutzt, wird aber benötigt, wenn man einen Bewegungsalarm aktivieren möchte.

Unter der Karte sieht man dann 4 Kategorien:
Fahrzeugzustand„, „Hauptfahrer„, „Fahrten“ und „tägliche Statistik„.
Mit einem einfachen Fingerwisch kann in der Kartenansicht die 4 Registerkarten hochziehen.

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Über „Fahrzeugzustand“ sieht man diverse Hinweise über den Zustand bzw.
Fehlermeldungen des Fahrzeugs:

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Über „Hauptfahrer“ bzw. „Fahrer“ kommt man die Übersicht wie man sich als Fahrer verhält.
Man sammelt Punkte und desto näher man an die 100 Punkte ran kommt, desto effizienter fährt man. Die grünen Balken zeigen wo man schon richtig gut ist (voller Balken) und wo man noch etwas besser werden kann (Balken kurz).

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Wenn man etwas weiter runtergeht, sieht man sein aktuelles Fahrerabzeichen. Hierbei sei gesagt, wenn man z.B. wie ich über Weihnachten sein Auto fast 2 Wochen stehen lässt, dann bekommt man ein super „Spritspar“-Abzeichen. Wenn man mal rasant über die Autobahn fährt gleich ein „Raser“-Abzeichen. In diesem Fall wie eben gesagt, einmal flott über die Autobahn und dann das…

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Unter „Fahrten“ sieht man auf einer Karte die letzte bzw. aktuelle Fahrt. Durch einen seitlichen „Wisch“ kann man auch ältere Fahrten sehen. Das „Scrollen“ funktioniert nicht ganz so gut (man muss genau waagrecht wischen) und es dauert eine ganze Weile, wenn man eine ältere Fahrt sucht.

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Die APP zeigt die gefahrene Stecke, wobei Punkt A der Startpunkt ist, an dem das Auto gestartet wurde und Punkt B ist entweder der Punkt wo das Auto abgestellt wurde oder die aktuelle Position (wenn das Fahrzeug in Bewegung ist). Desweiteren zeigt die APP die Adressen der Punkte A und B an und noch ein paar Details wie z.B. die errechneten Kraftstoffkosten, ob man auf dem Weg scharf gebremst oder stark beschleunigt hat. Bei der Leerlaufzeit bin ich mir nicht ganz sicher, welcher Sinn dahinter steckt. Ich vermute, dass hier auf den Leerlaufbetrieb an Ampel usw. hingewiesen werden soll, wo es zum Kraftstoffsparen wohl besser wäre das Fahrzeug abzustellen. Zu guter Letzt wird die maximal gefahrene Geschwindigkeit angezeigt.

Unter „täglichen Statistiken“ kann man ebenfalls seitlich hin und her scrollen und bekommt jeweils den Überblick eines kompletten Tages (der meist aus mehr als einer Fahrt besteht):

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GPS Genauigkeit und Übertragungsgeschwindigkeit

Was man leider teilweise feststellen muss, ist dass das GPS Modul manchmal etwas längere Aussetzer hat und Stecken nicht korrekt und teils sehr eckig dargestellt werden (hier Beispiel B26).
Teils hängt auch die Übermittlung zum Server etwas hinterher und man bekommt erst 15-20 Minuten später die eigentlich aktuelle Position angezeigt. Somit ist kein Live-Tracking möglich.

Fazit

Das o2 Car Connection Kit ist super einfach zu installieren und die Inbetriebnahme ist für Laien auch problemlos möglich. Zum Analysieren seines Fahrverhaltens ist die APP ein netter Gag. Die Abfrage bei der Registrierung, ob man seine Daten an Versicherungen übermitteln möchte um günstige Angebote (oder so eine ähnliche Formulierung) zu bekommen, macht mir Angst, da es in meinen Augen eigentlich keinen etwas an geht wie und wo ich Auto fahre. Daher habe ich diesen Punkt man ganz dezent übersprungen und ignoriert :-).
In den 150€ (kostet nun 99€) ist die Datennutzung für 1 Jahr kostenlos inklusive, danach kostet die Datenübermittlung 5€/Monat. Mir persönlich wäre es das nicht Wert, da die APP für mich eine nette Spielerei ist aber mehr eigentlich auch nicht. Mein Fahrverhalten hat sich dadurch nicht verändert und wer spritsparen fahren möchte sollte einfach auf einen Bordcomputer schauen, der ist auch nicht ungenauer und kostet nichts extra. Dafür aber i.d.R. nicht so bunt, interaktiv und ohne Spielereien 🙂

Schlussanmerkung

Ich werde das Connection Kit weiterhin benutzen solange es kostenlos ist. 5€ im Monat ist es mir aber dann doch nicht Wert… es ist und bleibt in meinen Augen der erste Schritt ein Auto auf die moderne Smartphone-Steuerungstechnik upzudaten (wie Smarthome-Nachrüstlösungen für zu Hause). Diese Technik wird sicherlich in Zukunft noch weiter Einzug in Fahrzeugen finden und dann auch komfortabler und umfangreicher sein. Meiner Ansicht nach ist die APP seht nett und teils auch nützlich aber läuft doch einer in die Kategorie „nette Spielerei aber nicht wirklich nötig“.

Kommentare

Profilbild meckerchecker

31.01.2015, 11:46 Antworten #

Leider nicht ganz zutreffende Rezension. Denn: Das Produkt muss zunächst registriert werden (das dauert auch schon mal bis zu 24 Stunden). Die genannten grünen Balken können auch in den roten Bereich wandern und nicht bloß „kürzer“ werden…

    ginoberlin (Gast)

    31.01.2015, 11:58 Antworten #

    Wieso hast du nicht einen besseren Text verfasst, anstatt zu meckern?
    Wir warten auf bessere Ergebnisse von dir.

      Profilbild Nikolaus

      31.01.2015, 14:01 #

      Wo hat er denn gemeckert? meckerchecker hat doch gleich ergänzt, um was es ihm ging. Nennt sich dann konstruktive Kritik. Der einzige, der hier gemeckert hat, bist meiner Meinung nach du.
      // @topic: Der Bericht liest sich so, als ob das eigentlich nur ein teures Fahrtenbuch ist. Ob das Ladesystem oder das ABS meines Autos funktioniert kann ich auch so mit einem einfachen Blick auf’s Cockpit erkennen. Aber ich verstehe generell nicht, wie man sich so eine Datenschleuder freiwillig in’s Auto bauen kann. Noch dazu für einen dreistelligen Betrag. Jetzt werden die Leute langsam dran gewöhnt („schau mal… lustiges buntes Gadget“) und in ein paar Jahren wird so ein Kram dann auf einmal zur Pflichtausstattung. :-/

    Besserwisser ho.mmmo [iOS] (Gast)

    31.01.2015, 16:46 Antworten #

    BesserwissierHo.mooooo

someone (Gast)

31.01.2015, 12:11 Antworten #

Zum Rumspielen tuts auch ein OBD-II-Dongle mit Bluetooth (und passender App zum Auslesen), der nicht gleich das ganze Bewegungsprofil auf fremde Server pustet. Schlimm genug, dass einige Autos ab Werk mit sowas ausgestattet sind und die IT-Sicherheit dabei mit der Gier des Marketings nach neuen Features nicht hinterherkommt (der ConnectedDrive-Hack bei BMW ging ja in den letzten Tagen über alle einschlägigen Seiten). Auf die schöne neue Welt, die uns da versprochen wird, freue ich mich kein bisschen.

Ab 2018 wird ja eCall verpflichtend für Neuwagen. Das meldet bei einem Unfall automatisch die GPS-Position. Ich würde mir wünschen, dass das eine separate Blackbox ist, deren einziger Datenaustausch mit der restlichen Fahrzeitelektronik in einem „alles ok?“ besteht und die nur und ausschließlich eine Unfallmeldung mit der Position absetzt, wenn die OK-Meldung ausbleibt.
Aber vermutlich wird man das aus Kostengründen mitintegrieren, und dann auch gleich wesentlich mehr Daten übermitteln, weil mans ja kann. Und dann braucht es nur noch einen einzigen schweren Unfall, bei dem das System versagt, weils nach dem Unfall nicht mehr funktionstüchtig war, und der Ruf nach einer präventiven Übermittlung dieser Daten wird laut. Und dann werden viele sie haben wollen, sowohl private als auch staatliche Stellen.

matze66 (Matthias) (Gast)

31.01.2015, 14:26 Antworten #

@ meckerchecker
Danke für den Hinweis. Bei mir in der APP ist es bisher jedoch immer so, dass selbst bei Punktverlust die Balken grün bleiben. Es ändert sich bei mir lediglich die Länge der Balken.
Registrierung ging bei mir wirklich super flott, es hat nur eine Weile gedauert, bis sich dann die Dongle mal korrekt gemeldet hat (vermutlich durch den kaltstart GPS + Handynetz auf dem Land).

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Mit Daten auf Server speichern und Versicherung Daten übermitteln ist wirklich ein bißchen Risikio und sollte jeder für sich entscheiden. Für die stattlichen Überwachungsorgane bieten diese Teile reichlich Zündstoff 🙂

Und zu der Anmerkung, dass es sich anhört wie ein Fahrtenbuch und man Fehlermeldungen auch im Cockpit (je nach Fahrzeug) angezeigt bekommt, stimmt ich zu 100% zu.
Ich denke wenn man die APP noch richtig ergänzt wird sie sicherlich noch besser, aber aktuell ist es eher eine Spielerei. Sobald man z.B. alle Daten in ein GPX oder ähnliches exportieren kann, wird es interessanter… Es gibt also noch ordentlich Spielraum nach oben und wie man ein Haus Stück für Stück automatisieren und aufrüsten kann, ist dieses hier der erste Schritt sein Auto in Richtung „Vernetzung“ zuupdaten 🙂

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